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Die Heimat neu entdecken


16 Jahre ist es her, dass ich aus meinem Heimatdorf in die große weite Welt hinaus gezogen bin! Nun bin ich also wieder hier, zwar nicht im Heimatdorf, aber der Kleinstadt direkt daneben haha! Wer hätte das ein mal gedacht! Aber ich find es herrlich wieder zurück zu sein, auch wenn manche Sachen, nach so vielen Jahren in Großstädten und im Ausland, sicher eine Umgewöhnung werden!

Die lange Reise gehört ja leider mittlerweile schon wieder der Vergangenheit an, aber trotzdem will ich hin und wieder mal ein paar updates hier einstellen, wahrscheinlich werden es nur ein paar Bilder hin und wieder sein, viel interessantes zu schreiben gibt es nicht wirklich, der Alltag ist halt auch wieder eingekehrt! Ich arbeite seit Mitte September wieder Vollzeit und der Job macht mir richtig Spaß, ansonsten genieße ich es, wieder ganz in der Nähe meiner Familie zu wohnen! Keine 3 Stunden Fahrt von Berlin oder 2.5 Stunden Flugzeit aus Dublin mehr!!! Wir haben auch schon einiges unternommen, Marco muss ja seine neue Heimat nun auch kennenlernen, er kommt ja ursprünglich aus BW!

Also hier nun ein paar Bilder, von den Unternehmungen hier!

Die Bilder vom letzten Asien-Blog hab ich übrigens auch endlich hoch geladen!

Die wunderschöne Sächsische Schweiz, Wanderausflug am 31.10.2018

Mehr Bilder folgen demnächst, hab den Rest auf der guten Kamera 🙂

Bis bald xx

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Von Zügen und Tempeln


13.03.2018, 09:19 Uhr

Moin Moin ihr Lieben!

Ich schicke euch mal wieder ganz viele Grüße aus Thailand. Momentan sitzen wir im Bus Richtung Chiang Rai, nachdem wir eine tolle Woche in Chiang Mai verbracht haben.

Nun aber erstmal zurück nach Myanmar, wo mein letzter Eintrag endete. Nachdem wir morgens dann endlich in Yangon angekommen waren, suchten wir erstmal nach eine günstigen Möglichkeit in die Stadt zu kommen. Taxen sind zwar im Vergleich zu Deutschland sehr günstig, aber für die Verhältnisse dort, sehr teuer. Anhand von MapsMe sah ich, dass es ein Shuttlebus in die Stadt gibt und auch öffentliche Busse fahren. Als erstes steuerten wir das Shuttle an. Eigentlich war der Preis eigentlich 1000 Kyat, doch der Preis änderte sich stetig nach oben und war auf einmal 2000 Kyat. Darauf hatten wir keine Lust und liefen also rüber, wo wir die normalen Buslinien fanden. Dort fragten wir kurz nach und fanden heraus, dass gleich ein Bus in Richtung Sule Pagode abfahren sollte und das für nur 200 Kyat pro Person juhu! Unser Guesthouse lag nicht weit entfernt von der Pagode, also stiegen wir ein und fuhren ala einzige Westler mit den Einheimischen etwa eine Stunde in die Stadt.

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Dort fanden wir auch schnell unsere Unterkunft, checkten ein und machten uns etwas frisch und dann ging es erstmal los um Frühstück zu finden.

Fanden auch schnell ein Café, allerdings war die Speisekarte etwas unüblich für ein Café, denn es gab nix, was wir gern zum Frühstück gegessen hätten. Also blieb es bei nem Kaffee und dann wanderten wir weiter zum Bahnhof. Dort wollten wir den Circle Train nehmen. Das ist ein Zug der, innerhalb von ca. 3 Stunden, einmal rund um Yangon fährt, im Kreis, deswegen Circle. Die Tickets kosteten nur 200 Kyat, was gerade mal 12 Cent sind, für 3 Stunden Fahrt!

Im dritte Klasse Waggon nahmen wir dann Platz auf einer langen Sitzbank, die es links und rechts im Wagen gab. Dort verbrachten wir dann drei Stunden und beobachteten die Menschen im Zug und die Stadt draussen. Drinnen war es auf jeden Fall interessanter. Diverse Händler liefen andauernd durch den Zug und versuchten ihre Waren zu verkaufen. Von Obst über gekochten Mais bis hin zu gekochten Eiern, war alles dabei. Auch Eis gab es und Wasserflaschen durften auch nicht fehlen. Am besten verkaufte sich allerdings der gekochte Mais. Ein paar Frauen neben uns, kauften gefühlt bei jedem Händler ein. Manche von den Verkäuferinnen trugen ihre Waren übrigens auf dem Kopf, so hatten sie die Hand frei, um einen kleinen Plastikhocker zu tragen, worauf sie sich beim Verkauf dann setzten oder um einfach mal ne Pause zu machen. Die Fahrt war auf jeden Fall total interessant. Auch das Treiben an den diversen Halten zu beobachten, machte total Spaß. Leider sind die Bilder von außen nicht so toll, da die Scheiben total zerkratzt waren! Nach knapp drei Stunden waren wir dann wieder zurück und dann auch froh, denn langsam wurde es unbequem und total warm. Außerdem hatten wir Hunger, da im Zug wollten wir nix essen und so machten wir uns auf die Suche.

