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Trekking-Tour zum Inle Lake


28.02.2018, 18:45 Uhr

Hallo ihr Lieben und seid gegrüßt aus dem Nachtbus Richtung Yangon. Kaum zu glauben, dass die Zeit in Myanmar schon fast vorbei ist!

Wir sind gerade unterwegs zum letzten Stop, draußen dämmert es gerade, die tolle Landschaft fliegt vorbei an uns und es könnte so wunderschön sein, WENN nicht seit bereits 45 Minuten non-stop Justin Bieber Musikvideos auf dem TV im Bus laufen würden. KOOOOTZ!

Naja, hier nun der Rückblick unserer vergangenen Tage. Beim letzten Eintrag waren wir gerade abends in Mandalay angekommen. Kurz bevor wir die Stadt erreichten, konnten wir in einen kostenlosen Shuttlebus wechseln, welcher direkt in die Stadt fuhr, der andere fuhr weiter zum Busbahnhof außerhalb der Stadt. Anhand von MapsMe überprüften wir, wo wir waren und wie weit entfernt vom Hotel wir waren. Als es nur noch wenige Gehminuten waren, hielt der Bus auch zum ersten Stop an und hier stiegen wir aus. In der Eile passierte es dann, ich ließ mein Lieblingsarmband im Bus hängen. Ich hatte es kurz abgenommen, zum eincremen und dann in der Hektik und im Dunkeln nicht mehr gesehen. Merken tat ich es erst, als wir schon auf halber Strecke zum Hotel waren. Schnell liefen wir den Weg zurück, der Bus war aber leider schon weg. Wir wussten, dass als Endhaltestelle der Bahnhof angegeben war, also schnappten wir uns schnell ein Taxi dahin. Es war eigentlich direkt um die Ecke, aber von einem Bus keine Spur. Wir entschieden dann erstmal ins Hotel zu gehen und von dort das Bauunternehmen zu kontaktieren.

Im Hotel angekommen und eingecheckt, schilderte ich dem netten Mitarbeiter was passiert war. Der rief sofort bei JJ Express an und erklärte die Sache. Sie würden danach suchen hieß es, schwierig war allerdings, dass wir ja unterwegs den Bus gewechselt hatten und dort auch keine Sitznummer hatten. Naja, der Hotelmitarbeiter war sowas von freundlich und hilfsbereit und meinte wir sollen uns jetzt erstmal ausruhen und die vom Bus würden sich bei ihm melden.

Machten uns im Zimmer dann etwas frisch und da wir noch nix außer Frühstück an dem Tag hatten, liefen wir nochmal los. Fanden aber rein gar nix, wo man essen konnte, bzw. nur sehr zwielichtige Lokalitäten und entschieden uns dann für Instantnudeln ausm Supermarkt.

Die kochten wir dank Wasserkocher im Zimmer auf und setzten uns dann noch hoch auf die Dachterrasse.

Völlig platt ging es dann ins Bett, wo ich noch eine Weile um mein Armban trauerte.

Am nächsten Morgen schliefen wir aus und dann gab es wieder gratis Frühstück, diesmal auf dem Dach. Wie üblich Toast, Spiegeleier und Marmelade. Diesmal gab es aber auch Reis und so was, naja zum Frühstück muss das für mich nicht sein.

Dann chillten wir noch eine Weile auf dem Zimmer und 12 Uhr checkten wir aus. An der Rezeption gab es schlechte Neuigkeiten, kein Armband wurde gefunden 😦 Da wir für abends einen Nachtbus nach Kalaw gebucht hatten, entschieden wir, einfach eher zum Busbahnhof zu fahren und dort selbst nachzufragen.

Die Zeit bis dahin verbrachten wir mit einem Spaziergang durch Mandalay. Auch diese Stadt ist laut, dreckig, stinkt und man bekommt permanent Staub in jede Pore. Unterwegs gingen natürlich meine Flip Flops noch kaputt und ich musste bei der Brut meine Chucks anziehen, prima! Naja landeten schließlich auf einem Markt, wo wir gemütlich das Treiben beobachteten, Früchte erstanden und die Zeit dort genossen. Als wir uns satt gesehen hatten, setzten wir uns an eine ruhige Ecke und verspeisten unser Lieblingsobst, Dragonfruit! Beobachtet wurden wir von ein paar Kindern, denen wir dann kurzerhand zwei von unseren Früchten schenken. Das Lachen was sie uns schenkten, war Gold wert!

