Südostasien

Von der Laessigkeit in Ubud, ins Tauchparadies nach Amed (ein laengerer Eintrag)


19.01.2011

Mittlerweile ist es bereits Mittwoch Nachmittag und ich sitze auf der kleinen Terrasse unseres Bungalows im Eka Punama was 9 km suedlich von Amed an der Ostkueste Balis liegt. Ich glaube so stellt man sich das Paradies vor. Ich kann von hier aus das Meer vor mir sehen und die Wellen rauschen hoeren. Ein Traum…

Dienstag Morgen sind wir relativ zeitig aufgestanden und haben uns nochmal an den Pool gelegt und danach gabs Fruehstueck. Fuer mich diesmal French Toast mit Fruechten und dazu ultrastarken balinesischen Kaffee. Danach hiess es wieder zusammenpacken, da 45 US$ die Nacht im „Artini’s Cottages“ schon relativ teuer waren. Wieder mal schliffen wir uns die Strasse entlang und schauten ein paar Zimmer in diversen Gaestehaeusern an. Entschieden uns dann schlussendlich fuer ein Zimmer im Pangkung House, was direkt neben Artini’s Cottages liegt. Zahlten dort fuer das Zimmer ca. 15 EUR ink. Fruehstueck zusammen. Nachdem wir umgezogen waren, machten wir uns auf um in den Monkey Forest zu gehen. Kauften vorher noch Wasser und Eistee, was sich kurz darauf als Fehler erwies…

Zahlten umgerechnet nicht mal 2 EUR Eintritt und kurz darauf liefen uns auch schon die ersten Makaken entgegen. Einer davon griff dann direkt mal nach der Tuete in meiner Hand, wo ich Waser und Eistee drin hatte… Naja, mit dem wollt ich mich dann auch nicht anlegen und der Affe setzte sich dann gemuetlich hin und schraubte tatsaechlich die Flasche Eistee auf, kippte sie aus und nahm dann den Deckel um damit zu trinken! Unglaublich! Also Leute, wenn ihr jemals dahin geht, haltet euch dann doch besser an die Vorschriften und nehmt keine Tueten mit rein 😉 Mittlerweile bildete sich schon eine Traube Menschen um uns rum, die fasziniert den Affen an der Flasche anstarrten und mir wars natuerlich super peinlich, also gingen wir schnell weiter 😉 Video davon gibt’s hoffentlich bald auf youtube. In dem Wald war es auch neben den Affen richtig schoen. Viele kleine und grosse Tempel, ein Haufen Statuen und auch ein bisschen frischere Luft. Nachdem wir alles erkundet hatten, liefen wir zurueck zum Gaestehaus. Auf dem Weg kauften wir dann auch ein Ticket fuer die Fahrt nach Amed heute Mittag. Wollten erst mit dem Shuttle Bus fahren, was pro Person, umgerechnet ca. 19 Euro gekostet haette. Handelten dann aber mit dem Typen aus dem Shop und buchten nun quasi ein Taxi fuer ingesamt ca. 30 EUR 😉 Somit kamen wir guenstiger und mussten nicht wieder mit 8 anderen Leuten in so nem Kleinbus zusammen gequetscht sitzen…

Im Zimmer angekommen wollten wir uns nur etwas ausruhen und dann weiter zu einem Markt laufen. Ca. eine halbe Stunde spaeter, wurde ich von richtig krassen Donnerschlaegen und Blitzen geweckt, schaute aus dem Fenster und es regnete in Stroemen, prima… Wir mussten ja auch hin der Regenzeit nach Bali kommen 😉

Da es auch nicht aufhoerte zu giessen, schmissen wir erstmal nen Film an und warteten ab. Ne Weile spaeter hoerte es dann endlich mal auf und da wir am Verhungern waren, liefen wir schnell in das Restaurant nebenan. Dort hab ich mich mal gegen was Einheimisches entschieden und hab Chicken Nuggets und dann Spaghetti Napolitana bestellt mmmmmh, musste mal wieder sein nach ner Woche Reisdiaet 😉 Dazu gabs wieder mal nen leckeren Saft, diesmal Orange-Karotte. Als wir fertig waren gingen wir zurueck zum Zimmer und dort wartete bereits eine SMS von Tony, der ein Freund, eines Freundes von mir ist (Seb, danke fuer den Kontakt mit Tony 😉 ) Der wohnt seit fast 6 Jahren in Ubud (kommt eigentlich aus den USA)und hat dort das Lokal ‚Devilicious‘ aufgemacht und wir trafen ihn dann kurz darauf auch dort. Verbrachten da nen super Abend mit ihm und er ist echt ein richtig cooler Typ. Er hat uns sogar zu seinem 40. Geburtstag im Juli nach Bali eingeladen, hmm na mal schauen 😉

