Südostasien

Halbzeit! Da wo der Pfeffer wächst…


Kampot 01.04.2018 – 05.04.2018

Endlich hatten wir eine weitere längere Fahrt überlebt und suchten, bewaffnet mit unserem Kram und MapsMe, nach unserem Hotel. Fast 2 KM schleppten wir uns dorthin und waren froh, als wir endlich dort angekommen waren.

Gebucht hatte ich für drei Nächte einen Bungalow im Two Moons Hotel, allerdings hatte der weder eine Klimaanlage noch den Kühlschrank, der in der Beschreibung auf Agoda stand. Also wurde uns ein Zimmer im Haupthaus des Hotels angeboten und wir wurden positiv überrascht. Wir hatten ein riesiges Zimmer, ein Balkon zog sich um die Etage, es gab Sitzgelegenheiten und die erhoffte Klimanlage und der Kühlschrank waren auch vorhanden! Unser Hotel hatte auch einen Pool und es war alles sauber und ordentlich und ich fühlte mich sofort mal wieder richtig wohl, sodass wir direkt noch eine Nacht dran hingen!

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In Kampot hatten wir auch Halbzeit, krass wie die Zeit doch rennt. Wir waren nun etwas über 2 Monate auf Reisen und hatten noch weitere zwei vor uns. Wir merkten dort erstmals erste Erscheinungen von Reisemüdigkeit. Ich merkte das ganz besonders, denn ich hatte auf absolut gar nichts Bock. Keine Lust mir was anzuschauen, keine Lust Blog zu schreiben, keine Lust in der Sonne zu liegen, noch nicht mal Lust zum Fotos machen oder Lesen hatte ich!

Reisen ist ja wirklich toll und ich liebe es total und bin froh, dass wir diese Erfahrung machen können, aber dort hatte ich echt das erste Mal sowas wie Heimweh. Ich hab mich einfach nach meiner Wohnung in Berlin, meinen Freunden und meiner Familie gesehnt. Habe das Essen und die Routine vermisst, mein Bett und meine Couch und einfach das normale Leben. Außerdem hab ich mir echt mal kühles Wetter und Regen gewünscht, diese ewige Hitze ging mir einfach total auf die Nerven.

Man stellt sich das glaub ich immer als langen Urlaub vor, so eine Langzeitreise, aber ich kann euch sagen, Urlaub sieht anders aus (Bei mir jedenfalls). Es ist echt anstrengend immer wieder von einem Ort zum Nächsten zu reisen, meist nur ein paar Nächte an einem Ort zu verbringen, nach Unterkünften zu suchen und zu schauen wie man am Besten von A nach B kommt. Dann muss man sein Hab und Gut auch immer wieder rum schleppen, packen, waschen oder waschen lassen und man sieht auch so viele Dinge, die das Hirn irgendwie verarbeiten muss. Das ist manchmal schon ziemlich anstrengend und nach den zwei Monaten des Rumreisens, hab ich es das erste Mal richtig gemerkt.

Ich war ja vor 7 Jahren auch schon länger unterwegs, das waren 6 Wochen Asien und danach 8 Monate Australien, wo ich aber auch gearbeitet hatte und meist mehrere Monate am Stück irgendwo gelebt habe, was wirklich angenehmer war. Letztes Jahr die 7 Wochen waren auch irgendwie anders, es hat sich ein wenig mehr wie Urlaub angefühlt, obwohl wir auch viel unterwegs waren, aber 7 Wochen sind halt keine 4 Monate.

Die Zeit in Kampot habe ich also wirklich damit verbracht, einfach mal absolut gar nichts zu machen und mich erholt! Ich habe die Sonne gemieden, die Vorhänge im Zimmer zu gemacht, Klimaanlage an und mich ins Bett gekuschelt und stundenlang einfach nur Serien auf dem Handy angeschaut! Das klingt wahrscheinlich total verrückt, aber es hat mir echt geholfen und nach der Zeit in Kampot ging es mir dann auch sofort wieder besser.

Da wir einen Kühlschrank hatten, deckten wir uns im Supermarkt mit Essen fürs Frühstück ein und bereiteten dann morgens immer ein leckeres Essen auf dem Balkon vor. Dann ging ich direkt wieder ins Zimmer, um der Hitze zu entfliehen. Auch Marco ging es ähnlich wie mir und er vertrieb sich die Zeit mit Sport, lesen und sonnenbaden. Erst abends ging es dann für uns immer in die Stadt, die wirklich sehr entspannt ist und viel Charme hat.

Dort schlenderten wir durch die Gassen und suchten uns ein Restaurant aus, wo wir lecker essen konnten. Übrigens hatte gefühlt jedes zweite Restaurant dort das Wort Pizza im Namen! An einem der Abende gönnte ich mir auch mal wieder eine und die war echt lecker! Kauften uns außerdem mal wieder Wein, der dort auch nicht so extrem teuer war, wie in den anderen Ländern, setzten uns auf den Balkon, quatschten stundenlang und hörten Musik dazu.

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An einem anderen Abend gingen wir über einen kleinen Markt, der direkt vor unserem Hotel für ein paar Tage aufgebaut war, wo wir mal ein bisschen Streetfood probierten und zum Glück nicht die Mägen verdorben. Der Markt ansich war eher schrecklich, es wurden eigentlich nur Klamotten und andere Dinge verkauft, die kein Mensch braucht, es war laut und überall waren tausende Fliegen, außerdem gab es noch traumatisierende Karaokeshows auf der Bühne, die dort aufgebaut war. Nahmen also unser Essen und flohen zurück ins Hotel.

An einem anderen Tag gingen wir noch zu einem Nachtmarkt, der etwas mehr im Stadtzentrum lag, weil wir erhofften mal wieder Obst kaufen zu können, sowas gab es dort aber leider nicht und der Rest des Angebots war auch nicht so unseres.

Schlenderten also wieder zurück zum Fluß und dort entschieden wir spontan, auf einem der kleinen Restaurants auf dem Wasser, uns ein paar Gin Tonics zu genehmigen. Die waren sehr lecker und wir verbrachten noch einen entspannten Abend dort, der nur von einer riesigen Ratte gestört wurde, die da herum irrte.

Ansonsten machten wir nichts aufregendes, wie gesagt, wir hatten wahrscheinlich ein kleines Reise-Burnout! Wir schlenderten hier und da durch die kleine süße Stadt und shoppten ein paar Souvenirs, unter anderem den Kampot Pfeffer, der zu den besten Pfefferarten der Welt gehört und kauften auch wieder ein paar Postkarten. Ansonsten wurde die Zeit mit Erholung verbracht und somit konnten wir mit vollen Akkus in den zweiten Teil des 4-Monatigen Abenteuers starten!

 

Am 05.04. ging es dann für uns mit einem weiteren Bus weiter nach Kep. Zum Glück ist das die Nachbarstadt von Kampot und wir fuhren nicht mal 30 Minuten dahin und konnten auch gleich in unser Hotel einchecken.

Mehr dazu dann im nächsten Eintrag!

Eure Manja xx

PS: Für ein paar Bilder für euch konnte ich ich dann doch noch aufraffen!

Südostasien

Don Khone, Zeit für die Hängematte!


26.03.2018 – 31.03.2018

Endlich waren wir da, auf einer klitzekleinen Insel auf dem Mekong, welche Teil der 4000 Islands ist.

Nachdem wir uns aus dem Boot gehievt hatten, machten wir uns auf die Suche nach einer Unterkunft. Vor 7 Jahren war ich mit Jenny in Pan’s Guesthouse abgestiegen, das liegt direkt neben dem Bootsanleger. Allerdings wurde es in der Zeit modernisiert und der Übernachtungspreis war für uns zu hoch, also liefen wir weiter. Das nächste Angebot, welches wir bekamen, lautete 7 Euro die Nacht, allerdings ohne Flussblick, also weiter suchen. Dann fanden wir eine kleine Bungalowanlage, die kurz vor der Brücke lag und dort wollte man gerade mal 60000 Kip die Nacht, also nicht mal 6 Euro. Der Bungalow war sehr spartanisch, hatte aber alles was wir so brauchten. Ein Zimmer mit einem Bett und Moskitonetz, ein Bad sogar mit heißer Dusche und einen Ventilator zum warme Luft rumwirbeln gab es auch. Draußen hatten wir Sitzmöglichkeiten auf der Terrasse und Hängematten mit Flussblick, was wollten wir mehr! Buchten direkt 5 Nächte und packten erstmal die Sachen aus und machten uns etwas frisch.

Dann erkundeten wir ein wenig die Gegend, ich wollte sehen, was sich noch so verändert hat in der Zeit. Die schreckliche Schotterpiste gab es noch immer, nur mehr Verkehr war da, aber das waren fast nur Mopeds, also nicht zu schlimm.

Wir wollten den Strand finden, wo Jenny und ich damals relaxten. Nach einem kurzen Abstecher durch den Urwald fanden wir zwar nicht den gleichen Strand, aber was viel besseres: Eine kleine Ruheoase, nur für uns beide. Strand mit riesigen Steinen, der Mekong, der dort gemütlich lang floss und weit und breit keine Menschenseele, herrlich!

Dort verbrachten wir dann auch den Großteil unseres Aufenthaltes auf Don Khone. Wir relaxten am Strand, wenn es zu warm wurde ging es ab ins Wasser, lasen und beobachteten die riesigen Ameisen, die emsig unsere Chipsreste in ihr Nest trugen. Es war einfach nur schön dort und anscheinend absolut unbekannt. Wir haben in der ganzen Zeit dort, keine Touristen gesehen, nur am späten Nachmittag kam mal ein Fischer lang. Eine Wegbeschreibung gibt es hier nicht, sonst wird der Ort vielleicht auch nur überrannt. Wer ihn findet, sollte das Geheimnis vielleicht auch für sich behalten 😉

Ansonsten liehen wir uns noch an einem Tag Fahrräder aus und erkundeten die Nachbarinsel Don Det, wo die meisten Backpacker absteigen. Dort frühstückten wir lecker Indisch und fuhren entlang der Felder wieder zurück auf unsere Insel, mehr als tausende Kühe, ein paar Wasserbüffel und Hühnern passierten wir auf dem Weg auch nicht.

Auf Don Khone zurück radelten wir dann zum offizielen Strand, der aber nicht wirklich schön war. Mittlerweile gibt es da zwei Restaurants und der Strand läd nicht wirklich zum Verweilen ein, also ging es wieder zurück in unsere Ruheoase, wo wir wieder den Rest des Tages verbrachten.