Fanden dann ein Lokal wo wir ein Sandwich aßen und dann liefen wir zurück zum Hotel, da wir noch das kostenlose Shuttle zum Flughafen buchen wollten. Zwar ging das schon 6.30 Uhr morgens und wir hätten dann sehr viel Zeit am Flughafen, aber es war kostenlos 😉

Als das geklärt war, machten wir ne kurze Pause und liefen dann mal wieder zur Shwedagon Pagode. Marco wollte sich da noch ein Souvenir holen. Da er aber kurze Hosen und ein Ärmelshirt anhatte, blieb ich im Park davor und gab ihm meinen Sarong. Denn Schulterfrei kommen auch Männer nicht rein! Während Marco also nach Souvenirs stöberte, chillte ich im Park und schrieb den Blogeintrag vom letzten Mal für euch zu Ende.

Als er dann alles besorgt hatte, liefen wir zurück in unser Viertel und diesmal gab es auch Streetfood für uns. Aber nur einen vegetarischen Eierkuchen der frisch an der Straße zubereitet wurde und irgendwelche anderen undefinierbaren Teigteile, alles ohne Fleisch, soviel Mut hatten wir dann doch nicht. Dann kauften wir noch etwas Obst ein und zurück ging es zum Hotel, wo wir schnell noch aßen und nach einer Dusche dann todmüde ins Bett fielen.

Am nächsten Morgen ging es dann 6 Uhr raus und wir packten den restlichen Kram zusammen. Marco frühstückte noch was, aber ich konnte um die Zeit noch nix essen, wir hatten aber noch Sandwiches für später mit.

Dann ging es zum Flughafen, wo man direkt beim Betreten durch eine Security-Kontrolle musste. Als wir das sahen, blieben wir lieber noch draußen, da wir noch Wasser dabei hatten. Nutzten dann für ne Stunde das Flughafen-Wifi und dann wollten wir mal rein, da ich auch auf Toilette musste. Also Taschen durch die Kontrolle, Körperkontrolle und dann waren wir drin. Unser Wasser kam problemlos mit.

Nach dem Toilettengang sahen wir dann, dass wir im falschen Terminal waren. Also wieder raus und 5 Minuten weiter zum richtigen Terminal. Dort wieder Security und Körperbetastung und dann waren wir drin. Nur, dass es in diesem Terminal absolut NICHTS gab! Bei dem, wo wir vorher waren, gab es noch Cafés und Shops, hier ear gähnende Leere. Unten die Check-in Schalter und oben die Passkontrolle, super! Naja also warteten wir darauf, dass unser Schalter mal aufmachte und haben gelesen und etwas von unseren Vorräten gegessen.

Endlich war es dann 10 Uhr und wir konnten einchecken. Natürlich hatten wir mal wieder die langsamste Schlange erwischt. Als das endlich geschafft war, ging es durch die Passkontrolle, danach kam nochmal eine Sicherheitskontrolle und dann waren wir im Bereich der Gates. Viel gab es dort auch nicht, außer einem Café, wo ein Kaffee 6 USD kostete und ein paar Souvenirläden.

Naja, irgendwie verging dann die Zeit endlich und das Boarding für unseren Flug nach Thailand ging los. Natürlich mussten wir vorher aber nochmal durch eine Sicherheitskontolle!

Der Flug selbst ging wieder ganz schnell rum und schon standen wir wieder in Thailand und bekamen nen weiteren Stempel in den Pass. Dann suchten wir den öffentlichen Bus, unser Hotel lag im Stadtteil Sukhumvit (wo unser Gepäck noch lagerte) und wir wollten bis zur S-Bahmstation mit dem Bus fahren, weil das wieder günstiger als Taxi war.

Der Bus kostete 30 Baht pro Person und dann stiegen wir um in die Bahn, die auch nur XXX Baht kostete. Unser Hotel lag zum Glück auch gleich bei einer Haltestelle und wir konnten direkt einchecken. Machten uns wieder frisch und wollten dann noch etwas raus und auch etwas zu essen finden.

Diesmal lechzten wir nach einem guten westlichen Subway! Unweit vom Hotel fanden wir dann den Sandwichladen und ließen es uns schmecken.

Dann schlenderten wir weiter entlang kleiner Marktstände und landeten nochmal in einem Big C, einer Supermarktkette in Asien. Dort erstanden wir wieder Früchte und ein bisschen Zeug, was wir noch brauchten und dann liefen wir wieder zurück zum Hotel, wo wir den Abend dann noch entspannten.

Nachdem wir ausgeschlaffen hatten und alles wieder zusammen gepackt war, checkten wir aus und liefen dann in Richtung Storage. Es waren nur 6 oder 7 km, da konnten wir das Taxi auch sparen. Nach ner Stunde kamen wir an einer kleinen Halle vorbei, wo es alles mögliche an Essen gab. Dort entschieden wir uns zu „frühstücken“ und bestellten beide Pad Thai und dazu vietnamesische Sommerrollen, mmmmh, perfekt!

Dann schleppten wir uns weiter durch die Mittagsbrut Bangkoks und kamen endlich am Storage an. Nahmen da unsere Rucksäcke entgegen, packten nochmal etwas um und fuhren dann per Taxi zum Hauptbahnhof.

Dort kauften wir Tickets für den Zug nach Ayutthaya, der lächerliche 12 Baht kostete, also 31 Cent.

Die Zugfahrt war richtig schön, sobald man aus Bangkok raus kam, gab es rechts und links viel Natur zu sehen. Herrlich!

Nach knapp 2 Stunden waren wir dann auch schon da und liefen zu einem kleinen Steg, von wo Boote auf die andere Uferseite übersetzten, denn dort lag unser Hotel. Die Fahrt kostete gerade mal 5 Baht. Drüben angekommen schnauften und hechelten wir uns bis zum Hotel, wo wir uns erstmal ausruhten. Abends wollten wir dann über den Markt schlendern und dann auch zum Nachtmarkt laufen. Der war richtig toll! Soviel leckere Auswahl an Essen und anderer Schnickschnack, den fand ich echt am Besten bis her. Machten uns erstmal einen Überblick und stellten wir uns ein Abendmenü zusammen, an den verschiedenen Ständen. Obst gab es natürlich auch wieder en masse und als Krönung gab es noch einen Hello Kitty Pancake am Stiehl für mich 😀

Nach dem Geschlemme ging es zurück zum Hotel, wo wir noch eine Weile draußen chillten und leckeres Obst aßen.