Nach 3 Bier machten wir gegen halb zwoelf dann wieder zurueck und fielen totmuede ins Bett. Am naechsten Tag gabs dann mal wieder lecker Fruehstueck am Bungalow, diesmal Jaffal (wie ein Pancake mit eingebackenen Bananen), Fruechteteller und Kaffee. Dann packten wir wieder unsere 7 Sachen, checkten aus und schleppten uns dann zu unserem Fahrer. Die Fahrt von Ubud Richtung Amed war ziemlich lang, aber sehr cool. Fuhren durch schoene Gegenden, ueberall Reisfelder und Berge. Sahen auch wieder total viele Roller und Motorraeder rumfahren. So geil, manchmal sassen da 4 Leute auf einem Roller oder da war ein halber Marktstand hinten draufgeladen 😉 Sah manchmal echt witzig aus. Nach fast 3 Stunden Fahrt erreichten wir Amed und dort mussten wir dann tatsaechlich nochmal umgerechnet ca. 5 EUR draufzahlen, weil das Hotel wo wir jetzt sind, ca. 9 km entfernt von Amed liegt… Naja, eh wir uns nochmal ein Taxi haetten nehmen muessen, haben wir das lieber bezahlt. Die Strecke bis zum Hotel war ganz schoen krass, die Strassen waren schlimmer als an Irlands Westkueste… Erreichten dann endlich unser Ziel und trafen auf dem Parkplatz gleich auf Ilu und Georg, denen die Anlage gehoert. Den Tipp fuer das Hotel bekamen wir uebrigens von Tony, der mit dem Ehepaar befreundet ist. Georg ist uebrigens Amerikaner, wohnt aber schon seit ueber 10 Jahren hier. Hatten Glueck und bekamen ohne Reservierung einen supertollen Bungalow mit Rabatt, quasi der Freunde-Bonus 😉 Die Aussicht vom Bungalow aus, ist einfach der Hammer. Die Anlage liegt auf einem Huegel, unser Bungalow steht auf kleinen Stelzen und man sieht von hier oben das Meer und hoert die Wellen rauschen, traumhaft! Waehrend unser Zimmer saubergemacht wurde, haben wir ne Kleinigkeit im Restaurant gegessen, uns danach umgezogen und Schnorchelausruestung gemietet. Gleich vor dem Hotel liegt ein japanisches Wrack im Wasser, was wir natuerlich erkunden wollten. Dann stiess noch ein Einheimischer zu uns und zeigte uns das Korallenriff und dann auch das Wrack, soooo geil 😉 Als unsere Finger dann schrumpelig waren, gingen wir wieder raus, wo wir am Strand Dede trafen, der hier wohnt. Unterhielten uns ne Weile mit ihm und er bot uns an, dass wir abends in ein lokales Bistro gehen koennten, wo er Indonischischen Reggae und balinesische Musik spielen wuerde. Sagten nach etwas zoegern dann auch zu, no risk, no fun 😉