Morgens frühstückten wir meist in irgendeinem der vielen kleinen Restaurants und abends suchten wir dort auch wieder nach leckeren Gerichten. Ich probierte erstmals Lab Lao, was ein Hackfleischgericht aus Rind ist und mit Minze und Chili verfeinert wird, das war richtig lecker!

Vor und nach dem Abendessen, chillten wir dann immer auf unserer Terrasse und lagen in der Hängematte. Wir beobachteten das Treiben auf dem Fluss, sahen wunderschöne Sonnenuntergänge und genossen den Moment, dort zu sein. An unserem letzten Tag auf Don Khone war es relativ grau und es regnete morgens in Strömen, also legten wir eine Sonnenpause ein und gammelten den ganzen Tag in der Hängematte, was auch mal sehr gut tat. Gesellschaft hatten wir noch von einem Hund und drei Katzen, die sich vor dem Regen auf unserer Terrasse versteckten.

Es war echt schön, einfach mal wieder ein paar Tage am gleichen Ort zu sein und nicht direkt wieder weiter ziehen zu müssen, aber alles muss ja mal ein Ende haben und schon saßen wir wieder im Boot zurück aufs Festland. Wir hatten einen Bus nach Phnom Penh gebucht und nach einigem Warten kam dieser dann auch endlich los und es ging ab nach Kambodscha. Krass wie schnell 15 Tage Laos vorbei gegangen sind! An der Grenze lief alles reibungslos ab und dann hieß es wieder mal stundenlang im Bus sitzen, was echt ätzend war. Das einzig schöne, war die Landschaft draußen, viele kleine Dörfchen, wo man den Menschen beim Leben zuschauen konnte und hier und da der Mekong, worin sich langsam die Sonne senkte. Wir fuhren zuerst nach Kratie, wo die ersten den Bus verließen und wir eine kurze Pause machten. Dort aßen wir mit einem anderen deutschen Pärchen aus Berlin Reis mit Bohnen und quatschen eine Weile. Dann ging es wieder zurück in den Bus und weitere Stunden verbrachten wir dort und hofften endlich anzukommen. Gegen 21:30 Uhr war es dann endlich geschafft, wir konnten endlich aussteigen und schleppten uns ins Hotel, zum Glück war das nicht so weit von der Busstation weg.

Es war mein dritter Besuch in Phnom Penh und ich mag diese Stadt immer noch nicht besonders. Alles stinkt und es ist so dreckig und heiß, bäh!

Unser Hotel war natürlich auch nicht so geil, aber was will man auch erwarten für 10 $ die Nacht. Wir hatten nur einen Ventilator im Zimmer und es war total heiß und muffig. Ein Fenster ging nur raus in den Korridor und wir hatten gefühlte 1000 Mücken im Zimmer. Ich hätte kotzen können.

Da es schon relativ spät war, ging an dem Abend eigentlich gar nix mehr. Ich ging noch kurz einkaufen, um Wasser und Bier zu besorgen und dann ging es auch schon zurück.

Marco machte noch etwas Sport, während ich einkaufen ging und ich trank dann noch zwei Bierchen und dann fielen wir beide tot ins Bett, wir hatten zwar nix gemacht, aber Busfahren ist einfach anstrengend, wenn es so ne lange Fahrt war.

Morgens wachten wir zeitig auf, buchten noch den Bus nach Kampot, der 6 $ pro Person kostete und dann packten wir zusammen und verließen das schreckliche Zimmer. Am 01.04. hieß es für Marco Fastenbrechen und anhand von Tripadvisor, suchten wir nach einem Café was gute Empfehlungen hatten.

Fanden auch recht schnell eins, was zum Glück nicht weit entfernt lag und schleppten uns dort hin.

Im Café gönnten wir uns dann erstmals wieder ein richtig leckeres Frühstück mit super Kaffee und ließen es uns mal gut gehen, für insgesamt 20$.

Verweilten dort eine ganze Weile, tranken entspannt Kaffee und beobachteten ein Kätzchen, welches sich meinen Rucksack als Spielzeug ausgesucht hatte.

Dann ging es los in Richtung Busbahnhof, wo gegen 13 Uhr unser Minivan nach Kampot abfuhr, wo wir 5 Stunden später dann endlich durch geschwitzt ankamen, die Klimaanlage funktionierte nämlich nicht wirklich.

Mehr zu Kampot dann im nächsten Eintrag!

Eure Manja

Südostasien

Von Vang Vieng, über die Hauptstadt, zu den Inseln


29.03.2018, 16:30 Uhr

Sabaidiiiiii meine Lieben!

Endlich ist es mal wieder soweit und ich konnte mich aufraffen, euch ein paar Zeilen zu schreiben!

Seit zwei Wochen sind wir nun in Laos und genießen jeden Moment hier sehr!

Beim letzten Eintrag waren wir gerade in Vang Vieng angekommen, nach einer sehr holprigen Fahrt im Minivan aus Luang Prabang. Die Fahrt zog sich ziemlich, morgens 5:30 Uhr ging es schon los für uns und die Straßenverhältnisse waren wirklich der Horror, aber wie sich ein paar Tage später raus stellen sollte, war das noch gar nix! Naja, jedenfalls kamen wir so gegen 10 Uhr dann in Vang Vieng an, wo wir uns, samt Gepäck durch die Straßen schliffen, um ein günstiges Gästehaus zu finden.

Vang Vieng war einst bekannt als Ballermann Asiens. Besoffene Touristen kamen hier her, um zu ‚tuben‘. Das heißt, dass man auf Traktorreifen, auf dem Mekong entlang schunkelte, meist total berauscht, von einer Bar zur nächsten. Nachdem sich die Todesfälle häuften, schob die Regierung dann doch mal den Riegel zu und seit ein paar Jahren, gibt es das ganze nicht mehr. Nun ist die kleine Stadt einfach nur für ihre tolle Natur bekannt. Wandern, Wasserfälle, Höhlen. Lagunen etc. All das gibt es hier zu entdecken.

Bei MapsMe hatte ich mal wieder die günstigsten Angebote, die es bei booking.com gab, markiert und wir schleppten uns knapp 2 KM zu den Molina Bungalows. Dort handelten wir ein wenig und bekamen dann einen Bungalow, für gerade mal 100000 KIP pro Nacht, was nicht mal 10 EUR sind. Wir hatten wieder ein gemütliches kleines, sauberes Häuschen, mit Terrasse und Klimaanlage und warfen erstmal die Rucksäcke von uns.

Dann wollten wir ein Nickerchen nehmen, da wir beide ziemlich platt waren. Aus dem Nickerchen wurde dann Tiefschlaf bis 16 Uhr und erst kurz vor fünf konnten wir uns aufraffen, um unsere knurrenden Mägen zu sänftigen. Ich stillte meinen Hunger mit einer Pizza, da ich so gar keine Lust auf Reis, Nudeln oder Suppe hattte und, als wir dann beide satt waren, schlenderten wir noch kurz über den Nachtmarkt und dann ging es wieder ab ins Bett, um noch mehr Schlaf nachzuholen.

Morgens gab es dann Müsli bzw. Cornflakes zum Frühstück, denn wir haben uns vorhee noch mit Pappschüsseln und Löffeln eingedeckt und konnten somit mal wieder vor dem „eigenen“ Häuschen frühstücken.

Dann starteten wir zu einer kleinen Wandertour durch Vang Vieng und Umgebung und verbrachten einen schönen Tag in der Natur. Überall waren riesige Karstberge, Felder, tausende Kühe und Schmetterlinge und es war einfach nur wahnsinnig schön. Nur einen Ort zum Baden und Abkühlen konnten wir nicht finden, der kleine Fluss, wo wir lang liefen, sah nicht ganz so einladend aus, und somit kühlten wir dann nur unsere Beine im Mekong ab, wo wir unsere Wanderung wieder beendeten.

Nachdem wir uns im Bungalow etwas frisch gemacht hatten, fiel auf einmal der Strom aus. Wir warteten eine ganze Weile, doch der Hunger trieb uns dann doch raus, wo wir feststellen, dass es anscheinend nirgendwo in der Stadt Strom gab, denn überall sah man nur Kerzen und Taschenlampen.

Liefen dann zu einem kleinen Lokal, wo es Essen gab und dort konnte man wohl auch ohne Strom Essen servieren. Ein kleiner süßer Hund gesellte sich dann auch noch zu uns und dann sprangen auch die Lichter überall wieder an.

Der knuffige Hund hatte es mir, als totalen Hundeliebhaber natürlich sofort angetan und ich lief schnell in den nächsten Supermarkt und kaufte dort, weil ich kein richtiges Hundefutter fand, ein paar Dosen Thunfisch.

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Hundi freute sich natürlich riesig darüber und gemeinsam verspeisten wir unser Abendessen (natürlich keinen Dosethunfisch für Marco und mich). Danach ging es noch ein wenig zum Schlendern auf die Märkte und dann wieder ab zum Bungalow, wo wir noch eine Weile draußen saßen und quatschten und dann bald wieder ins Bett fielen.

Am nächsten Morgen gab es wieder Cerealien für uns und auch ein bisschen Obst und dann ging es auf zur nächsten Wandertour. Ziel diesmal war die Chang Höhle, wo man wohl auch schwimmen konnte.

Liefen zunächst über eine kleine Fußgängerbrücke, die wir am Tag zuvor gefunden hatten und kostenlos passieren konnten. Bei der anderen, die wir bei der Wandertour überquert hatten, musste man nämlich eine Gebühr zahlen.

Da wir keine Lust hatten wieder eine Brückenmaut zu zahlen, ging es also über die andere und wir mussten uns einen Alternativweg, zur Höhle suchen. Streiften also wieder durch die schöne Natur und fanden schließlich einen Weg, wo man allerdings erst durch einen kleine Fluß waten und auf der anderen Seite einen Zaun überqueren musste. Naja, was tut man nicht alles, um ein paar Cent zu sparen haha.