Als wir am nächsten Tag ausgeschlafen hatten, bedienten wir uns am kostenlosen Frühstück (Toast, Marmelade, Kaffee) und dann wollte ich einfach mal etwas chillen und gar nix machen. Marco ging joggen und ich gammelte auf dem Bett und sortierte Fotos aus Myanmar und schrieb den Blogeintrag darüber, da das Internet mal gut war. Als Marco zurück war, liefen wir wieder zum Boot, da wir beim Bahnhof nach Tickets für den Nachtzug, für den nächsten Abend, nach Chiang Mai schauen wollten. Doch wie immer hatten wir Pech mit dem Zug und alles war voll. Also hieß es wieder Bus fahren, juhu! Kauften die Tickets, nachdem wir was zum Mittag gegessen hatten und dann liefen wir weiter, um uns ein paar der Tempel anzuschauen. Die Tempel in Ayutthaya erinnern mich übrigens total an Angkor Wat, richtig schön! So verbrachten wir dann den Nachmittag und abends gingen wir wieder auf den Nachtmarkt, um uns wieder mit Leckereien einzudecken.

Der nächste Tag begann wieder mit einem Frühstück und dann machten wir wieder alles fertig und checkten aus. Frische Wäsche hatten wir nun auch wieder, denn wir gaben ca. 7 kg zum Waschen ab! Da wir mit dem Nachtbus nach Chiang Mai fahren wollten, hatten wir noch viel Zeit und liefen zu einem anderen Hotel. Dort konnte man gegen eine Gebühr den Pool benutzen und das war unser Plan für den Rest des Tages!

Verbrachten dort die Zeit bis 19 Uhr und genossen das kühle Wasser bei der Hitze. Besser geht es kaum. Es gab dort sogar duschen und somit konnten wir uns gleich nochmal etwas frisch machen. Liefen dann wieder Richtung Gästehaus, wo unser Gepäck lagerte und aßen gegenüber noch zu Abend. Dann chillten wir noch bis 22 Uhr beim Hotel und schon kam unser Tuk Tuk, welches uns im Affentempo zum Busbahnhof brachte.

Dort warteten wir noch ne ganze Weile und dann kam endlich der Bus. Und ich muss sagen, wir waren wirklich positiv überrascht. Die Sitze waren richtig bequem, man hatte total viel Platz unf es gab sogar ne Massagefunktion in der Lehne. Genial. Es gab auch wieder Snacks, Wasser und Decken und wir haben wirklich fast die gesamte Fahrt durch geschlafen.

Morgens kamen wir dann in Chiang Mai an und wurden direkt von Tuk Tuk Fahrern belagert und nach etwas handeln fanden wir dann einen der uns zum Guesthouse brachte. Dort checkten wir gleich ein und nach ner Dusche ging es nochmal für ein Nickerchen ins Bett. Nachmittags liefen wir dann in Richtung Old Town, allerdings erstmal ne Stunde in die falsche Richtung haha. Naja is ja nix neues bei mir. Als wir schließlich den richtigen Weg gefunden hatten, schlenderten wir dort ein wenig durch die Gegend und dann ging es nochmal in einen Big C, weil wir noch ein paar Sachen für unsere Wohnung besorgen wollten.

Dann ging es zurück ins Hotel, von wo ich dann nochmal allein los ging, um mir nochmal eine schöne Massage zu gönnen. Abends liefen wir dann zum Chiang Mai Bazaar. Allerdings verfehlte der unsere Erwartungen. Wir dachten es wäre auch ein toller Nachtmarkt, aber es stellte sich dann eher als Touristen -und Souvenirmeile heraus. Darauf hatten wir nicht so Lust und kauften uns nur noch ein paar Sandwiches und dann ging es ab ins Bett.

Morgens packten wir mal wieder unsere 7 Sachen und dann schnappten wir uns ein rotes Sammeltaxi und für 120 Baht wurden wir zu unserer Wohnung für die nächsten 6 Tage gebracht.

Wir wollten einfach mal wieder eine kurze Zeit „normal“ leben und mieteten und über Airbnb ein Studio etwas außerhalb von der Stadt.

Und es war einfach herrlich! Wir hatten eine kleine Wohnung im 6. Stock einer Apartmentanlage, mit Balkon und Blick auf die Berge um Chiang Mai. Die Sonnenuntergänge da werde ich wohl nie vergessen! Herrlich! Dazu gehörte noch ein großer Pool und ein kleines Fitnessstudio, welches ich natürlich nicht benutzt habe, haha. Am wichtigsten war uns aber, eine Küche zu haben, wo wir uns endlich mal wieder selbst versorgen konnten.

Nachdem wir also angekommen waren, marschierten wir dann zum nächsten Big C, da man dort die beste Auswahl hat. Leidet war der 7 km weit entfernt, naja…. Kauften dann groß ein und ich gönnte mir sogar mal ne Flasche Wein (die Weinpreise hier haben irische Verhältnisse), doch leider wurde der mir an der Kasse wieder abgenommen. Alkohol wird in Thailand nur zwischen 7 – 14 Uhr und ich glaub dann wieder 17 bis 22 Uhr verkauft. Die Uhr las 14:15 Uhr….Ich hätte kotzen können. But it’s the laaaawww wurde mir gesagt. Na denn!

