Südostasien

I’m a diver, baby!


So Freunde & Familie, ich konnte mich endlich mal wieder aufraffen, um euch wieder Bericht zu erstatten 😉 Eigentlich gibt es nicht wahnsinnig viel zu berichten, da wir die letzten Tage fast nur das gleiche gemacht haben…

Mittwoch frueh haben wir uns (ohne Hausaufgaben…) in die Schule geschleppt. Dort wurden wir von nem hollaendischen Tauchlehrer begruesst und dann ging der Tauchunterricht los. Bekamen am Tag zuvor zwei Tauchbueher und wir sind davon 2 Kapitel durchgegangen. Das ganze ging ca. 2 Stunden und dann hatten wir erstmal Pause, die wir in der Sonne verbrachten. Mittags gings dann wieder weiter und wir suchten unsere Tauchausruestung aus. Die bestand zunaechst aus einem kurzen Nasstauchanzug, einer Tarierjacke, Flossen und einer Maske mit Schnorchel. Als wir alle die passenden Groessen ausgesucht hatten, ging es mit ca. 10 anderen Tauchern, im kleinen Boot Richtung Tauchboot. Dort bekamen wir dann noch die Sauerstoffflasche und die passenden Schlaeuche. Uns wurde noch gezeigt wie wir alles korrekt anziehen und aufbauen und dann gings direkt ins Wasser! Auf unserem ersten Tauchgang begleitete uns Jean-Nicholas aus Kanada, der schon seit Ewigkeiten taucht. Wir mussten auf 4 Meter Hoehe dann diverse Uebungen mit ihm machen. Zum Beispiel, das Mundteil fallen lassen und dabei auszuatmen  und nicht die Luft anhalten. Mit einer Handbewegung mussten wir dann das Mundteil wiederfinden. Das fand ich noch ziemlich einfach und hatte nicht wirklich Probleme mit. Danach mussten wir Wasser in unsere Maske lassen und das Wasser anhand der Nase wieder aus der Maske blasen. Das ging auch noch irgendwie, auch wenns nicht grad angenehm war. Schliesslich kam die letzte Uebung… Wir mussten die Taucherbrille komplett abnehmen und dann wieder aufsetzen und das Wasser rausbekommen. Ich sag euch, fuer mich war das der Horror. Ich konnte Mund – u. Nasenatmung nicht trennen und hab voll das Wasser in die Nase bekommen und es war einfach nur baaaah! Jean-Nic musste mich dann erstmal beruhigen, weil ich es einfach nicht hinbekommen habe, nur mit dem Mund ein-und auszuatmen und er meinte er hatte anfangs auch total die Schwierigkeiten damit. Naja… haben diese Uebung dann auf den naechsten Tag verlegt. Nach einer Weile ging es dann zurueck aufs Boot und wir fuhren zu einem anderen Tauchgang. Dann konnte ich endlich wieder normal tauchen, ohne so ne bloeden Uebungen zu machen 😉  Das war wieder herrlich. Hier gibt’s so viele wunderschoene Fische. Von klein bis riesig und alles ist so bunt, das ist der Wahnsinn. Einen kleinen Hai und einen blauen Stachelrochen haben wir sogar gesehen 😀 Gegen 17.00 Uhr ging es dann wieder Richtung Insel und wir mussten noch die Austruestung abwaschen, was weniger angenehm war. Gingen abends noch kurz was essen und dann paukte ich bis nach Mitternacht noch im Tauchbuch.

Donnerstag hatten wir vormittags wieder Unterricht, diesmal mit Tauchlehrer Freddy aus Frankreich. Gingen die restlichen Kapitel im Buch durch und lernten schliesslich auch mit dem Tauchplaner zu rechnen. Wen’s interessiert was das ist und was man damit macht, hier ein Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Professional_Association_of_Diving_Instructors#Recreational_Dive_Planner

Dann gings mit der schriftlichen Pruefung los, die wir alle bestanden haben 😀 Schliesslich konnten wir Mittagspause machen und haben schnell was gegessen. Kurz darauf ging es wieder mit dem Boot raus. Dort machten wir wieder Uebungen und Freddy uebte mit mir nochmal das Absetzen der Maske unter Wasser. Nachdem ich an der Oberflaeche noch ueben konnte, habe ich es schliesslich auch in der Tiefe hinbekommen. Dann ging es wieder zurueck zum Boot und wir fuhren wieder ein Stueck weiter, zum naechsten Tauchpunkt. Dort konnten wir dann wieder ganz entspannt tauchen und es macht einfach unglaublich viel Spass! Abends haben wir mal wieder nix gemacht, weil wir so fertig vom Tauchen waren. Haben nur noch was gegessen und sind dann wieder totmuede ins Bett. Am naechsten Morgen mussten wir schon 7 Uhr aufstehen, denn es war wieder Pruefungstag. Trafen und halb acht mit den anderen und sammelten die Ausruestung ein. Dann ging es wieder aufs Boot und kurz darauf tauchten wir runter auf 18 Meter und mussten nochmal die gelernten Uebungen vorzeigen. Hab diesmal auch alles ohne Probleme hinbekommen!!! Den zweiten Tauchgang konnten wir dann wieder richtig geniessen und es war mal wieder der Wahnsinn. Hab viele Baracudas sehen koennen, einen kleinen Hai, 2 blaue Stachelrochen und so viele andere unglaublich grosse Fische, das war wie im Traum. Langsam wurde aber die Luft knapp und wir mussten leider wieder aufs Boot, wo wir leicht seekrank wurden, weil so ein starker Wellengang war. Zum Glueck gings uns nicht so schlecht, wie der einen Hollaenderin, die sich permanent uebergeben musste…