Kamen dann schließlich bei der Höhle an, wo man natürlich auch Eintritt zahlen musste und dann schleppten wir uns die 150 Stufen in der prallen Hitze zum Eingang hoch. Die Höhle war ehrlich gesagt nix besonderes, aber ganz anschaulich. Das Highlight dort war allerdings, die kleine blaue Lagune, die wir entdeckten, als wir die Stufen wieder herunter geschafft hatten. Wir warteten eine kleine Weile, bis asiatische Familie, fertig war mit baden und dann hatten wir dieses schöne Naturwunder für uns alleine. Glasklares Wasser, welches in eine kleine Grotte führte, für uns ganz alleine. Dort erfrischten wir uns und sonnten uns eine Weile auf den Steinen, in der Sonne, bis es dann wieder Zeit für den Rückweg wurde. Der war diesmal einfacher, denn wir passierten die normale Brücke, die eigentlich Geld kostete, aber uns kontrollierte keiner 😀

Im Bungalow chillten wir noch ein wenig und kauften Tickets für den Minivan nach Vientiane und dann ging es zum letzten Abendessen in Vang Vieng. Diesmal entschieden wir uns für Arabisch und bekamen leckeres Pitabrot, gefüllt mit Salat und Falafel, mhhhh traumhaft!

Schlenderten dann wieder über den Nachtmarkt und erstanden eine neue Badehose für Marco und Blumenspangen für mich und dann fielen wir wieder platt ins Bett.

Am nächsten Morgen kauften wir uns noch Sandwiches und frühstückten in aller Ruhe auf unserer Terrasse. Dann hieß es mal wieder Sachen packen und auschecken. Unser Minivan in die Haupstadt sollte uns etwa 12 Uhr abholen.

Der kam dann auch schnell und unsere Rucksäcke wurden auf dem Dach verstaut. Zum Glück regnete es nicht, denn natürlich wurde mein Rucksack mit dem Regenschutz nach unten hingelegt…. Der Bus selbst war voll bis auf zwei Sitzplätze. Ich quetschte mich ganz hinten, in die letzte Reihe ans Fenster und Marco fand schräg vor mir noch einen Sitzplatz.

Die Fahrt war noch schlimmer, als die nach Vang Vieng. Wir nahmen wirklich jedes einzelne Schlagloch mit und ich ganz hinten, bekam das natürlich voll zu spüren. Ich schaukelte hin und her, nach oben und unten und bereute es sehr, keine Reisetablette eingeworfen zu haben, ich hatte zwar einen Anschnaller, aber keinen passenden Gurt dafür, super!

Nach fast 4 Stunden Fahrt kamen wir endlich an und ich fiel mit einem halben Schädel-Hirn-Trauma aus dem Minivan und hoffte, dass ich keine bleibenden Schäden davon tragen würde.

Natürlich wurden wir nicht in der Stadt heraus gelassen, sondern an irgendeinem Busbahnhof Kilometerweit entfernt von der Innenstadt und mussten mal wieder mit einem TukTuk-Fahrer verhandeln, der uns schließlich für knapp 3 Euro in die Stadt fuhr.

Für 13 Euro fanden wir dann ein Hotel, wo wir nach einer anfänglichen Sprachbarriere auch irgendwann einchecken konnten und erstmal kurz auf dem Balkon relaxten.

Buchten dann direkt für den nächsten Tag einen Nachtbus zu den 4000 Islands für 21 EUR pro Person und dann machten wir uns auf zum Wahrzeichen von Vientiane, dem That Luang Tempel. Unterwegs kamen wir noch am Patuxai Gate vorbei gekommen, was mich total an den Triumphbogen in Paris erinnert hat. Der Tempel sah mal wieder aus, wie jeder andere und ich kann mittlerweile auch gar keine Tempel mehr sehen.

Liefen dann wieder 5 km zurück in die Innenstadt und wollten dort den Nachtmarkt besuchen. Als ich vor 7 Jahren mit Jenny in Vientiane war, fand ich den Nachtmarkt echt super schön, doch was wir nun vorfanden, war einfach schrecklich. Tausende Buden, die allermöglichen Scheiß verkauften und Massen an Menschen, direkt am Mekong.

Wir flohen bei den nächsten Gelegenheit und fanden uns an einem Streetfood Markt wieder, wo wir leckeres Pad Thai für kleines Geld bekamen und dann ging es langsam zurück zum Hotel, wo wir noch für ein Bierchen auf den Balkon gingen.

Geschlafen haben wir dann wie die Steine und morgens konnte mich auch das kostenlose Frühstück nicht aus dem Bett locken, ich blieb einfach liegen und schlummerte noch vor mich hin. Marco holte sich ein Kartoffelomelett und machte dann mal wieder ein Workout, während ich faul vor mich hin döste und dann auf den Balkon floh, um dem Sport zu entfliehen, haha.

Nachdem wir unser Zeug zusammen gepackt hatten und in der Hotellobby abgaben, liefen wir zum lokalen Busbahnhof, den unser Nachtbus sollte erst 20 Uhr los fahren und wir hatten noch den ganzen Tag Zeit. Ziel des Tages war der Buddha Park, der etwa eine Stunde außerhalb von Vientiane liegt.

Fanden den Busbahnhof dank MapsMe auch schnell und gerade als wir nach der Busnummer suchten, kam auch schon einer angefahren und sammelte uns ein.

Der Bus war brechend voll, da ist die U-Bahn in Berlin zur Rush Hour nix dagegen und wir standen zusammen gepresst, wie Sardinen in der Dose, für fast ne Stunde im Gang. Die Fahrt kostete nur 6000 Kip und als wir an der Grenze zu Thailand ankamen, stieg zum Glück der Großteil aus und wir hatten endlich einen Sitzplatz.

Kamen dann auch am Buddha Park an, der ziemlich bizarr ist. Für 15000 Kip Eintritt bekam man Zutritt zu einem kleinen Areal, welches vollgestellt war, mit diversen merkwürdigen Statuen, die einer Fabelwelt entsprungen sein könnten. Das Highlight war ein riesiger liegender Buddha und eine Art Kugel, die man nur durch einen Höllenschlund betreten und dann auf das Dach klettern konnte, um den Park von oben zu sehen.

Viel Zeit brauch man für den Buddha Park nicht einplanen, wir hatten nach maximal 30 Minuten alles gesehen und schlenderten wieder zum Ausgang, wo direkt ein Bus zurück in die Stadt auf uns wartete.

Dort angekommen, liefen wir zunächst zum staatlichen Postamt, weil Marco noch eine Postkarte kaufen wollte, doch das hatte leider geschlossen, es war ja auch Samstag…

Naja, entschieden uns dann in Richtung Hotel zu laufen, denn auf dem Hinweg hatte ich einen Bücherladen entdeckt und an sowas kann ich ja nicht vorbei gehen. Zumal ich eh neue Lektüre brauchte für die Insel.

Nach einem kurzen, jedoch schweißtreibenden Marsch, kamen wir dort an und kaufte mir für 4 EUR ein Buch von einem meiner Lieblingsautoren, John Grisham.

Marco wollte noch nach einem Souvenir aus Laos suchen, aber ich hatte keine große Lust wieder über den Markt zu laufen und entschied mich, in einem kleinen Lokal auf ihn zu warten. Ich hatte eh noch nix gegessen und so konnte ich Frühstück/Mittag essen und in Ruhe mein neues Buch anfangen.

Nach 1,5 Stunden erfolgloser Suche kam er mich dann wieder abholen und wir gingen zurück ins Hotel, wo wir die restliche Zeit auf den Nachtbus warten wollten.

Ein Mitarbeiter sagte uns noch, dass der Nachtmarkt 17 Uhr aufmachen würde und es dort Souvenirs zu kaufen gab. Marco machte also nochmal los und ich chillte gemeinsam mit meinem Buch und ein (zwei) Bierchen weiter in der Lobby.

Auf dem Markt erstand er dann schließlich das langersehnte Souvenir, auch wenn es nicht das war, was er eigentlich haben wollte, aber lieber so, als gar nix und dann war es auch schon Zeit zum Busbahnhof zu fahren. Die Chefin vom Hotel fuhr uns Höchstpersönlich hin und holte da auch unsere Tickets und dann warteten wir noch bis zur eigentlichen Abfahrt. Kauften uns dann noch ein megagroßes Baguette, als Abendbrot/ Frühstück und dann ging es endlich ab in den Bus.

Mit Jenny bin ich damals auch von Vientiane mit dem Nachtbus nach Pakse gefahren (was der Zwischenstopp zu den 4000 Islands ist), jedoch empfand ich unsere Fahrt damals, als etwas angenehmer.

Der Nachtbus hatte Betten, auf der linken und rechten Seite, oben und unten. Allerdings waren diese ungefähr 90 cm breit und waren für 2 (!!!!!!) Personen. Es war also SEHR SEHR eng!!! Wir hatten ein „Bett“ auf der linken Seite oben und pressten uns zusammen darauf. Es gab eigentlich noch Ablagen, wo man kleinere Sachen verstauen konnte, aber natürlich war unsere nicht mehr vorhanden und somit konnten wir unseren Kram auch nur am Fußende ablegen (inklusive unserer kleinen Rucksäcke, haha).

Also, die Fahrt war jedenfalls nicht wirklich angenehm, ich meine, wir hatten ja noch Glück, dass wir zu Zweit unterwegs sind, denn andere mussten sich die 90 cm mit wildfremden Leuten teilen. Mein Alptraum! Schlaglöcher gab es natürlich auch bei der Fahrt zur Genüge, aber irgendwie haben wir es doch geschafft, ein paar Stunden schlafen zu können.

Mehr oder weniger erholt kamen wir dann am nächsten Tag 6 Uhr in Pakse an, wo wir nochmal fast 2 Stunden auf den Bus in Richtung 4000 Islands warten mussten.

Die Zeit verging aber eigentlich ganz schnell und kurz vor 8 ging es dann los, weiter in Richtung Süden. Auf dem Weg dahin, kamen zahlreiche Erinnerungen wieder hoch, an 2011, wo ich das erste Mal dort war, so krass, was sich so verändert hat. Der Busbahnhof in Pakse sah eigentlich noch genauso aus wie damals, aber der in Vientiane sah überhaupt nicht mehr so aus wie damals. Ich kann mich noch an die rote Sandwüste von damals erinnern, es gab eigentlich gar nix, außer ein paar Buden und roten Sand. Jetzt ist es ein moderner Busbahnhof und nix sieht mehr so aus, wie vor 7 Jahren.

Die Fahrt ging zum Glück relativ schnell vorüber und war auch nicht so schlimm wie die Fahrten, die wir zuvor zurück legen mussten. Einziges Manko war, dass anscheinend in der Gepäckablage über uns, eine Flasche Wasser oder was auch immer ausgelaufen ist und ich permanent eine kleine Tropfendusche abbekommen habe. Marco löste dann das Problem mit einer der Gummi-Gardinen, die er über uns hing. Zum Glück kamen nur Tropen herunter, wenn es ein Schwall gewesen wäre, hätte ich dank der Gummigardine direkt einen Wasserstrahl über den Kopf bekommen. Siehe Bilder!