Mit vollgepackten Händen und meinem Rucksack ging es dann auf den Heimweg. Noch nie habe ich mein Auto so vermisst wie da! Es war brütend heiss und auch kein Taxi in Sicht. Also schliffen wir uns die Straße weiter. Und dann, als ich mich gerade schmollend auf den Boden werfen wollte, hielt auf einmal ein Auto! Eine Thailänderin fragte uns, ob sie uns mit nehmen kann! So nett! Es stellte sich heraus, dass der Kindergarten ihres Babys gleich bei unserer Anlage war und somit fuhr sie uns bis quasi zur Eingangstür! Wow! So viel Freundlichkeit, wir waren ihr echt mega dankbar!

Als wir die Einkäufe verstaut hatten, ging es direkt in den erfreulich frischen Pool und abends kochte ich dann ENDLICH mal wieder. Nach fast zwei Monaten Abstinenz gab es unsere geliebten Spaghetti mit der Tomatensoße die wir immer selbst machen. Soooo LECKER. Dazu noch mein Rotwein und sogar Parmesan und ich war im 7. Himmel.

So verbachten wir also unsere Zeit dort. Morgens machten wir uns leckeres Müsli mit Obst, dann ab an den Pool, tauchen, schwimmen und sonnenbaden.

Wenn Marco Sport machte, genoss ich die Zeit alleine und abends kochten wir dann lecker. Einen Abend fuhren wir auch in die Stadt, denn ich hatte ihm Karten für einen Muay Thai Boxkampf geschenkt. Zwar ist Boxen so gar nicht meins, das Gen haben mir meine Eltern wohl nicht vererbt, denn die schauen es beide gern an – aber der Abend war trotzdem sehr schön, zumal es leckere Gin Tonics für mich gab hehe.

Gestern war die Zeit der Ruhe dann wieder viel zu schnell vorbei und wir verließen am Nachmittag unser Studio. Mit einem uber-Taxi fuhren wir zum Busbahnhof, wo wir eigentlich direkt Tickets für den Abend nach Chiang Rai buchen wollten. Allerdings waren ALLE Busse bereits ausgebucht! Miiiiist! In Chiang Rai hatte ich bereits ein Hotel gebucht, doch alles warten und den Busfahrer fragen, ob nicht doch noch zwei Plätze frei sind brachten nix. Also mussten wir uns um ein Hotel für die Nacht kümmern.

Zum Glück gab es gleich beim Busbahnhof mehrere und dort checkten wir gleich in eins ein und ich kontaktierte unsere Unterkunft in Chiang Rai, dass wir einen Tag später kommen würden. Zum Glück war das kein Problem und somit machten wir uns auf den Weg, um noch was fürs Abendessen zu finden.

Entschieden uns für Subway und gingen dann direkt zurück ins Hotel, wo wir den Abend relaxten und Film schauten.

Heute morgen standen wir dann 08:30 Uhr auf und liefen rüber zum Busbahnhof, wo 9:15 Uhr der Bus abfuhr. Und hier sind wir nun für drei Tage denke ich, bevor es dann rüber nach Laos geht.

Mehr zu Chiang Rai dann beim nächsten Eintrag.

Bis bald ihr Lieben!

Manja

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Trekking-Tour zum Inle Lake


28.02.2018, 18:45 Uhr

Hallo ihr Lieben und seid gegrüßt aus dem Nachtbus Richtung Yangon. Kaum zu glauben, dass die Zeit in Myanmar schon fast vorbei ist!

Wir sind gerade unterwegs zum letzten Stop, draußen dämmert es gerade, die tolle Landschaft fliegt vorbei an uns und es könnte so wunderschön sein, WENN nicht seit bereits 45 Minuten non-stop Justin Bieber Musikvideos auf dem TV im Bus laufen würden. KOOOOTZ!

Naja, hier nun der Rückblick unserer vergangenen Tage. Beim letzten Eintrag waren wir gerade abends in Mandalay angekommen. Kurz bevor wir die Stadt erreichten, konnten wir in einen kostenlosen Shuttlebus wechseln, welcher direkt in die Stadt fuhr, der andere fuhr weiter zum Busbahnhof außerhalb der Stadt. Anhand von MapsMe überprüften wir, wo wir waren und wie weit entfernt vom Hotel wir waren. Als es nur noch wenige Gehminuten waren, hielt der Bus auch zum ersten Stop an und hier stiegen wir aus. In der Eile passierte es dann, ich ließ mein Lieblingsarmband im Bus hängen. Ich hatte es kurz abgenommen, zum eincremen und dann in der Hektik und im Dunkeln nicht mehr gesehen. Merken tat ich es erst, als wir schon auf halber Strecke zum Hotel waren. Schnell liefen wir den Weg zurück, der Bus war aber leider schon weg. Wir wussten, dass als Endhaltestelle der Bahnhof angegeben war, also schnappten wir uns schnell ein Taxi dahin. Es war eigentlich direkt um die Ecke, aber von einem Bus keine Spur. Wir entschieden dann erstmal ins Hotel zu gehen und von dort das Bauunternehmen zu kontaktieren.

Im Hotel angekommen und eingecheckt, schilderte ich dem netten Mitarbeiter was passiert war. Der rief sofort bei JJ Express an und erklärte die Sache. Sie würden danach suchen hieß es, schwierig war allerdings, dass wir ja unterwegs den Bus gewechselt hatten und dort auch keine Sitznummer hatten. Naja, der Hotelmitarbeiter war sowas von freundlich und hilfsbereit und meinte wir sollen uns jetzt erstmal ausruhen und die vom Bus würden sich bei ihm melden.