Zurueck an Land, bekamen wir dann endlich unseren Tauchschein und das Logbuch mit allen Tauchgaengen drin, die wir bisher gemacht haben! Man, das war echt ein tolles Gefuehl 😀

Unseren richtigen Tauchausweis mit Bild bekommen wir dann noch nach geschickt. Aber wir duerfen jetzt quasi weltweit tauchen gehen!!! Mittags waren wir dann ziemlich fertig und gingen nur noch schnell was essen. Wobei uns vom Schiff immer noch ziemlich schwindelig war. Legten uns dann noch ein paar Stunden hin und abends liefen wir am Strand entlang zu einem Restaurant direkt ueber dem Meer (war auf Stegen aufgebaut und total super). Hab dort lecker Knoblauchbrot und eine Thaisuppe mit Shrimps und riesigen Nudeln gegessen und ENDLICH mal wieder Wein getrunken. Hier gabs fast ueberall nur Bier… Dann gings mal wieder zeitig ins Bett, weil wir fuer heute noch einen Tauchgang gebucht haben.

7 Uhr wurde ich von Jenny ausm Bett geschmissen und kurz darauf sassen wir auch wieder aufm Boot. Weise wie wir nun mal sind, hatten wir uns gestern Abend in der Apotheke noch Tabletten gegen Seekrankheit gekauft und die noch eingeschmissen, bevor wir los sind. Dementsprechend gut gings uns dann auch auf dem Boot. Diesmal sollte es auf 30 Meter gehen und zusammen mit Jean-Nicholas sprangen wir kurz darauf wieder in den Golf von Thailand. Die Stroemung dort war ganz schoen krass und es war etwas anstrengend da zu tauchen, aber gelohnt hat es sich auf jeden Fall wieder. Wir haben uns hier eine Unterwasserkamera gekauft, aber durften diese waehrend des Kurses leider nicht nehmen. Ich such euch aber mal Bilder aus dem Internet raus, von Fischen die es hier so gibt. Denn all das zu beschreiben, was ich gesehen habe, ist ziemlich schwierig. Man kann sich das so gar nicht wirklich vorstellen. Es waren einfach so UNGLAUBLICH viele Fische ueberall. Ueber mir, unter mir, hinter mir und neben mir! Ich kanns immer noch nicht glauben, dass ich das alles gesehen habe!

Zurueck auf dem Boot gabs (wie die anderen Tage auch) lecker frische Ananas, Kaffee, Tee und Kekse und wir waermten uns wieder etwas auf. Das Wasser hat zwar eine Temperatur von ca. 28 Grad, aber beim Tauchen friert man dann doch irgendwann. Dann gings zum naechsten Tauchgang, den wir auch nochmal sehr genossen haben. Diesmal hab ich sogar 2 Muraenen sehen koennen, Wahnsinn! Vati, ich hoffe irgendwann koennen wir zusammen tauchen gehen!

Tja und jetzt ist die Zeit hier auf der Insel schon fast wieder vorbei. Vorhin waren wir nochmal kurz am Strand spazieren und sind im selben Restaurant wie gestern Abend gelandet. Dabei wurden Postkarten geschrieben und die erste fertige Postkarte an Oma ist nach nem kleinen Windstoss direkt mal ins Meer geflogen… Hmm vielleicht kommts ja irgendwie an 😉 Aber keine Sorge Oma, hab dir ne neue geschrieben 😉

Haben vorhin dann noch Tickets fuer unsere Fahrt Richtung Laos gekauft. Morgen geht es 14.30 Uhr mit der Faehre wieder zurueck nach Chumphon und dort muessen noch ein paar Stunden Zeit totschlagen, bevor dann der Nachtzug Richtung Bangkok faehrt. Eine Busfahrt wollten wir uns nicht nochmal antun. In Bangkok sollten wir so 9 Uhr morgens ankommen und dort verbringen wir dann noch den Tag. Abends um 20 Uhr faehrt dann der naechste Nachtzug nach Nong Khai, was direkt an der Grenze zu Laos liegt. Von dort aus geht das Abenteuer Asien dann weiter und ich freu mich schon drauf, euch davon zu berichten!

Sitzen grad noch mit nem Chang Bier im Zimmer und gleich gehts noch mal an die Bar, um mit den anderen Tauchern noch etwas zu quatschen.

Drueck euch alle ganz doll und gruess diesmal ganz besonders Gisas Mutti, Monika, die wohl immer schoen fleissig meine Berichte liest 🙂 LG nach Borna und den Rest von Deutschland und Irland.

Ich meld mich dann aus Laos, falls ich da Internet haben sollte 😉

Manja

Hier ist noch Links ueber die Unterwasserwelt von Koh To:

http://www.simplelifedivers.com/gulf-of-thailand/marine-life-guide.html

http://kohtaoonline.com/marinelife.htm

http://www.bigblueconservation.com/index.php?option=com_content&view=article&id=6:fish-indicator-species&catid=35:indicator-species&Itemid=39

und noch ein Video was ich auf youtube gefunden habe (so waren unsere Tauchgaenge auch ungefaehr)

Ein Gedanke zu „I’m a diver, baby!“

  1. Oh mein Gott, ich sitze grade an der Arbeit und bin schon fast am Brechen wegen selbiger, aber deine Reiseberichte lassen mich aufleben! Vielen Dank für diese wunderschöne Berichterstattung!

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