Irgendwann kamen wir dann in der kleinen Hafenstadt Nadasang an, wo wir nochmal ein paar Meter zum „Hafen“ laufen mussten. Dort hatte sich eigentlich nicht so viel verändert, nur dass es jetzt direkt Boote bis nach Don Khone gab, wofür man natürlich nochmal eine extra Gebühr zahlen musste, zum Glück nur 50 Cent pro Person. Damals fuhren wir erst die Backpacker-Trauminsel Don Det an und danach unsere, aber diesmal fuhren wir direkt nach Don Khone.

Wir genossen die Fahrt auf dem Longtail-Boot, entlang wunderschöner Natur sehr und kamen dann endlich am kleinen Anleger an. Mittlerweile gibt es dort sogar eine Treppe! Damals mussten Jenny und ich noch samt Gepäck über eine Böschung und vorbei an Hängebauchschweinen, jetzt war das etwas einfacher.

Gebucht hatten wir wieder nix und so klappterten wir ein paar Gästehäuser ab, die direkt am Mekong liegen. Damals übernachtete ich im Pan’s Guesthouse, was mittlerweile Pan’s Residence heißt und ziemlich modernisiert worden ist. Das merkt man auch an den Preisen, im Internet kostete eine Übernachtung über 20 Euro, vor Ort, waren es immer noch 17 Euro, also zu viel für das was wir ausgeben wollten.

Ich wäre zwar sehr gern wieder dort gewesen, aber nachdem wir, nur ein paar Meter weiter, ein Gästehaus fanden, wo wir nur 60000 Kip pro Nacht zahlen müssten (keine 6 EUR), entschieden wir uns lieber dafür.

Hier haben wir auch einen Bungalow, mit Blick auf den Mekong, sehr einfach zwar, ein Bett mit Moskitonetz, eine kleine Veranda mit Hängematte und ein Bad, aber alles ist soweit ordentlich und reicht uns vollkommen aus. Wir buchten direkt für 5 Nächte und seitdem spannen wir hier einfach mal aus und erholen uns ein wenig vom permanenten Rumgereise.

Mehr zum Inselabenteuer dann beim nächsten Eintrag. Morgen ist unser letzter voller Tag hier und übermorgen geht es dann wieder nach Kambodscha! Von da werde ich mich dann wieder melden.

Ich hoffe ich kann den Eintrag heute noch hochladen, Internet haben wir hier in der Unterkunft nicht, aber wenn wir nachher zum Abendessen gehen, könnte ich Glück haben. Fotos gibt es auch je nach Verbindung entweder heute noch oder erst beim nächsten Eintrag.

Ganz liebe Grüße an euch, vermiss euch ganz doll!

Heute habe ich übrigens total Lust auf Eier mit Senfsoße zum Mittag und leckeres deutsches Brot zum Abendessen mit Wurst und Käseaufschhnitt und SAURE GURKEEEEEN, mmmmmmmmhhhh!!!!!!!

Eure Manja

PS: Sind gerade in einem Lokal zu Abend essen und hier gibt es WLAN, allerdings sträubt sich mein WordPress die Handybilder hochzuladen, also gibt es heute mal nur eine Auswahl an Kamerabildern, von denen ich leider in letzter Zeit nicht so viele gemacht habe. Ein paar Bilder vom Handy haben es zum Glück geschafft!

Südostasien

Eine Bootsfahrt die ist lustig…


22.03.2018, 15:20 Uhr

Sabaidii ihr Lieben und herzliche Grüße aus Laos! Wahnsinn, wie schnell die Zeit vergeht, mittlerweile sind wir schon in Laos!

Endlich raffe ich mich mal wieder auf, um euch auf den neuesten Stand zu bringen. Bisher hat nämlich die Faulheit immer gesiegt, bzw. waren wir einfach auch immer unterwegs und wenn dann mal Zeit da war, hatte ich so gar keine Lust mehr, noch meinen Laptop anzuschmeißen.

Beim letzten Eintrag waren wir gerade in Chiang Rai, Thailand angekommen. Die Stadt liegt im sogenannten ‚Goldenen Dreieck Thailands‘, denn die laotische und die burmesische Grenze liegen nicht weit entfernt. Dort hatten wir uns eine kleine Hotelanlage mit Pool gebucht und verbrachten 3 entspannte Tage da. Eigentlich waren nur zwei Nächte geplant, aber wir verlängerten spontan noch eine Nacht. Viel zu machen gibt es dort eigentlich nicht, aber wir haben unsere Zeit dort schön genutzt. Da wir einen Pool hatten, verbrachten wir einige Zeit dort, denn es war ziemlich heiß, an zwei Tagen erkundete ich allerdings die Stadt ein wenig, während Marco in der heißen Sonne brutzelte. Nachdem wir am ersten Tag gefrühstückt hatten, lief ich los und erkundete ein paar der Tempel und fand sogar einen kleinen Buchladen, wo es gebrauchte Bücher (in allen möglichen Sprachen) zu kaufen gab. Juhu!!! Natürlich deckte ich mich dort mit zwei Büchern ein, floh dann allerdings schnell aus dem Laden, da es vor Mücken nur  so wimmelte! Dann lief ich weiter zum sogenannten Uhrenturm, einem Wahrzeichen von Chiang Mai und knipste dort noch ein paar Erinnerungsbilder. Danach reichte es mir aber erstmal und ich suchte mir ein Café, wo ich mich im Schatten etwas ausruhen konnte und fing direkt mit dem ersten Buch an, lecker Kaffee gab es natürlich auch noch dazu und ich chillte zwei Stündchen dort ab. Zurück im Hotel gesellte ich mich dann zu Marco an den Pool und genoss das kühle Wasser.

Am nächsten Morgen gab es erstmal ein leckeres Frühstück für uns und wir holten unsere Wäsche ab, die wir am Vortag abgegeben hatten. Dann ging es zurück zum Hotel, wo ich meinen kleinen Rucksack packte und wieder auf Wandertour ging. Marco blieb am Pool und holte sich lieber nen Sonnenbrand haha.

Als erstes Ziel hatte ich mir einen Tempel raus gesucht, der auf einem Berg liegt und dort schleppte ich mich dann in der Mittagsbrut hoch. Endlich oben angekommen, gönnte ich mir erstmal ne eiskalte Cola und genoss die Ruhe, denn abgesehen von ein paar Einheimischen, war niemand dort. Herrlich! Ich schlenderte dann ein wenig über die schöne Anlage und machte mich dann auf dem Weg zum Fluss. Dort sollte es wohl einen Strand geben. Dort angekommen, fand ich aber nur eine Böschung vor, die direkt am Fluss lag und ein paar Schüler sprangen da in den Fluten herum. Also ging ich dann lieber weiter, schwimmen wollte ich in der Plörre dann doch nicht. Machte eine kurze Pause in einem der Pavillons, die überall am Fluss herum standen und beobachtete die Vögel und dann ging es weiter in Richtung Hotel. Dort kam ich dann triefend nass an und sprang erstmal ins kühle Poolwasser, aaaah tat das gut. Marco und ich chillten dann noch ne Weile am Wasser und abends gab es dann nochmal ein leckeres Thai-Essen.

Am nächsten Tag schliefen wir aus, frühstückten in Ruhe und dann packten wir zusammen, denn es sollte über die Grenze nach Laos gehen. Wir fuhren zuerst zum Busbahnhof, wo wir, für 65 Baht pro Person, Tickets nach Chiang Khong kauften, der Grenzstadt auf Thaiseite. Die Fahrt war mal wieder sehr abenteuerlich, der Bus war gefühlte 70 Jahre alt und wir saßen (als einzige Westler) ganz hinten, die Rucksäcke wurden vor uns über den Ersatzreifen gelegt und die hintere Tür blieb während der Fahrt natürlich auch auf, haha! Zum Glück fuhren wir nur knapp 3 Stunden und wurden dann irgendwo vor der Stadt raus geworfen, wo natürlich schon diverse TukTuk-Fahrer warteten, die uns bis an die Grenze fahren wollten. Die lag ca. 10 km entfernt und natürlich mussten wir dann damit noch fahren. Dann gab es schon wieder einen Ausreisestempel von Thailand in den Pass und mit einem weiteren Shuttlebus wurden wir bis zur Einreisestelle für Laos gefahren. Dort zahlten wir 30 USD für unser Visum und schon waren wir in Laos! Mit einem TukTuk-Bus ging es dann direkt in die Grenzstadt Huayxai, von wo wir am nächsten Tag das Slowboot nach Luang Prabang nehmen wollten.

Wurden an der Hauptstraße heraus gelassen und klapperten ein paar Gästehäuser ab, um Preise zu vergleichen. Für umgerechnet nicht mal 8 Euro, bekamen wir ein sauberes Doppelzimmer und luden da direkt unsere Sachen ab. Wir wollten dann noch zum Bootsanleger laufen, um da eventuell schon Tickets für die Fahrt zu kaufen. Nachdem wir, wie immer, erstmal in die falsche Richtung liefen, kamen wir nach 20 Minuten dann bei den Booten an, allerdings hatte das Büro schon nicht mehr auf, ein Laote dort meinte es würde 8 Uhr am nächsten Morgen wieder aufmachen. Hmm, naja, wir hofften, dass wir dann noch Tickets bekommen würden!

Also ging es dann zurück und wir gönnten uns dann erstmal Abendessen und leckeres Beer Lao, mmmmmh das hat mir vor 7 Jahren hier schon richtig gut geschmeckt!20180316_172656349915401.jpgMit vollen Bäuchen ging es dann zurück ins Hotel, wo wir unsere Sachen sortierten und dann bald ins Bett gingen. Wir wollten am nächsten Morgen zeitig aufstehen, um pünktlich am Bootsanleger zu sein. Unterbrochen wurde unsere Nachtruhe dann von einer Gruppe gestörter Briten, die kreischend die halbe Nacht durchs Hotel sprangen und lautstark ‚YMCA‘  und ähnliches gröhlten, traumhaft!