Machten uns im Zimmer dann etwas frisch und da wir noch nix außer Frühstück an dem Tag hatten, liefen wir nochmal los. Fanden aber rein gar nix, wo man essen konnte, bzw. nur sehr zwielichtige Lokalitäten und entschieden uns dann für Instantnudeln ausm Supermarkt.

Die kochten wir dank Wasserkocher im Zimmer auf und setzten uns dann noch hoch auf die Dachterrasse.

Völlig platt ging es dann ins Bett, wo ich noch eine Weile um mein Armban trauerte.

Am nächsten Morgen schliefen wir aus und dann gab es wieder gratis Frühstück, diesmal auf dem Dach. Wie üblich Toast, Spiegeleier und Marmelade. Diesmal gab es aber auch Reis und so was, naja zum Frühstück muss das für mich nicht sein.

Dann chillten wir noch eine Weile auf dem Zimmer und 12 Uhr checkten wir aus. An der Rezeption gab es schlechte Neuigkeiten, kein Armband wurde gefunden 😦 Da wir für abends einen Nachtbus nach Kalaw gebucht hatten, entschieden wir, einfach eher zum Busbahnhof zu fahren und dort selbst nachzufragen.

Die Zeit bis dahin verbrachten wir mit einem Spaziergang durch Mandalay. Auch diese Stadt ist laut, dreckig, stinkt und man bekommt permanent Staub in jede Pore. Unterwegs gingen natürlich meine Flip Flops noch kaputt und ich musste bei der Brut meine Chucks anziehen, prima! Naja landeten schließlich auf einem Markt, wo wir gemütlich das Treiben beobachteten, Früchte erstanden und die Zeit dort genossen. Als wir uns satt gesehen hatten, setzten wir uns an eine ruhige Ecke und verspeisten unser Lieblingsobst, Dragonfruit! Beobachtet wurden wir von ein paar Kindern, denen wir dann kurzerhand zwei von unseren Früchten schenken. Das Lachen was sie uns schenkten, war Gold wert!

Dann liefen wir langsam zurück. Am Bahnhof hatten wir am Vortag ein paar Shoppingcenter gesehen. Dort wollten wir irgendwo was essen und der Hitze entfliehen. Leider gab es in dieseb Einkaufszentren kein Essen, nicht mal ein Café sondern nur Schuhläden und anderen Kram. Mist! Naja, wenigstens ne Toilette gab es. Als wir nach weiterem Laufen immer noch nix fanden, entschieden wir uns ein Taxi zu der Stelle zu nehmen, wo wir den Bus gewechselt hatten, vielleicht würde ja das Shuttle wieder da sein. Fanden eine Art TukTuk und wieder mal waren wir überrascht von der Freundlichkeit der Burmesen. Der Fahrer verstand kaum Englisch, rief aber sofort jemanden an, der dann auch zu uns kam und ihm erklärten wir, wo wir hin wollen. So klappte dann auch alles und kurz darauf fanden wir uns an der Stelle wieder, wo wir gestern ausgestiegen waren. Da es noch ziemlich zeitig war, setzten wir uns zu einer burmesischen Familie, die einen kleinen Stand da betrieb. Ein paar Hühner leisteten uns noch Gesellschaft und später auch noch ein paar Kühe. Marco bestellte sich dann noch eine Portion Reis dort und wir sahen noch einen schönen Sonnenuntergang. Dann kam endlich irgendwann das Shuttle und es war sogar der gleiche Fahrer. Auf dem Handy zeigten wir Bilder vom Armband und auch der Mann war wieder so was von hilfsbereit. Sofort rief er diverse Leute an, fragte nach, ließ uns durch den Bus gehen etc. Leider war das alles nicht erfolgreich, es sollte einfach nicht mehr auftauchen. Auch toll war, dass wir dann mit einem der Busse direkt bis zum Busbahnhof mit genommen worden sind. Dort starteten wir einen letzten Versuch, wieder mit extrem hilfsbereiten Leuten, aber leider hoffnungslos. Das Armband war weg und ich sehr traurig. Naja, wir haben alles versucht, mehr konnten wir nicht mehr tun.

Fragten uns dann durch, bis wir unser Busunternehmen für die Fahrt nach Kalaw gefunden hatten und setzten uns da dann hin.

Dort feierte einer der Mitarbeiter seinen Geburtstag und wir bekamen sogar ein Stück Torte ab. Voll nett! Diesmal fuhren wir mit Shwemingalar Express und zahlten gerade mal 13 USD zusammen für die Fahrt, das sind ca. 5,30 Euro pro Person.

Der Bus war genauso komfortabel wie der deutlich teurere JJ Expressbus, der mehr als doppelt so teuer gewesen wäre. Nur extrem kslt war es während der Fahrt, wir mussten uns mit allem Einhüllen was wir so da hatten, zum Glück gab es noch Wolldecken, sonst wären wir echt erfroren, so stark blies die Klimaanlage. Achja und die ersten beiden Stunden wurden wir mit burmesischer Karaoke gequält, Jenny und mein Auftritt in Prerow ist Grammy-Würdig gewesen, im Vergleich zu dem Gejaule!

Der nächste Kälteschock kam dann in Kalaw, wo wir statt 6 Uhr morgens, 2:45 Uhr ankamen! Es waren gerade mal 7 Grad!!!! Noch nie habe ich Asien so gefroren wie dort! Wir wussten ja, dass es im Norden kühler sein würde, aber 20 Grad Unterschied waren dann schon krass! Wir zogen uns also erstmal alles an, was wir dabei hatten (was nicht viel war, da unser Hauptgepäck in Bangkok auf uns wartet) und suchten dann unser Hotel, in der Hoffnung, dass da jemand wach ist. Ich hatte zwar bei booking.com angegeben, dass wir schon am frühen Morgen ankommen, aber nicht, dass wir mitten in der Nacht schon da sind.