Dann liefen wir langsam zurück. Am Bahnhof hatten wir am Vortag ein paar Shoppingcenter gesehen. Dort wollten wir irgendwo was essen und der Hitze entfliehen. Leider gab es in dieseb Einkaufszentren kein Essen, nicht mal ein Café sondern nur Schuhläden und anderen Kram. Mist! Naja, wenigstens ne Toilette gab es. Als wir nach weiterem Laufen immer noch nix fanden, entschieden wir uns ein Taxi zu der Stelle zu nehmen, wo wir den Bus gewechselt hatten, vielleicht würde ja das Shuttle wieder da sein. Fanden eine Art TukTuk und wieder mal waren wir überrascht von der Freundlichkeit der Burmesen. Der Fahrer verstand kaum Englisch, rief aber sofort jemanden an, der dann auch zu uns kam und ihm erklärten wir, wo wir hin wollen. So klappte dann auch alles und kurz darauf fanden wir uns an der Stelle wieder, wo wir gestern ausgestiegen waren. Da es noch ziemlich zeitig war, setzten wir uns zu einer burmesischen Familie, die einen kleinen Stand da betrieb. Ein paar Hühner leisteten uns noch Gesellschaft und später auch noch ein paar Kühe. Marco bestellte sich dann noch eine Portion Reis dort und wir sahen noch einen schönen Sonnenuntergang. Dann kam endlich irgendwann das Shuttle und es war sogar der gleiche Fahrer. Auf dem Handy zeigten wir Bilder vom Armband und auch der Mann war wieder so was von hilfsbereit. Sofort rief er diverse Leute an, fragte nach, ließ uns durch den Bus gehen etc. Leider war das alles nicht erfolgreich, es sollte einfach nicht mehr auftauchen. Auch toll war, dass wir dann mit einem der Busse direkt bis zum Busbahnhof mit genommen worden sind. Dort starteten wir einen letzten Versuch, wieder mit extrem hilfsbereiten Leuten, aber leider hoffnungslos. Das Armband war weg und ich sehr traurig. Naja, wir haben alles versucht, mehr konnten wir nicht mehr tun.

Fragten uns dann durch, bis wir unser Busunternehmen für die Fahrt nach Kalaw gefunden hatten und setzten uns da dann hin.

Dort feierte einer der Mitarbeiter seinen Geburtstag und wir bekamen sogar ein Stück Torte ab. Voll nett! Diesmal fuhren wir mit Shwemingalar Express und zahlten gerade mal 13 USD zusammen für die Fahrt, das sind ca. 5,30 Euro pro Person.

Der Bus war genauso komfortabel wie der deutlich teurere JJ Expressbus, der mehr als doppelt so teuer gewesen wäre. Nur extrem kslt war es während der Fahrt, wir mussten uns mit allem Einhüllen was wir so da hatten, zum Glück gab es noch Wolldecken, sonst wären wir echt erfroren, so stark blies die Klimaanlage. Achja und die ersten beiden Stunden wurden wir mit burmesischer Karaoke gequält, Jenny und mein Auftritt in Prerow ist Grammy-Würdig gewesen, im Vergleich zu dem Gejaule!

Der nächste Kälteschock kam dann in Kalaw, wo wir statt 6 Uhr morgens, 2:45 Uhr ankamen! Es waren gerade mal 7 Grad!!!! Noch nie habe ich Asien so gefroren wie dort! Wir wussten ja, dass es im Norden kühler sein würde, aber 20 Grad Unterschied waren dann schon krass! Wir zogen uns also erstmal alles an, was wir dabei hatten (was nicht viel war, da unser Hauptgepäck in Bangkok auf uns wartet) und suchten dann unser Hotel, in der Hoffnung, dass da jemand wach ist. Ich hatte zwar bei booking.com angegeben, dass wir schon am frühen Morgen ankommen, aber nicht, dass wir mitten in der Nacht schon da sind.