Etwas gerädert standen wir am nächsten Morgen auf und packten unseren Kram zusammen. Dann buckelten wir die Rucksäcke auf und schliffen uns die knapp 1,5 km zum Bootsanleger. Kurz nach 9 Uhr kamen wir endlich an und kauften uns für 210000 Kip Tickets für das Boot nach Luang Prabang, das sind etwa 20 Euro, für 2 Tage Fahrt auf dem Kutter. Abfahrt sollte erst 11:30 Uhr sein, also hatten wir noch genügend Zeit und deckten uns mit Baguettes und Wasser für die Fahrt ein. Die Baguettes kosteten auch nur knapp einen Euro und waren super lecker, fast wie die geilen Banh mi’s, die wir in Vietnam so geliebt haben!

Dann war es auch schon an der Zeit aufs Boot zu gehen. Es gab nummerierte Sitzplätze und wir saßen relativ mittig. Das Boot hatte auf der linken Seite drei Sitzplätze und auf der rechten vier, die Sitze waren übrigens alte Bussitze, haha. Wir saßen links und hatten nur einen ziemlich müffelnden Franzosen neben uns sitzen, zum Glück gingen er und seine Freundin kurz nach Abfahrt irgendwo nach hinten und somit hatten wir 3 Sitze für uns. Insgesamt passen wohl fast an die hundert Leute auf so ein Boot! Hinten gab es auch Toiletten, die nicht mal total abartig waren und am Backboard war eine kleine Sitzmöglichkeit für die Raucher, wo man auch einen ganz guten Ausblick auf den Mekong hatte.

Die Fahrt an sich war echt richtig schön, wenn es auch ziemlich lang war. Das Boot fuhr gefühlte 20 Km die Stunde und wir passierten wunderschöne Landschaften! Anfangs hatten wir noch Thailand neben uns, aber als wir dann endlich komplett von Laos umschlossen waren, wurde die Natur immer schöner! Seht euch einfach unten die Bilder an, es war echt magisch schön!

Nach 6 Stunden Fahrt, kamen wir dann endlich in dem kleinen Dorf Pakbeng an, wo wir die Nacht verbringen sollten. Eine Unterkunft hatten wir noch nicht gebucht, aber dort lauerten natürlich gleich diverse Einheimische, die sofort alle Touristen belagerten und ihre Zimmer anboten. Wir handelten mit einem Laoten ein Zimmer für gerade 50000 Kip aus, was nicht mal 5 Euro sind und fuhren mit ungefähr 100 anderen Backpackern, auf der Ladefläche eines Pickups die paar Meter zum Hotel. Im Internet gingen die Preise für eine Unterkunft in Pakbeng bei 12 Euro los, haha, also haben wir ja ein sehr gutes Schnäppchen gemacht. Das Zimmer war natürlich kein Luxus, aber es war sauber und wir hatten sogar ne heisse Dusche, was will man mehr!

Gingen dann noch zum Inder die Strasse runter und aßen lecker zu Abend und dann liefen wir noch an den Mekong, um dort die Ruhe ein wenig zu genießen. Gesellschaft leisteten uns nur eine Ziege und ein knuffiger Hund! Zurück im Hotel hatte ich tatsächlich mal super Internet und skypte direkt mal mit der Heimat, schön!

Unser Boot sollte am nächsten Morgen 9 Uhr ablegen, also standen wir zeitnah auf und packten wieder mal alles zusammen. Baguettes kauften wir uns auch wieder, als Verpflegung und dann ging es wieder zum Anleger. Diesmal fuhren wir mit einem kleineren Boot, worauf allerdings die gleiche Anzahl an Menschen passen sollte. Prima! Zum Glück waren wir echt zeitig da und konnten uns ein paar gute Sitzplätze besetzen, diesmal gab es auch nur 2er-Reihen. Bis 9 Uhr kamen immer wieder Touristen und einige haben nicht mal mehr Sitze bekommen, die mussten sich dann auf den Boden setzen.

Die Fahrt sollte noch länger dauern als die am Tag zuvor und zu sehen gab es eigentlich wieder nur das gleiche, schöne Landschaften, diverse Kühe und Wasserbüffel, hin und wieder ein paar Dörfer, wo wir manchmal anlegten, um noch mehr Leute aufzugabeln und ansonsten nur Berge und den Fluss.

Wir waren echt froh, als wir gegen 17 Uhr endlich Luang Prabang erreichten und das Boot mit sehr viel Sitzfleisch verlassen konnten. Natürlich mussten wir uns, mit dem gesamten Gepäck noch eine Böschung, mit gefühlten 1000 Stufen hoch schleppen, bevor wir ein Sammel-Tuktuk in die Stadt besteigen konnten.

Wir hatten wieder nix vorgebucht, aber ich hatte auf MapsMe ein paar Gästehäuser markiert, die am günstigsten waren (16 Euro aufwärts). Fragten uns also von Hotel zu Hotel nach Preisen, die bei knapp 20 Euro los gingen und fanden dann, ein paar Ecken weiter ,ein Gästehaus, wo wir nur 110000 die Nacht zahlen mussten. Das sind nicht mal 11 Euro, also wieder 5 Euro gespart pro Nacht! Wir buchten gleich für drei Nächte und breiteten uns erstmal im Zimmer aus. Abends ging es dann noch lecker Essen und dann fielen wir todmüde ins Bett.

In Luang Prabang verbrachten wir auch wieder richtig schöne, entspannte Tage. Die Stadt ist Teil es UNESCO-Welterbes und wirklich zauberhaft! Sie liegt direkt am Mekong, mit den Bergen direkt davor und hat zahlreiche wunderschöne Häuser im französischen Kolonialstil.

Morgens gab es für uns immer Sandwiches vom Markt, die gerade mal einen Euro kosteten und dann schlenderten wir durch die Gassen der Stadt, entdeckten viele Tempel, entspannten in Cafés  und kamen auch an ein paar Klöstern vorbei. Dort sahen wir eine der abartigsten Spinnen, die ich in meinem Leben gesehen habe und ich habe in Australien damals schon einige gesehen, wo ich dachte, dass man das nicht steigern kann, aber doch! Seht die Bilder, die Hand ist übrigens Marco seine! IIIIIIIIIHHHHH zum Glück hab ich die noch gesehen, bevor ich mit dem Gesicht durch das Netz gelaufen bin hahahahah.

Abends schlenderten wir dann immer über den Nachtmarkt, wo es zahlreiche Souvenirs gab, von denen wir uns auch einige von gönnten. Essen taten wir auch auf dem Markt, denn die Preise lagen gerade mal bei 1,50 EUR pro Gericht und die Portionen waren mehr als ausreichend!

Wir unternahmen auch eine Tour zu den Kuang Si Wasserfällen. Für 35000 Kip Fahrtkosten pro Person + 10000 Kip Eintritt, verbrachten wir dort einen wunderschönen Tag.  Direkt davor liegt übrigens eine Auffangstation für Bären, die waren auch total knuffig! Die Fälle liegen nur 30 Kilometer von Luang Prabang entfernt, direkt im Dschungel und gehören zu den schönsten Naturereignissen, die ich bisher sehen durfte. Schaut euch einfach die Bilder an, es war einfach bezaubernd dort!

Am späten Nachmittag kamen wir dann wieder in der Stadt an und relaxten erst noch eine Weile am Gästehaus. Dort konnte man draussen gemütlich sitzen und wir quatschten noch eine ganze Weile mit einem älteren Mann aus Neuseeland, der auch durch Südostasien tourt. Als dann der Hunger rief, ging es wieder zum Nachtmarkt, wo wir wieder sehr lecker aßen und dann einen Verdauungsspaziergang über den Markt machten. Danach ging es noch in einen Supermarkt für ein paar Snacks und Tonic für mich, denn ich hatte noch einen Flachmann Gin vom Vortag im Zimmer, hmmmm! Mit lecker Gin Tonics, saßen wir dann noch lange draußen, ich skypte noch mit meinen Eltern und meiner liebsten Freundin in Irland und dann mussten wir mal wieder zusammen packen.

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Am nächsten Tag mussten wir nämlich 5:15 Uhr aufstehen, da 5:30 Uhr der Minivan in Richtung Vang Vieng abfuhr und wir wollten schon alles fertig haben. Als das dann endlich geschafft war, fielen wir gegen Mitternacht ins Koma und wurden dann gestern vom gröhlenden Wecker geweckt.

Über die (schreckliche) Fahrt und unserer Zeit in Vang Vieng, werde ich dann in meinem nächsten Beitrag schreiben. Ich hoffe euch geht es allen gut! Wir genießen unserer Auszeit weiterhin in vollen Zügen und sind froh, gerade nicht im Winterland Deutschland zu sein, hihi 🙂

Bis bald meine Lieben und hinterlasst mal wieder ein paar Kommentare, damit ich weiß wer überhaupt noch hier mit liest 🙂

Drücker aus Vang Vieng!

Manja xx

PS: Mittlerweile ist es fast 17 Uhr und wir haben keinen Strom, hoffentlich kann ich den Eintrag heute noch für euch hochladen!

PPS: Nun ist es 20 Uhr und wir sind vom Essen wieder heim und es gibt wieder Strom juhu! Anscheinend war der in der ganzen Stadt weg. Oh und mir gelüstet es übrigens gerade nach Kürbiskernbrötchen mit Fleischsalat gaaaaaaah….

Südostasien

Von Zügen und Tempeln


13.03.2018, 09:19 Uhr

Moin Moin ihr Lieben!

Ich schicke euch mal wieder ganz viele Grüße aus Thailand. Momentan sitzen wir im Bus Richtung Chiang Rai, nachdem wir eine tolle Woche in Chiang Mai verbracht haben.

Nun aber erstmal zurück nach Myanmar, wo mein letzter Eintrag endete. Nachdem wir morgens dann endlich in Yangon angekommen waren, suchten wir erstmal nach einer günstigen Möglichkeit in die Stadt zu kommen. Taxen sind zwar im Vergleich zu Deutschland sehr günstig, aber für die Verhältnisse dort, sehr teuer (so um die 8000-10000 Kyat). Anhand von MapsMe sah ich, dass es ein Shuttlebus in die Stadt gibt und auch öffentliche Busse fahren. Als erstes steuerten wir das Shuttle an. Eigentlich war der Preis 1000 Kyat, doch der änderte sich stetig nach oben und lag auf einmal 2000 Kyat pro Person. Darauf hatten wir keine Lust und liefen also rüber, wo wir die normalen Buslinien fanden. Dort fragten wir kurz nach und fanden heraus, dass gleich ein Bus in Richtung Sule Pagode abfahren sollte und das für nur 200 Kyat pro Person juhu! Unser Guesthouse lag nicht weit entfernt von der Pagode, also stiegen wir ein und fuhren als einzige Westler mit den Einheimischen etwa eine Stunde in die Stadt (Angestarrt werden inbegriffen).