MapsMe schickte uns natürlich erstmal in die falsche Richtung. Aus irgendwelchen Gründen wurde unser Hotel drei Mal in dieser Stadt angezeigt und wir liefen natürlich erstmal zum falschen. Wurden in irgendwelche Gassen gelotst, wo wir erstmal von einem Rudel Straßenhunden umzingelt wurden, die dann die Halbe Nachbarschaft wach kläfften. Bloß weg hier dachte ich und schnell liefen wir zurück zur Hauptstraße, wohin die Hunde auch noch kamen und weiter Terror machten. Liefen also schleunigst weiter und versuchten die andere Option auf MapsMe zu finden. Und siehe da, unser Hotel war genau dort, wo uns der Bus raus gelassen hatte!! Naja ein bisschen Abenteuer 3 Uhr nachts schadet ja keinem.

Das Tor zum Hotel war leider zu und auf unser Klingeln reagierte keiner. Klar war ja auch erst 3:30 Uhr. Zum Glück gab es eine Bank, die etwas windgeschützt lag und dort kuschelten wir uns hin. Als Decken dienten unsere Handtücher, Marco bekam noch ne lange Chill-Hose von mir und dann versuchten wir uns warme Gedanken zu machen. Fast eine Stunde verbrachten wir so und 4:30 Uhr klingelten wir dann nochmal. Und tatsächlich! Der Besitzer war schon auf den Beinen und wir durften sogar schon ins Zimmer. Juhu! Dort ging es nur noch schnell unter die heiße Dusche und dann ab ins kuschelige Bett.

Als wir ausgeschlafen hatten, liefen wir zu einem Café, um erstmal zu frühstücken und dann erkundeten wir die süße, kleine Bergstadt. Tagsüber ist es hier zum Glück auch warm, aber nicht so brütend heiß wie im Süden.

Als die Mägen gefüllt waren, wollten wir mal wieder den Markt ausfindig machen und dort verbrachten wir den Nachmittag. Ich erstand noch eine „Adidas“-Jogginghose für die kalte Nacht und zahlte nicht mal 1,50 EUR dafür. Bissl kurz an den Knöcheln aber wenigstens passt sie sonst, Marco fand leider nix passendes. Dann erstanden wir mal wieder ein paar leckere tropische Früchte und voll bepackt ging es in der Dämmerung zurück zum Hotel. Dort packten wir uns wieder warm ein, denn sobald die Sonne weg war, wurde es merklich kühler.

Abends gingen wir dann ein ein burmesisches Restaurant, ein Stück die Straße runter. Das Essen war ok, leider wieder sehr ungewürzt, aber es war billig und hat satt gemacht.

Am nächsten Tag wechselten wir unser Zimmer, da wir spontan eine Nacht länger bleiben wollten und konnten nach dem ausgiebigen Frühstück (im Hotel inklusive) schon umziehen. Dort haben wir dann erstmal Wäsche per Hand gewaschen und hatten zum Glück einen Außenbereich, wo wir es hin hängen konnten. Dann liefen wir in die Stadt, weil wir unsere Trekkingtour zum Inle Lake buchen wollten. Entschieden uns für die Agentur A1 Trekking, über die ich schon positive Berichte im Internet gelesen hatte.

Nachdem wir mit dem Angestellten dort quatschten und uns informiert hatten, buchten wir für umgerechnet 50 EUR pro Person, eine private Tour. Inkludiert war hierbei ein zwei-tägiger Trek, alle Mahlzeiten und eine Übernachtung in einem Bergdorf.

Als alles geklärt war, machten wir uns auf den Weg, um zu den „60 Buddhas“ zu laufen, die etwas in den Bergen zu finden waren. Liefen durch die kleine Stadt und waren bald in einer ruhigeren Gegend, wo wir die Natur genossen und nach ein paar Kilometern dann bei den Buddhas ankamen. Die stehen alle auf einem Hügel hinter einer Pagode und sind alle unterschiedlich vom Aussehen her. Eine tolle Aussicht von da oben hatten wir auch noch und somit hatte sich dieser Ausflug schon mal gelohnt.

Dann ging es zurück zum Hotel, wo wir erstmal unser Obst verspeisten und einen burmesischen Stummfilm anschauten. Ich war etwas platt und legte mich ne Weile hin, während Marco sich draußen etwas sonnte.

Als ich genug gelesen hatte, gesellte ich mich eine Weile hinzu und bald war es auch schon wieder am dämmern und unsere Mägen am knurren.
Diesmal entschieden wir uns für Indisch und es war total lecker!!! Haben uns verschiedene Portionen bestellt und die dann geteilt, mmmmh ein Traum!

Dann war es auch schon wieder Zeit fürs Bett. Packten nur noch die Sachen für unsere Tour zusammen, da wir nur einen Rucksack mit ein paar Klamotten, Wertsachen und meiner Kamera mitnahmen. Der andere Rucksack würde direkt in unser Hotel am Inle Lake gebracht werden.

Nach dem Frühstück am nächsten Morgen machten wir den Rest noch fertig und 8:30 Uhr wartete auch schon unser Guide Bill auf uns, ein 20-jähriger Burmese. Mit dem Auto ging es dann erstmal ne halbe Stunde aus der Stadt raus und 9 Uhr starteten wir dann mit unserer Wanderung. Ich bin total froh, dass wir uns für die private Tour entschieden hatten, somit konnten wir das Tempo bestimmen und die Ruhe genießen.