MapsMe schickte uns natürlich erstmal in die falsche Richtung. Aus irgendwelchen Gründen wurde unser Hotel drei Mal in dieser Stadt angezeigt und wir liefen natürlich erstmal zum falschen. Wurden in irgendwelche Gassen gelotst, wo wir erstmal von einem Rudel Straßenhunden umzingelt wurden, die dann die Halbe Nachbarschaft wach kläfften. Bloß weg hier dachte ich und schnell liefen wir zurück zur Hauptstraße, wohin die Hunde auch noch kamen und weiter Terror machten. Liefen also schleunigst weiter und versuchten die andere Option auf MapsMe zu finden. Und siehe da, unser Hotel war genau dort, wo uns der Bus raus gelassen hatte!! Naja ein bisschen Abenteuer 3 Uhr nachts schadet ja keinem.

Das Tor zum Hotel war leider zu und auf unser Klingeln reagierte keiner. Klar war ja auch erst 3:30 Uhr. Zum Glück gab es eine Bank, die etwas windgeschützt lag und dort kuschelten wir uns hin. Als Decken dienten unsere Handtücher, Marco bekam noch ne lange Chill-Hose von mir und dann versuchten wir uns warme Gedanken zu machen. Fast eine Stunde verbrachten wir so und 4:30 Uhr klingelten wir dann nochmal. Und tatsächlich! Der Besitzer war schon auf den Beinen und wir durften sogar schon ins Zimmer. Juhu! Dort ging es nur noch schnell unter die heiße Dusche und dann ab ins kuschelige Bett.

Als wir ausgeschlafen hatten, liefen wir zu einem Café, um erstmal zu frühstücken und dann erkundeten wir die süße, kleine Bergstadt. Tagsüber ist es hier zum Glück auch warm, aber nicht so brütend heiß wie im Süden.

Als die Mägen gefüllt waren, wollten wir mal wieder den Markt ausfindig machen und dort verbrachten wir den Nachmittag. Ich erstand noch eine „Adidas“-Jogginghose für die kalte Nacht und zahlte nicht mal 1,50 EUR dafür. Bissl kurz an den Knöcheln aber wenigstens passt sie sonst, Marco fand leider nix passendes. Dann erstanden wir mal wieder ein paar leckere tropische Früchte und voll bepackt ging es in der Dämmerung zurück zum Hotel. Dort packten wir uns wieder warm ein, denn sobald die Sonne weg war, wurde es merklich kühler.

Abends gingen wir dann ein ein burmesisches Restaurant, ein Stück die Straße runter. Das Essen war ok, leider wieder sehr ungewürzt, aber es war billig und hat satt gemacht.

Am nächsten Tag wechselten wir unser Zimmer, da wir spontan eine Nacht länger bleiben wollten und konnten nach dem ausgiebigen Frühstück (im Hotel inklusive) schon umziehen. Dort haben wir dann erstmal Wäsche per Hand gewaschen und hatten zum Glück einen Außenbereich, wo wir es hin hängen konnten. Dann liefen wir in die Stadt, weil wir unsere Trekkingtour zum Inle Lake buchen wollten. Entschieden uns für die Agentur A1 Trekking, über die ich schon positive Berichte im Internet gelesen hatte.

Nachdem wir mit dem Angestellten dort quatschten und uns informiert hatten, buchten wir für umgerechnet 50 EUR pro Person, eine private Tour. Inkludiert war hierbei ein zwei-tägiger Trek, alle Mahlzeiten und eine Übernachtung in einem Bergdorf.

Als alles geklärt war, machten wir uns auf den Weg, um zu den „60 Buddhas“ zu laufen, die etwas in den Bergen zu finden waren. Liefen durch die kleine Stadt und waren bald in einer ruhigeren Gegend, wo wir die Natur genossen und nach ein paar Kilometern dann bei den Buddhas ankamen. Die stehen alle auf einem Hügel hinter einer Pagode und sind alle unterschiedlich vom Aussehen her. Eine tolle Aussicht von da oben hatten wir auch noch und somit hatte sich dieser Ausflug schon mal gelohnt.