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Dort fanden wir auch schnell unsere Unterkunft, checkten ein, machten uns etwas frisch und dann ging es erstmal los um Frühstück zu finden.

Fanden auch schnell ein Café, allerdings war die Speisekarte etwas unüblich, denn es gab nix, was wir gern zum Frühstück gegessen hätten. Also blieb es bei nem Kaffee und dann wanderten wir weiter zum Bahnhof. Dort wollten wir den Circle Train nehmen. Das ist ein Zug der, innerhalb von ca. 3 Stunden, einmal rund um Yangon im Kreis fährt, deswegen Circle. Die Tickets kosteten nur 200 Kyat, was gerade mal 12 Cent sind, für 3 Stunden Fahrt!

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Die Haltestellen während der Fahrt

Im Dritte-Klasse-Waggon nahmen wir dann Platz auf einer langen Sitzbank, die es links und rechts im Wagen gab. Dort verbrachten wir dann drei Stunden und beobachteten die Menschen im Zug und die Stadt draussen. Drinnen war es auf jeden Fall interessanter. Diverse Händler liefen andauernd durch den Zug und versuchten ihre Waren zu verkaufen. Von Obst über gekochten Mais bis hin zu gekochten Eiern, war alles dabei. Auch Eis gab es und Wasserflaschen durften auch nicht fehlen. Am besten verkaufte sich allerdings der gekochte Mais. Ein paar Frauen neben uns, kauften gefühlt bei jedem Händler ein. Manche von den Verkäuferinnen trugen ihre Waren übrigens auf dem Kopf, so hatten sie die Hand frei, um einen kleinen Plastikhocker zu tragen, worauf sie sich beim Verkauf dann setzten oder um einfach mal ne Pause zu machen. Die Fahrt war auf jeden Fall total interessant. Auch das Treiben an den diversen Haltestellen zu beobachten, machte total Spaß. Leider sind die Bilder von Außen nicht so toll, da die Scheiben total zerkratzt waren! Nach knapp drei Stunden waren wir dann wieder zurück und dann auch froh, denn langsam wurde es unbequem und total warm. Außerdem hatten wir Hunger, denn im Zug wollten wir nix essen und so machten wir uns auf die Suche.

Fanden dann ein Lokal wo wir ein Sandwich aßen und dann liefen wir zurück zum Hotel, da wir noch das kostenlose Shuttle zum Flughafen buchen wollten. Zwar ging das schon 6.30 Uhr morgens und wir hätten dann seeeehr viel Zeit am Flughafen, aber es war kostenlos 😉

Als das geklärt war, machten wir ne kurze Pause und liefen dann mal wieder zur Shwedagon Pagode. Marco wollte sich da noch ein Souvenir holen (die Pagode in Miniformat). Da er aber kurze Hosen und ein Muskel-Shirt anhatte, blieb ich im Park davor und gab ihm meinen Sarong. Denn Schulterfrei kommen auch Männer nicht rein! Während Marco also nach Souvenirs stöberte, chillte ich im Park und schrieb den Blogeintrag vom letzten Mal für euch zu Ende.

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Südostasien

Myanmar – Das Goldene Land


Wieso wird eigentlich nicht Myanmar das Land des Lächelns genannt? Ich habe noch nie ein Land besucht, in welchem mich die Menschen so oft angelächelt haben, einfach so! Ok, viel Gold gibt’s hier auch, wenn man an die ganzen Pagoden etc. denkt, aber ich finde, der Preis für das Land des Lächelns geht definitiv nach Myanmar!

14 Tage haben wir hier verbracht, die sich total gelohnt haben und gerne komm ich irgendwann noch ein mal in dieses zauberhafte Land.

Wir sind von Bangkok nach Yangon (früher Rangun) geflogen und haben dort die erste Nacht verbracht. Wir haben die berühmte Shwedagon Pagode besichtigt und gestaunt, wie prunkvoll das alles dort ist! Ein paar Straßenmärkte klapperten wir da auch noch ab und dann ging es per JJ Express Bus weiter nach Bagan, wo wir wieder hunderte kleine und große Pagoden besichtigten und tolle Sonnenauf- und Untergänge bestaunten.

Von Bagan ging es für eine Nacht nach Mandalay und von da dann weiter nach Kalaw, einer süßen kleinen Stadt in den Bergen, wo wir erst zwei Nächte verbrachten und von da aus unsere zwei-tägige Trekkingtour zum Inle Lake starteten. Dort verbrachten wir dann auch nochmal drei Tage und schon ging es zurück nach Yangon, wo wir nochmal die Märkte besichtigten und mit dem Circle Train einmal um die Stadt herum tuckerten.

Das Land ist wirklich toll und noch nicht so total überlaufen, wie andere Länder in Südostasien. Von den Preisen her fand ich die Hotels ein wenig teurer, gerade was Preis-Leistung angeht, aber beim Essen kann man, wenn man bei den Einheimischen isst, wieder viel sparen. Ich fand das Essen dort aber irgendwie etwas fad, mir hat immer Salz und Pfeffer gefehlt und scharf war es auch nie, es sei denn ich hab selbst Chili dran gehauen. Wir haben nur ein paar Mal burmesisch gegessen, auf den Märkten fand ich die Straßenstände auch nicht wirklich appetitlich, es hat einfach sowas von gestunken überall und dann noch der ewige Dreck und Staub der überall rum fliegt, da hatte ich gar keine richtige Lust was zu essen von dort, obwohl wir sonst fast nur Streetfood essen. Am letzten Abend in Yangon, haben wir aber doch mal noch ein paar Sachen von den Ständen probiert und die waren auch ok, war aber auch alles vegetarisch, Fleisch und Fisch hätte ich da nicht angerührt haha.

Ansonsten war es tagsüber von den Temperaturen her eigentlich überall heiß, aber im nördlicheren Teil war es nachts RICHTIG kalt! Nehmt euch also warme Sachen mit, wenn ihr zum Beispiel nach Bagan oder Kalaw geht. In Kalaw war es nachts am Kältesten. Wir hatten gerade mal 7 Grad bei unserer Ankunft, brrrrrr!!!! Sobald da die Sonne weg war, mussten die Jacken und lange Hosen raus 😀

Was mir noch aufgefallen ist, dass die Fußwege meistens total schrecklich waren. Die erinnerten eher an einen Hindernisparcour als an Fußwege, man konnte wirklich nicht laufen, ohne lieber auf den Boden zu starren, nicht, dass man noch in ein Loch fällt, was mit Wasser gefüllt ist haha.

Tja, was gibt es noch so zu berichten? Das die Burmesen unglaublich liebe, nette und hilfsbereite Menschen sind, habe ich ja schon im Blogeintrag vorher erzählt. So was habe ich noch nie erlebt, so eine Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft, auch ohne, dass man sich mit Worten versteht, toll!

Nicht nur in Schottland tragen Männer Röcke! In Myanmar trägt man(n) den longhy! Das ist ein waden buw. knöchellanger Rock, der von Männern vorn zugeknotet wird und von den Frauen seitlich! Ob jung oder alt, getragen wurde es von allen.

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Was ich mega lustig fand, dass hier total viele Menschen so komische Schmatzlaute machen, wenn sie auf sich aufmerksam machen wollen, zum Beispiel im Restaurant. Der Laut klingt, wie wenn ich einen niedlichen Hund sehe und mit dem Mund so Kussgeräusche mache. Hahahaha, stellt euchmal vor, ihr würdet in Deutschland so den Kellner an der Bar rufen 😂😂😂 Ich hatte zu Marco in Bagan gesagt, er soll mal versuchen, so den Kellner zu rufen, aber leider hat er sich geweigert hehe.

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Übrigens schmieren sich hier total viele der Einheimischen eine weisse Paste ins Gesicht, namens Thanaka. Die wird aus einer Baumrinde hergestellt und als Sonnenschutz und Make-Up vewendet. Jeder trägt es da, ob Mann oder Frau, Kind oder Greis! Auf manchen Bildern könnt ihr vielleicht auch ein paar Einheimische sehen, die sich so verziert haben.

Ansonsten wird man in Myanmar total oft angestarrt, das war manchmal etwas komisch, aber wahrscheinlich sind da noch nicht so viele westliche Touristen unterwegs. Manchmal kam ich mir auch vor wie ein Riese, so klein sind die Menschen dort und ich bin eigentlich auch nur durchschnittlich groß mit knapp 1,70m. Was mir noch aufgefallen ist, dass dort auf den Straßen und „Fußwegen“ überall Flecken sind, die aussehen als hätte dort gerade eine Messerstecherei statt gefunden. Aber nein! Die Burmesen lieben das Kauen von sogenannten Bethelnüssen. Die wirken wohl aufputschend und sind da total der Renner.

Der Nachteil von diesem Zeug ist, dass die Leute aussehen wie Zombies, sobald der Mund aufgemacht wird. Total abartig, die Zähne meist schon weg gekaut und dann alles rot, so als hätten die gerade jemanden aufgefressen iiiiih!!! Nach dem Kauen wird dann erstmal schöööön lang die Rotze hoch gezogen und dann wird der rote Speichel schön auf den Boden gerotzt, überall hin, ob Mann oder Frau, egal, alle machen es!

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Zweiter Nervfaktor, neben der Rotzgeräuschkulisse, war der ständige Dreck und Staub überall. Müll liegt auch überall rum und wird auch einfach achtlos überall hin geschmissen. Schlimm! Verbrennen tun die dann auch alles, von Plastik über Gummi bis zu Laubblättern, ein toller Geruch ist das dann! Wir hatten ein Mal in Bagan unsere Klamotten gewaschen und dann raus auf den Balkon gestellt und am nächsten Morgen wunderten wir uns warum die so abartig nach Rauch gestunken haben. Wir hatten erst die Nachbarn in Verdacht, dass die unsere Sachen mit Zigarettenqualm eingeraucht hätten, aber als wir dann den verbrannten Plastikgeruch wahrnahmen, stellten wir fest, dass das davon kam! Bäh! Naja und wie gesagt, war es fast überall total staubig, in Bagan war es richtig schlimm. Wenn wir zu Fuß unterwegs waren, hab ich mir jedesmal ein feuchtes Tuch um Mund und Nase gehalten, wenn ein Auto vorbei kam, weil die dann den ganzen Staub aufgewirbelt haben und wir haben das direkt ins Gesicht bekommen. Geil! Wenn es dort diese asiatischen Mundmasken gegeben hätte, ich hätte mir eine gekauft!