Der erste Tag war etwas anstrengend, es war brütend heiß und es ging eigentlich fast nur bergauf. Aber die Landschaft war einfach toll! Wir waren in der Trockenzeit da und der Reis war schon abgeernet und es war alles eher braun als grün, aber es war trotzdem total idyllisch! Wir liefen vorbei an Feldern, Wäldern, kleinen Dörfchen, wo die Menschen ihre Felder bearbeiteten und genossen die Ruhe und die Ausblicke.

Die erste kurze Teepause hatten wir in einem Dorf, wo das sogenannten PAO Volk lebt, die Frauen dort tragen alle schwarze Kleidung und leuchtende Turbane. Eine ältere Frau webte gerade eine der Taschen, die von den Stammesfrauen mit ihrer Tracht getragen werden.

Dann ging es wieder ein paar Stunden weiter und gegen 12 Uhr erreichten wir dann ein Dorf, wo wir unser Mittagessen bekamen. Ich war schon ziemlich knülle, es war so heiß und der Weg war manchmal echt anstrengend, weil es mehr war, als würde man ständig über einen Acker laufen haha. Aber naja, die erste Etappe war geschafft. Das Mittagessen war sehr reichlich, für uns sah es aus, als würden wir mit 6 anderen zusammen essen, aber nee, der gedeckte Tisch war allein für uns!

Nach dem leckeren Mahl machten wir erstmal Siesta. Bill wollte erst kurz vor 15 Uhr los, da dann die größte Hitze vorbei sein sollte, mir war das ganz recht!

Nach einem Nickerchen und Plumpsklobesuch, ging es dann auch weiter und wir liefen wieder den Berg hoch. Die Wanderung war wirklich toll, es hatte etwas entschleunigendes. Wir sahen wieder verschiedene Bauern, Kühe, Felder mit Chili oder Kohl, abgeerntete Reisterrassen und links und rechts von uns die Berge – Herrlich!

Nach einem letzten Stück Anstrengung den Berg hoch, kamen wir nach fast 20 km in dem Bergdorf an. War ich froh, als ich meine Schuhe ausziehen konnte! Das Dorf war auch total niedlich. Irgendwie konnte man sich vorstellen, dass es in Deutschland auch mal so ausgesehen hat, vor 500 Jahren und 20 Grad kälter. Die Menschen da wohnen entweder in kleinen Holz bzw. Bambushütten, oder hatten sich ein kleines Steinhaus gebaut. Die Tiere lebten mittendrin, meist Kühe, Hühner und Hunde. Draußen gab es ein Klohaus (Plumpsklo) und auch „duschen“ musste man im Freien. Dazu musste man in einen kleinen Bereich der aus Stein gebaut war und dort stand dann ein Eimer Brunnenwasser und eine Schüssel zum abspülen. Da diese „Dusche“ eher für Zwerge gebaut war und man quasi ab dem Bauchnabel aufwärts alles zu sehen gewesen wäre, begnügte ich mich lieber mit einer Katzenwäsche haha. Gesicht, Beine und Hände mussten reichen. Gingen dann noch eine Runde ums Dorf und dann war es auch schon Zeit fürs Abendessen. Wieder wurden wir kulinarisch verwöhnt und es gab einfach viel zu viel! Etwas schade fand ich, dass wir wieder nur zu zweit aßen. Ich dachte, dass wir mit der Familie zusammen und unserem Guide essen würden, aber die blieben alle unter sich. Das hatte ich mir anders vorgestellt, aber vielleicht ist das ja normal dort. Nachdem wir total voll waren, gingen wir in unseren Schlafbereich. Wir schliefen quasi im Wohnzimmer, wo noch ein Buddha-Altar stand und ansonsten waren da nur diverse Matratzen und Decken und halt unsere Schlafecke. Wir machten es uns auf den Matten gemütlich und mit 4 Wolldecken über mir war es dann auch sehr kuschelig. Schauten noch ne Folge Criminal Minds und dann schliefen wir total platt ein.

Morgens gab es 7 Uhr Frühstück, welches auch wieder megaviel war und dann verabschiedeten wir uns von der Familie. Eine Ananas schenkten wir der Mutter noch, die sich sehr freute. Dann hieß es weiter wandern. Wieder war es einfach nur herrlich, nur die erste Stunde war etwas anstrengend, da es noch bergauf ging, aber es war noch nicht zu heiß und aushaltbar. Einziger Nervfaktor war, dass wir heute total viele andere Touristen vor und hinter uns hatten. Am ersten Tag kamen uns gerade mal zwei entgegen und sonst hatten wir die Natur für uns, am zweiten Tag war unsere Route aber die gleiche und es wurde manchmal echt laut. Naja wir genossen den letzten Wandertag trotzdem in vollen Zügen. Die Landschaft war herrlich und die vielen kleinen Dörfchen auf dem Weg total malerisch. Die Bilder kommen in einem Extrabeitrag, wenn wir mal schnelles Internet haben. Ich versuch ein paar Handybilder anzuhängen.