Dann ging es zurück zum Hotel, wo wir erstmal unser Obst verspeisten und einen burmesischen Stummfilm anschauten. Ich war etwas platt und legte mich ne Weile hin, während Marco sich draußen etwas sonnte.

Als ich genug gelesen hatte, gesellte ich mich eine Weile hinzu und bald war es auch schon wieder am dämmern und unsere Mägen am knurren.
Diesmal entschieden wir uns für Indisch und es war total lecker!!! Haben uns verschiedene Portionen bestellt und die dann geteilt, mmmmh ein Traum!

Dann war es auch schon wieder Zeit fürs Bett. Packten nur noch die Sachen für unsere Tour zusammen, da wir nur einen Rucksack mit ein paar Klamotten, Wertsachen und meiner Kamera mitnahmen. Der andere Rucksack würde direkt in unser Hotel am Inle Lake gebracht werden.

Nach dem Frühstück am nächsten Morgen machten wir den Rest noch fertig und 8:30 Uhr wartete auch schon unser Guide Bill auf uns, ein 20-jähriger Burmese. Mit dem Auto ging es dann erstmal ne halbe Stunde aus der Stadt raus und 9 Uhr starteten wir dann mit unserer Wanderung. Ich bin total froh, dass wir uns für die private Tour entschieden hatten, somit konnten wir das Tempo bestimmen und die Ruhe genießen.

Der erste Tag war etwas anstrengend, es war brütend heiß und es ging eigentlich fast nur bergauf. Aber die Landschaft war einfach toll! Wir waren in der Trockenzeit da und der Reis war schon abgeernet und es war alles eher braun als grün, aber es war trotzdem total idyllisch! Wir liefen vorbei an Feldern, Wäldern, kleinen Dörfchen, wo die Menschen ihre Felder bearbeiteten und genossen die Ruhe und die Ausblicke.

Die erste kurze Teepause hatten wir in einem Dorf, wo das sogenannten PAO Volk lebt, die Frauen dort tragen alle schwarze Kleidung und leuchtende Turbane. Eine ältere Frau webte gerade eine der Taschen, die von den Stammesfrauen mit ihrer Tracht getragen werden.

Dann ging es wieder ein paar Stunden weiter und gegen 12 Uhr erreichten wir dann ein Dorf, wo wir unser Mittagessen bekamen. Ich war schon ziemlich knülle, es war so heiß und der Weg war manchmal echt anstrengend, weil es mehr war, als würde man ständig über einen Acker laufen haha. Aber naja, die erste Etappe war geschafft. Das Mittagessen war sehr reichlich, für uns sah es aus, als würden wir mit 6 anderen zusammen essen, aber nee, der gedeckte Tisch war allein für uns!

Nach dem leckeren Mahl machten wir erstmal Siesta. Bill wollte erst kurz vor 15 Uhr los, da dann die größte Hitze vorbei sein sollte, mir war das ganz recht!

Nach einem Nickerchen und Plumpsklobesuch, ging es dann auch weiter und wir liefen wieder den Berg hoch. Die Wanderung war wirklich toll, es hatte etwas entschleunigendes. Wir sahen wieder verschiedene Bauern, Kühe, Felder mit Chili oder Kohl, abgeerntete Reisterrassen und links und rechts von uns die Berge – Herrlich!