Das war aber auch das einzig negative was mir dort so aufgefallen ist, ansonsten war es wirklich richtig richtig toll dort zu sein und wir haben auch, für die kurze Zeit dort, viel erlebt! Nun bekommt ihr auch endlich die Kamerafotos zu sehen, da ich tatsächlich mal sehr gutes Internet habe.

Falls ihr Fragen oder ähnlich habt, sagt Bescheid.

Yangon (Rangung) – Die ehemalige Hauptstadt

Shwedagon Pagode

Circle Train Eindrücke und Streetfood

Markttage in Myanmar

Zauberhaftes Bagan

Trekking-Tour Kalaw, Orte der Entschleunigung

Inle Lake – Ein kleines Wasserparadies

Unsere Ausgaben in Myanmar

In den Hotels, bzw. Gästehäusern war bereits immer ein Frühstück inklusive, meist sehr einfach, aber es hat schon mal eine Mahlzeit gespart, die man kaufen muss. Wasser kostet in Myanmar zwischen umgerechnet 18 – 50 Cent, Abendessen gibt es auch schon ab umgerechnet 50 Cent, je nachdem wo man isst. Ich habe unsere Kosten für Essen und Einkäufe mal raus genommen, da wir mal so mal so gegessen haben. Streetfood hatten wir schon für 20 Cent bekommen, das war eine kleine Portion, aber es gab auch schon große Reisportionen mit Gemüse für 90 Cent. Westliches Essen ist natürlich teurer, für ein Pizza Hut Menü (für 2 mit Getränken) zahlten wir mal 13 Euro zusammen. Bier gibt es für etwa 50 Cent. Souvenirs und Einkäufe im Supermarkt für Soft Drinks, Hygieneartikel und ähnliches habe ich jetzt auch nicht mit eingefügt, da es ja jedem selbst überlassen ist, was er da so ausgibt. Ich hab mir meine tägliche Cola oder Sprite sehr gerne gegönnt, Knabberzeug gab es auch gelegentlich und kostet umgerechnet auch meist nicht so viel. Also die folgende Aufstellung sind Kosten für Hotels, Busse, Taxen und Eintrittspreise. Alle Kosten sind bereits für 2 Personen berechnet.

Yangon (Eine Nacht)

Taxi Flughafen – Stadt 10000 Kyat
Hotel (1 Nacht) 18000 Kyat
Shwedagon Pagode Eintritt 20000 Kyat
Taxi zum Busbahnhof 6000 Kyat
JJ Express Bus Yangon – Bagan 32 EUR
Gesamt 64 EUR

Bagan (Zwei Nächte)

Taxi in die Stadt 6000 Kyat
Aussichtsturm (2 Mal besucht) 20 USD
Hotel 50 USD
Fahrräder 4000 Kyat
Busticket Mandalay 18500 Kyat
Gesamt 74,11 Euro

Mandalay (Eine Nacht)

Hotel 23500 Kyat
TukTuk 4600 Kyat
Bus nach Kalaw (Shwe Mandalar Express) 13,28 USD
Taxi 2000 Kyat
Gesamt 29,03 Euro

Kalaw (Zwei Nächte) + Trekkingtour zum Inle Lake

Hotel 60000 Kyat
Trekkingtour A1 (2 Tage, 1 Nacht, inkl. 2 x Mittag, 1 x Frühstück, 1 x Abendessen. Bootsfahrt Inle Lake) 120 USD
Gesamt 133,81 EUR

Inle Lake (Zwei Nächte)

Hotel 32 USD
Bus Full Moon Express nach Yangon 30 USD
Gesamt 50,33 Euro

Yangon (Eine Nacht)

Öffentlicher Bus ins Zentrum 400 Kyat
Hotel (inkl. Gratis Shuttle zum Flughafen) 16 USD
Circle Train 400 Kyat
Gesamt 13,48 Euro

Für Hotels, Transportmittel, Eintrittsgelder und die Wandertour haben wir also für 14 Tage 364,76 EUR zusammen ausgegeben, das macht 182,38 EUR pro Person, also Tagesbudget von 13 EUR knapp bei einer Reise zu zweit. Hinzu kommen natürlich noch Ausgaben für Abendessen, Souvenirs, evtl. Kleidung, Postkarten und ähnliches. Das E-Visum für Myanmar kostet umgerechnet knapp 40 EUR. Eine Postkarte mit Briefmarke nach Europa etwa 80 Cent. Eine günstige Mahlzeit kostet etwa einen Euro und wenn man sich mal ein schönes Abendessen gönnen möchte, zahlt man so um die 4 EUR mit Getränken. Auf dem Markt gibt es zum Beispiel Dragonfruits für 90 Cent pro Stück und Souvenirs, wie die Shwedagon Pagode (als Miniatur) und eine Elefantenfigur haben wir für umgerechnet 6,36 Euro bekommen.

Für ungefähr 12 Euro habe ich noch zwei Chill-Hosen, zwei Paar Sonnenbrillen, drei Paar Socken, eine warme Jogginghose und neue Flip Flops erstanden.

Ansonsten haben wir noch Geld in den Supermärkten für Sonnencremes (5 Euro), Snacks, Wasser, Softdrinks, Bier und Taschentüchern gelassen. Aber das sind ja alles Sonderausgaben, deswegen habe ich die nicht mit eingerechnet, da es eher persönliche Kosten sind. In Bagan haben wir übrigens auch die Tourismusgebühr von etwa 25 USD gespart. Wir sind mit dem Nachtbus angekommen und dort war kein Ticketoffice und gefragt wurden wir auch nicht danach – also knapp 20 Euro gespart 😉 Natürlich hätten wir es auch bezahlt, wenn wir irgendwo nach dem Ticket gefragt worden wären haha.

Weiterhin muss man für den Inle Lake eine Gebühr in Höhe von 10 USD zahlen, wir machten das direkt bei unserer Wandertour.

Ich hoffe der Eintrag hat ein wenig weiter geholfen, bei einer Planung für eine Myanmar-Reise. Wie gesagt, falls noch Fragen sind oder ihr Anmerkungen habt, einfach ein Kommentar hinterlassen!

Manja

Unsortiert

Trekking-Tour zum Inle Lake


28.02.2018, 18:45 Uhr

Hallo ihr Lieben und seid gegrüßt aus dem Nachtbus Richtung Yangon. Kaum zu glauben, dass die Zeit in Myanmar schon fast vorbei ist!

Wir sind gerade unterwegs zum letzten Stop, draußen dämmert es gerade, die tolle Landschaft fliegt vorbei an uns und es könnte so wunderschön sein, WENN nicht seit bereits 45 Minuten non-stop Justin Bieber Musikvideos auf dem TV im Bus laufen würden. KOOOOTZ!

Naja, hier nun der Rückblick unserer vergangenen Tage. Beim letzten Eintrag waren wir gerade abends in Mandalay angekommen. Kurz bevor wir die Stadt erreichten, konnten wir in einen kostenlosen Shuttlebus wechseln, welcher direkt in die Stadt fuhr, der andere fuhr weiter zum Busbahnhof außerhalb der Stadt. Anhand von MapsMe überprüften wir, wo wir waren und wie weit entfernt vom Hotel wir waren. Als es nur noch wenige Gehminuten waren, hielt der Bus auch zum ersten Stop an und hier stiegen wir aus. In der Eile passierte es dann, ich ließ mein Lieblingsarmband im Bus hängen. Ich hatte es kurz abgenommen, zum eincremen und dann in der Hektik und im Dunkeln nicht mehr gesehen. Merken tat ich es erst, als wir schon auf halber Strecke zum Hotel waren. Schnell liefen wir den Weg zurück, der Bus war aber leider schon weg. Wir wussten, dass als Endhaltestelle der Bahnhof angegeben war, also schnappten wir uns schnell ein Taxi dahin. Es war eigentlich direkt um die Ecke, aber von einem Bus keine Spur. Wir entschieden dann erstmal ins Hotel zu gehen und von dort das Bauunternehmen zu kontaktieren.

Im Hotel angekommen und eingecheckt, schilderte ich dem netten Mitarbeiter was passiert war. Der rief sofort bei JJ Express an und erklärte die Sache. Sie würden danach suchen hieß es, schwierig war allerdings, dass wir ja unterwegs den Bus gewechselt hatten und dort auch keine Sitznummer hatten. Naja, der Hotelmitarbeiter war sowas von freundlich und hilfsbereit und meinte wir sollen uns jetzt erstmal ausruhen und die vom Bus würden sich bei ihm melden.

Machten uns im Zimmer dann etwas frisch und da wir noch nix außer Frühstück an dem Tag hatten, liefen wir nochmal los. Fanden aber rein gar nix, wo man essen konnte, bzw. nur sehr zwielichtige Lokalitäten und entschieden uns dann für Instantnudeln ausm Supermarkt.

Die kochten wir dank Wasserkocher im Zimmer auf und setzten uns dann noch hoch auf die Dachterrasse.

Völlig platt ging es dann ins Bett, wo ich noch eine Weile um mein Armban trauerte.

Am nächsten Morgen schliefen wir aus und dann gab es wieder gratis Frühstück, diesmal auf dem Dach. Wie üblich Toast, Spiegeleier und Marmelade. Diesmal gab es aber auch Reis und so was, naja zum Frühstück muss das für mich nicht sein.

Dann chillten wir noch eine Weile auf dem Zimmer und 12 Uhr checkten wir aus. An der Rezeption gab es schlechte Neuigkeiten, kein Armband wurde gefunden 😦 Da wir für abends einen Nachtbus nach Kalaw gebucht hatten, entschieden wir, einfach eher zum Busbahnhof zu fahren und dort selbst nachzufragen.

Die Zeit bis dahin verbrachten wir mit einem Spaziergang durch Mandalay. Auch diese Stadt ist laut, dreckig, stinkt und man bekommt permanent Staub in jede Pore. Unterwegs gingen natürlich meine Flip Flops noch kaputt und ich musste bei der Brut meine Chucks anziehen, prima! Naja landeten schließlich auf einem Markt, wo wir gemütlich das Treiben beobachteten, Früchte erstanden und die Zeit dort genossen. Als wir uns satt gesehen hatten, setzten wir uns an eine ruhige Ecke und verspeisten unser Lieblingsobst, Dragonfruit! Beobachtet wurden wir von ein paar Kindern, denen wir dann kurzerhand zwei von unseren Früchten schenken. Das Lachen was sie uns schenkten, war Gold wert!