Dann zeigte er uns noch wie wir an den Sandstrand kommen koennen, weil der vorm Hotel nur aus Steinen bestand. Nach ner Kletteraktion durch den Urwald im Handtuch, fanden wir ihn schliesslich. Ultraschoen! Schwarz-braun gemischter feiner Sand und fast keine Menschenseele dort, so was hab ich noch nicht gesehen. Badeten dort noch eine Weile und trafen da auf Greg, aus Frankreich, der den Bungalow neben uns hat. Greg wohnt auch schon seit einigen Jahren auf Bali. Abends haben wir dann wieder im Hotelrestaurant gegessen und uns zu Ilu gesetzt, die uns dann gleich einen Arak Cocktail mixte, mmmh lecker! Koennte abhaengig davon werden 😉 Arak ist ein balinesischer Likoer oder Schnaps. Diesmal gabs fuer mich balinischen Fischspiess mit Reis & sehr viel Knoblauch, unglaublich lecker! Greg, Dede und sein Kumpel Ari gesellten sich dann noch zu uns und wir tranken da noch ein bisschen Arak. Dann fuhren Jenny und ich mit Dede und Ari auf dem Roller 500 Meter weiter in das besagte Warung (was Bistro bedeutet). Dort holten die Jungs Bongotrommeln und Gitarren raus und wir starteten die Jamsession und eine der besten Naechte die ich jemals erleben durfte! Der Abend war einfach der Hammer! Made, dem das Bistro gehoert, setzte sich noch mit dazu, dann kam Greg noch und spaeter ein anderer Freund von den Balinesen und die 13 Jaehrige Nachbarin von Made setzten sich schliesslich auch noch rueber. Die Jungs sangen und spielten die Instrumente, waehrend wir Arak tranken und die Musik und die herrliche Stimmung genossen. Nach einer Weile uebergab man mir dann die Bongos und nach ein wenig Uebung trommelte ich dann (hoffentlich) im Rhythmus mit 😉 Ein Katzenbaby sass waehrend der Nacht dann noch abwechselnd auf meinem und Jenny’s Schoss und ich hab es schliesslich wegen der Farbe Cinnamon (Zimt) getauft 😉 Als den Jungs und mir die Zigaretten ausgingen, bin ich mit Dede nochmal auf dem Roller losgefahren, um welche zu besorgen. Ich glaub so frei wie dort drauf hab ich mich noch nie gefuehlt. Hier traegt anscheinend niemand nen Helm und die Haare haben im Wind geflattert, herrlich 😀 Keine Angst liebe Familie, wir sind ca. 10 km/h gefahren, dafuer hab ich schon gesorgt 😉 Bis fast halb eins sangen und tranken wir noch und dann ging es per Roller wieder zurueck zum Hotel. Mussten da erstmal einen vom Personal aufwecken, da wir den Schluessel da abgegeben hatten, upps 😉

Und heute Morgen war es schliesslich soweit. Nach einem Fruehstueck bestehend aus Bananenpancake, Fruechten und Eistee ging es auf zur TAUCHEINFUEHRUNG!!!!!

Aaaaaaaaaaaaaaaaaaah! Waren schon die ganze Zeit extrem aufgeregt und ich war mir noch nicht mal sicher, ob ich mir das ueberhaupt traue, aber ich bin so froh, dass ich mich ueberwunden hab!!!!

Nachdem wir uns in die Neoprenanzuege pressten, fingen wir erstmal mit Uebungen im Pool an. War ziemlich ungewohnt, mit dem Sauerstoff, aber nach ner Weile hatten wir den Dreh raus und unser Tauchlehrer liess Jenny und mich auf die balinesische See los! Ich kann gar nicht richtig beschreiben wie geil das war! So viele bunte Fische hab ich nicht mal in Aegypten sehen koennen! Hatte anfangs Probleme unten zu bleiben, aber irgendwann hat alles mit der Atmung geklappt und ich tauchte!!! Insgesamt waren wir 30 Minuten am Tauchen und sind 13 Meter tief gegangen. Schade, dass wir keine Unterwasserkamera haben, wuerd euch das so gern zeigen! Wir haben uebrigens entschieden in Thailand nach einem richtigen Kurs zu schauen, wo man den Tauchschein machen kann, weil das heute ja quasi wie ein Schnuppertauchkurs war. Und uns beiden hat dies so gut gefallen, dass wir es wieder machen wollen.

Dann gabs Mittag, wo Ilu sich wieder zu uns gesellte und mit uns ne Weile quatschte. Sie hat uns dann noch ihr Haus gezeigt, was der Hammer ist. Liegt ganz oben auf dem Huegel und die Aussicht ist einfach mal genial! Dann zeigte sie uns noch diverse Photos und gab uns Sarongs, die wir nachher tragen muessen, weil wir nachher mit Ari und Dede noch in einen Tempel zu einer Vollmond-Zeremonie gehen werden, huuuh geil, da freu ich mich schon drauf! Jetzt sitzen wir auf der Terrasse und geniessen einfach mal dieses geile Leben. So relaxt war ich in den letzten 2 Jahren glaub ich nicht wie hier.

Wahrscheinlich wird ich den Eintrag erst morgen ins Internet laden koennen, weil wir morgen Mittag dann nach Ulu Watu, ganz am Suedzipfel Balis, fahren werden. Leben seit 3 Tagen ohne Internet und Handy, ist auch mal schoen 😀 Also meine Lieben, macht euch keine Sorgen, uns geht es einfach super hier, aber vermissen tu ich euch trotzdem!

Ganz viele Kuesse nach Deutschland und Irland aus dem Paradies!

Manja

 

                                                                                              

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