Nach einem letzten Stück Anstrengung den Berg hoch, kamen wir nach fast 20 km in dem Bergdorf an. War ich froh, als ich meine Schuhe ausziehen konnte! Das Dorf war auch total niedlich. Irgendwie konnte man sich vorstellen, dass es in Deutschland auch mal so ausgesehen hat, vor 500 Jahren und 20 Grad kälter. Die Menschen da wohnen entweder in kleinen Holz bzw. Bambushütten, oder hatten sich ein kleines Steinhaus gebaut. Die Tiere lebten mittendrin, meist Kühe, Hühner und Hunde. Draußen gab es ein Klohaus (Plumpsklo) und auch „duschen“ musste man im Freien. Dazu musste man in einen kleinen Bereich der aus Stein gebaut war und dort stand dann ein Eimer Brunnenwasser und eine Schüssel zum abspülen. Da diese „Dusche“ eher für Zwerge gebaut war und man quasi ab dem Bauchnabel aufwärts alles zu sehen gewesen wäre, begnügte ich mich lieber mit einer Katzenwäsche haha. Gesicht, Beine und Hände mussten reichen. Gingen dann noch eine Runde ums Dorf und dann war es auch schon Zeit fürs Abendessen. Wieder wurden wir kulinarisch verwöhnt und es gab einfach viel zu viel! Etwas schade fand ich, dass wir wieder nur zu zweit aßen. Ich dachte, dass wir mit der Familie zusammen und unserem Guide essen würden, aber die blieben alle unter sich. Das hatte ich mir anders vorgestellt, aber vielleicht ist das ja normal dort. Nachdem wir total voll waren, gingen wir in unseren Schlafbereich. Wir schliefen quasi im Wohnzimmer, wo noch ein Buddha-Altar stand und ansonsten waren da nur diverse Matratzen und Decken und halt unsere Schlafecke. Wir machten es uns auf den Matten gemütlich und mit 4 Wolldecken über mir war es dann auch sehr kuschelig. Schauten noch ne Folge Criminal Minds und dann schliefen wir total platt ein.

Morgens gab es 7 Uhr Frühstück, welches auch wieder megaviel war und dann verabschiedeten wir uns von der Familie. Eine Ananas schenkten wir der Mutter noch, die sich sehr freute. Dann hieß es weiter wandern. Wieder war es einfach nur herrlich, nur die erste Stunde war etwas anstrengend, da es noch bergauf ging, aber es war noch nicht zu heiß und aushaltbar. Einziger Nervfaktor war, dass wir heute total viele andere Touristen vor und hinter uns hatten. Am ersten Tag kamen uns gerade mal zwei entgegen und sonst hatten wir die Natur für uns, am zweiten Tag war unsere Route aber die gleiche und es wurde manchmal echt laut. Naja wir genossen den letzten Wandertag trotzdem in vollen Zügen. Die Landschaft war herrlich und die vielen kleinen Dörfchen auf dem Weg total malerisch. Die Bilder kommen in einem Extrabeitrag, wenn wir mal schnelles Internet haben. Ich versuch ein paar Handybilder anzuhängen.

Nach 16 km, zum Glück meist bergab, kamen wir am Ziel an. Dort gab es ein letztes Mittagessen, was zum Glück leicht ausfiel und als wir uns genug ausgeruht hatten, brachte uns Bill noch zum Bootsanleger. Wir hatten ein privates Boot für uns und sollten innerhalb von einer Stunde zur Stadt Nyaung Shwe gefahren werden. Die ersten 20 Minuten genossen wir die Fahrt entlang des Kanals sehr, links und rechts von uns waren die „Fließenden Gärten“, wo die Bewohner auf Stelzenhäusern wohnen und allerlei Nahrung anbauen. Es sah wirklich malerisch aus. Doch dann hatte unsere Fahrt ein abruptes Ende, mitten auf dem Kanal versagte auf einmal der Motor. Natürlich bei unserem Boot! Ich glaube wir mussten fast 40 Minuten in der prallen Sonne ausharren, bis endlich ein „Abschlepp-Boot“ ankam. Zum Glück hatte unser Kapitän ein paar Schirme dabei, sodass wir wenigstens etwas Schatten hatten. Naja, als wir dann im anderen Boot waren, ging es dann endlich in Richtung Inle Lake. Dort schipperten wir dann eine Stunde lang drüber und sahen unter anderem auch die Einbein-Fischer! Die rudern mit einem ihrer Beine, um beide Hände frei zu haben, das sah schon sehr cool aus. Auch sonst gab es viel interessantes zu sehen und wir genossen auch diese Fahrt wieder sehr.