Dann liefen wir langsam zurück. Am Bahnhof hatten wir am Vortag ein paar Shoppingcenter gesehen. Dort wollten wir irgendwo was essen und der Hitze entfliehen. Leider gab es in dieseb Einkaufszentren kein Essen, nicht mal ein Café sondern nur Schuhläden und anderen Kram. Mist! Naja, wenigstens ne Toilette gab es. Als wir nach weiterem Laufen immer noch nix fanden, entschieden wir uns ein Taxi zu der Stelle zu nehmen, wo wir den Bus gewechselt hatten, vielleicht würde ja das Shuttle wieder da sein. Fanden eine Art TukTuk und wieder mal waren wir überrascht von der Freundlichkeit der Burmesen. Der Fahrer verstand kaum Englisch, rief aber sofort jemanden an, der dann auch zu uns kam und ihm erklärten wir, wo wir hin wollen. So klappte dann auch alles und kurz darauf fanden wir uns an der Stelle wieder, wo wir gestern ausgestiegen waren. Da es noch ziemlich zeitig war, setzten wir uns zu einer burmesischen Familie, die einen kleinen Stand da betrieb. Ein paar Hühner leisteten uns noch Gesellschaft und später auch noch ein paar Kühe. Marco bestellte sich dann noch eine Portion Reis dort und wir sahen noch einen schönen Sonnenuntergang. Dann kam endlich irgendwann das Shuttle und es war sogar der gleiche Fahrer. Auf dem Handy zeigten wir Bilder vom Armband und auch der Mann war wieder so was von hilfsbereit. Sofort rief er diverse Leute an, fragte nach, ließ uns durch den Bus gehen etc. Leider war das alles nicht erfolgreich, es sollte einfach nicht mehr auftauchen. Auch toll war, dass wir dann mit einem der Busse direkt bis zum Busbahnhof mit genommen worden sind. Dort starteten wir einen letzten Versuch, wieder mit extrem hilfsbereiten Leuten, aber leider hoffnungslos. Das Armband war weg und ich sehr traurig. Naja, wir haben alles versucht, mehr konnten wir nicht mehr tun.

Fragten uns dann durch, bis wir unser Busunternehmen für die Fahrt nach Kalaw gefunden hatten und setzten uns da dann hin.

Dort feierte einer der Mitarbeiter seinen Geburtstag und wir bekamen sogar ein Stück Torte ab. Voll nett! Diesmal fuhren wir mit Shwemingalar Express und zahlten gerade mal 13 USD zusammen für die Fahrt, das sind ca. 5,30 Euro pro Person.

Der Bus war genauso komfortabel wie der deutlich teurere JJ Expressbus, der mehr als doppelt so teuer gewesen wäre. Nur extrem kslt war es während der Fahrt, wir mussten uns mit allem Einhüllen was wir so da hatten, zum Glück gab es noch Wolldecken, sonst wären wir echt erfroren, so stark blies die Klimaanlage. Achja und die ersten beiden Stunden wurden wir mit burmesischer Karaoke gequält, Jenny und mein Auftritt in Prerow ist Grammy-Würdig gewesen, im Vergleich zu dem Gejaule!

Der nächste Kälteschock kam dann in Kalaw, wo wir statt 6 Uhr morgens, 2:45 Uhr ankamen! Es waren gerade mal 7 Grad!!!! Noch nie habe ich Asien so gefroren wie dort! Wir wussten ja, dass es im Norden kühler sein würde, aber 20 Grad Unterschied waren dann schon krass! Wir zogen uns also erstmal alles an, was wir dabei hatten (was nicht viel war, da unser Hauptgepäck in Bangkok auf uns wartet) und suchten dann unser Hotel, in der Hoffnung, dass da jemand wach ist. Ich hatte zwar bei booking.com angegeben, dass wir schon am frühen Morgen ankommen, aber nicht, dass wir mitten in der Nacht schon da sind.

MapsMe schickte uns natürlich erstmal in die falsche Richtung. Aus irgendwelchen Gründen wurde unser Hotel drei Mal in dieser Stadt angezeigt und wir liefen natürlich erstmal zum falschen. Wurden in irgendwelche Gassen gelotst, wo wir erstmal von einem Rudel Straßenhunden umzingelt wurden, die dann die Halbe Nachbarschaft wach kläfften. Bloß weg hier dachte ich und schnell liefen wir zurück zur Hauptstraße, wohin die Hunde auch noch kamen und weiter Terror machten. Liefen also schleunigst weiter und versuchten die andere Option auf MapsMe zu finden. Und siehe da, unser Hotel war genau dort, wo uns der Bus raus gelassen hatte!! Naja ein bisschen Abenteuer 3 Uhr nachts schadet ja keinem.

Das Tor zum Hotel war leider zu und auf unser Klingeln reagierte keiner. Klar war ja auch erst 3:30 Uhr. Zum Glück gab es eine Bank, die etwas windgeschützt lag und dort kuschelten wir uns hin. Als Decken dienten unsere Handtücher, Marco bekam noch ne lange Chill-Hose von mir und dann versuchten wir uns warme Gedanken zu machen. Fast eine Stunde verbrachten wir so und 4:30 Uhr klingelten wir dann nochmal. Und tatsächlich! Der Besitzer war schon auf den Beinen und wir durften sogar schon ins Zimmer. Juhu! Dort ging es nur noch schnell unter die heiße Dusche und dann ab ins kuschelige Bett.

Als wir ausgeschlafen hatten, liefen wir zu einem Café, um erstmal zu frühstücken und dann erkundeten wir die süße, kleine Bergstadt. Tagsüber ist es hier zum Glück auch warm, aber nicht so brütend heiß wie im Süden.

Als die Mägen gefüllt waren, wollten wir mal wieder den Markt ausfindig machen und dort verbrachten wir den Nachmittag. Ich erstand noch eine „Adidas“-Jogginghose für die kalte Nacht und zahlte nicht mal 1,50 EUR dafür. Bissl kurz an den Knöcheln aber wenigstens passt sie sonst, Marco fand leider nix passendes. Dann erstanden wir mal wieder ein paar leckere tropische Früchte und voll bepackt ging es in der Dämmerung zurück zum Hotel. Dort packten wir uns wieder warm ein, denn sobald die Sonne weg war, wurde es merklich kühler.

Abends gingen wir dann ein ein burmesisches Restaurant, ein Stück die Straße runter. Das Essen war ok, leider wieder sehr ungewürzt, aber es war billig und hat satt gemacht.

Am nächsten Tag wechselten wir unser Zimmer, da wir spontan eine Nacht länger bleiben wollten und konnten nach dem ausgiebigen Frühstück (im Hotel inklusive) schon umziehen. Dort haben wir dann erstmal Wäsche per Hand gewaschen und hatten zum Glück einen Außenbereich, wo wir es hin hängen konnten. Dann liefen wir in die Stadt, weil wir unsere Trekkingtour zum Inle Lake buchen wollten. Entschieden uns für die Agentur A1 Trekking, über die ich schon positive Berichte im Internet gelesen hatte.

Nachdem wir mit dem Angestellten dort quatschten und uns informiert hatten, buchten wir für umgerechnet 50 EUR pro Person, eine private Tour. Inkludiert war hierbei ein zwei-tägiger Trek, alle Mahlzeiten und eine Übernachtung in einem Bergdorf.

Als alles geklärt war, machten wir uns auf den Weg, um zu den „60 Buddhas“ zu laufen, die etwas in den Bergen zu finden waren. Liefen durch die kleine Stadt und waren bald in einer ruhigeren Gegend, wo wir die Natur genossen und nach ein paar Kilometern dann bei den Buddhas ankamen. Die stehen alle auf einem Hügel hinter einer Pagode und sind alle unterschiedlich vom Aussehen her. Eine tolle Aussicht von da oben hatten wir auch noch und somit hatte sich dieser Ausflug schon mal gelohnt.

Dann ging es zurück zum Hotel, wo wir erstmal unser Obst verspeisten und einen burmesischen Stummfilm anschauten. Ich war etwas platt und legte mich ne Weile hin, während Marco sich draußen etwas sonnte.

Als ich genug gelesen hatte, gesellte ich mich eine Weile hinzu und bald war es auch schon wieder am dämmern und unsere Mägen am knurren.
Diesmal entschieden wir uns für Indisch und es war total lecker!!! Haben uns verschiedene Portionen bestellt und die dann geteilt, mmmmh ein Traum!

Dann war es auch schon wieder Zeit fürs Bett. Packten nur noch die Sachen für unsere Tour zusammen, da wir nur einen Rucksack mit ein paar Klamotten, Wertsachen und meiner Kamera mitnahmen. Der andere Rucksack würde direkt in unser Hotel am Inle Lake gebracht werden.

Nach dem Frühstück am nächsten Morgen machten wir den Rest noch fertig und 8:30 Uhr wartete auch schon unser Guide Bill auf uns, ein 20-jähriger Burmese. Mit dem Auto ging es dann erstmal ne halbe Stunde aus der Stadt raus und 9 Uhr starteten wir dann mit unserer Wanderung. Ich bin total froh, dass wir uns für die private Tour entschieden hatten, somit konnten wir das Tempo bestimmen und die Ruhe genießen.

Der erste Tag war etwas anstrengend, es war brütend heiß und es ging eigentlich fast nur bergauf. Aber die Landschaft war einfach toll! Wir waren in der Trockenzeit da und der Reis war schon abgeernet und es war alles eher braun als grün, aber es war trotzdem total idyllisch! Wir liefen vorbei an Feldern, Wäldern, kleinen Dörfchen, wo die Menschen ihre Felder bearbeiteten und genossen die Ruhe und die Ausblicke.

Die erste kurze Teepause hatten wir in einem Dorf, wo das sogenannten PAO Volk lebt, die Frauen dort tragen alle schwarze Kleidung und leuchtende Turbane. Eine ältere Frau webte gerade eine der Taschen, die von den Stammesfrauen mit ihrer Tracht getragen werden.

Dann ging es wieder ein paar Stunden weiter und gegen 12 Uhr erreichten wir dann ein Dorf, wo wir unser Mittagessen bekamen. Ich war schon ziemlich knülle, es war so heiß und der Weg war manchmal echt