Nach 16 km, zum Glück meist bergab, kamen wir am Ziel an. Dort gab es ein letztes Mittagessen, was zum Glück leicht ausfiel und als wir uns genug ausgeruht hatten, brachte uns Bill noch zum Bootsanleger. Wir hatten ein privates Boot für uns und sollten innerhalb von einer Stunde zur Stadt Nyaung Shwe gefahren werden. Die ersten 20 Minuten genossen wir die Fahrt entlang des Kanals sehr, links und rechts von uns waren die „Fließenden Gärten“, wo die Bewohner auf Stelzenhäusern wohnen und allerlei Nahrung anbauen. Es sah wirklich malerisch aus. Doch dann hatte unsere Fahrt ein abruptes Ende, mitten auf dem Kanal versagte auf einmal der Motor. Natürlich bei unserem Boot! Ich glaube wir mussten fast 40 Minuten in der prallen Sonne ausharren, bis endlich ein „Abschlepp-Boot“ ankam. Zum Glück hatte unser Kapitän ein paar Schirme dabei, sodass wir wenigstens etwas Schatten hatten. Naja, als wir dann im anderen Boot waren, ging es dann endlich in Richtung Inle Lake. Dort schipperten wir dann eine Stunde lang drüber und sahen unter anderem auch die Einbein-Fischer! Die rudern mit einem ihrer Beine, um beide Hände frei zu haben, das sah schon sehr cool aus. Auch sonst gab es viel interessantes zu sehen und wir genossen auch diese Fahrt wieder sehr.

Dann kamen wir am eigentlichen Ziel des Tages an und nach kurzem Fußweg checkten wir im Primrose Hotel ein. Hatten ein süßes Zimmer mit eigenem Eingang und einer Terrasse davor und relaxten erst einmal. Unsere Sachen wuschen wir dann auch mal wieder, natürlich per Hand und dann liefen wir erstmal durch den Ort. Da es schon langsam spät wurde, gingen wir erstmal ins Restaurant, wo ich mir ne sehr leckere Pizza gönnte. Nach der Tour darf man sich das ja mal erlauben hehe. Dann gingen wir noch auf den Nachtmarkt, der aber leider nix besonderes war und dann schlenderten wir zurück ins Hotel.
Vorgestern schliefen wir erstmal schön aus und gingen dann zum Frühstück, was auch wieder im Preis inbegriffen war.

Gegen Mittag schlenderten wir dann zum Mingalar-Markt, der total riesig war und bestaunten die reichliche Auswahl an Gemüse, Obst, Gewürzen, Klamotten, Schmuck und ähnlichem Plunder. Für mich sprang noch ein Ring raus und an den Dragonfruits konnten wir auch nicht vorbei gehen. Als wir alle Eindrücke eingesogen hatten, ging es für ein kurzed Päuschen zurück zum Hotel und nachmittags spazierten wir dann an einem kleinen Kanal raus in die Natur. Es war wieder wunderschön da! An dem kleinen Fluss wuschen die Dorffrauen ihre Wäsche oder auch ihre Kinder. Wanderten ungefähr eine Stunde raus und beobachteten die Einheimischen bei ihrer Arbeit. Alles geht hier per Hand! Dann war es Zeit zurück zu gehen. Im Hotel buchten wir noch den Bus für die Rückfahrt nach Yangon mit Full Moon Express für gerade mal 12 Euro pro Person. Als es dann Zeit fürs Abendessen war, schlendeten wir durch die Stadt und fanden dann ein kleines Lokal, wo wir gerade mal 92 Cent für 2 kleine Mahlzeiten bezahlten.
Dann war auch der Tag schon wieder rum und abends trank ich den Wein, den ich bereits in Kalaw gekauft hatte. Leider schmeckte er nicht wirklich und es blieb bei dem einen Glas.

Gestern schliefen wir wieder aus, frühstückten in Ruhe und als der Besitzer vom Hotel kam, meinte er wir können noch bis 15 Uhr das Zimmer haben. Sehr cool! Unser Nachtbus ging erst 18 Uhr los, also hatten wir noch Ruhe. Gingen dann nochmal eine Runde über den Markt und Marco wollte dann nochmal joggen. Die Zeit nutzte ich dann zum Lesen, komm so gar nicht dazu hier haha. Dann hieß es wieder zusammen packen und nochmal duschen und Punkt 15 Uhr checkten wir aus. Blieben noch für ne Stunde in der Lobby fürs W-Lan und dann wollten wir noch was essen gehen. Fanden wieder nen kleinen Stand, wo wir zwei riesige Teller gebratenen Reis mit Gemüse für 2 Euro bekamen.
Und dann war es auch schon Zeit für den Bus, damit fing ja mein Beitrag an.

Mittlerweile ist schon der 01.03.2018, gleich halb acht abends und wir hatten heute nochmal volles Programm hier. Davon schreib ich aber im nächsten Bericht. Morgen Mittag geht es wieder zurück nach Thailand, juhu!

Das war es erstmal wieder von mir! Liebste Grüße ins eiskalte Europa!

Manja

Ps: Leider ist das Internet hier zu schlecht um die Bilder hochzuladen, ein paar haben geklappt. Den Rest füg ich morgen nach.

Unsortiert

Neues Layout!


Vor fast 6 Jahren schrieb ich meinen ersten Eintrag in diesem Blog. Dieser sollte anfangs nur für Familie und Freunde sein, damit sie ein wenig von meiner Reise mit verfolgen können. Wahnsinn, wie die Zeit vergeht.

Das Schreiben hat mir immer schon viel Spaß gemacht und nun habe ich den Plan gefasst, aus meinem Reiseblog, eine Webseite zu machen. Auf dieser möchte ich meine Erfahrungen mit anderen Menschen teilen, die auch den Plan haben, Work und Travel in Australien zu machen oder durch Südostasien zu reisen.

Eine neue Domän habe ich mir auch zugelegt:

http://www.weltenbummlerin.org

Ich hoffe sehr, dass die Seite hilfreich ist. Natürlich könnt ihr mich bei Fragen immer anschreiben. Neue Beiträge zu Work und Travel in Australien habe ich gestern und heute für euch geschrieben.

Mehr folgt bald und dann konzentriere ich mich noch auf mehr Informationen zum Backpacking in Südostasien.

Bis dahin,

Manja

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