Dann kamen wir am eigentlichen Ziel des Tages an und nach kurzem Fußweg checkten wir im Primrose Hotel ein. Hatten ein süßes Zimmer mit eigenem Eingang und einer Terrasse davor und relaxten erst einmal. Unsere Sachen wuschen wir dann auch mal wieder, natürlich per Hand und dann liefen wir erstmal durch den Ort. Da es schon langsam spät wurde, gingen wir erstmal ins Restaurant, wo ich mir ne sehr leckere Pizza gönnte. Nach der Tour darf man sich das ja mal erlauben hehe. Dann gingen wir noch auf den Nachtmarkt, der aber leider nix besonderes war und dann schlenderten wir zurück ins Hotel.
Vorgestern schliefen wir erstmal schön aus und gingen dann zum Frühstück, was auch wieder im Preis inbegriffen war.

Gegen Mittag schlenderten wir dann zum Mingalar-Markt, der total riesig war und bestaunten die reichliche Auswahl an Gemüse, Obst, Gewürzen, Klamotten, Schmuck und ähnlichem Plunder. Für mich sprang noch ein Ring raus und an den Dragonfruits konnten wir auch nicht vorbei gehen. Als wir alle Eindrücke eingesogen hatten, ging es für ein kurzed Päuschen zurück zum Hotel und nachmittags spazierten wir dann an einem kleinen Kanal raus in die Natur. Es war wieder wunderschön da! An dem kleinen Fluss wuschen die Dorffrauen ihre Wäsche oder auch ihre Kinder. Wanderten ungefähr eine Stunde raus und beobachteten die Einheimischen bei ihrer Arbeit. Alles geht hier per Hand! Dann war es Zeit zurück zu gehen. Im Hotel buchten wir noch den Bus für die Rückfahrt nach Yangon mit Full Moon Express für gerade mal 12 Euro pro Person. Als es dann Zeit fürs Abendessen war, schlendeten wir durch die Stadt und fanden dann ein kleines Lokal, wo wir gerade mal 92 Cent für 2 kleine Mahlzeiten bezahlten.
Dann war auch der Tag schon wieder rum und abends trank ich den Wein, den ich bereits in Kalaw gekauft hatte. Leider schmeckte er nicht wirklich und es blieb bei dem einen Glas.

Gestern schliefen wir wieder aus, frühstückten in Ruhe und als der Besitzer vom Hotel kam, meinte er wir können noch bis 15 Uhr das Zimmer haben. Sehr cool! Unser Nachtbus ging erst 18 Uhr los, also hatten wir noch Ruhe. Gingen dann nochmal eine Runde über den Markt und Marco wollte dann nochmal joggen. Die Zeit nutzte ich dann zum Lesen, komm so gar nicht dazu hier haha. Dann hieß es wieder zusammen packen und nochmal duschen und Punkt 15 Uhr checkten wir aus. Blieben noch für ne Stunde in der Lobby fürs W-Lan und dann wollten wir noch was essen gehen. Fanden wieder nen kleinen Stand, wo wir zwei riesige Teller gebratenen Reis mit Gemüse für 2 Euro bekamen.
Und dann war es auch schon Zeit für den Bus, damit fing ja mein Beitrag an.

Mittlerweile ist schon der 01.03.2018, gleich halb acht abends und wir hatten heute nochmal volles Programm hier. Davon schreib ich aber im nächsten Bericht. Morgen Mittag geht es wieder zurück nach Thailand, juhu!

Das war es erstmal wieder von mir! Liebste Grüße ins eiskalte Europa!

Manja

Ps: Leider ist das Internet hier zu schlecht um die Bilder hochzuladen, ein paar haben geklappt. Den Rest füg ich morgen nach.

2 Gedanken zu „Trekking-Tour zum Inle Lake“

  1. Ach meine Große toll was ihr da alles so erlebt,das mit dem Armband ist ja schade…und trotzdem schon,wie hilfsbereit die Menschen da sind.Ich freu mich schon auf den nächsten Reisebericht …hdl

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