Südostasien

Mekong-Delta und Roller-Minh-City, Vietnam


10.04.2018 – 17.04.2018

Am 10. April wurden wir dann nach einem Frühstück abgeholt, denn unser Ziel war Can Tho, im Mekong-Delta von Vietnam. Wieder lag ein langer anstrengender Tag in diversen Bussen vor uns.

Mit einem Minivan ging es zur vietnamesischen Grenze. Dort warteten wir eine ganze Weile, bis wir den Ausreisestempel von Kambodscha und schließlich den Einreisestempel von Vietnam hatten. Da wir nur eine Woche bleiben würden, bekamen wir den kostenfreien Zutritt ins Land, für Deutsche bekommt man 15 Tage kostenlosen Zutritt nach Vietnam. Für eine Körpertemperatur-Messung sollten wir dort übrigens jeder einen Dollar zahlen. Die spinnen echt, haben das natürlich nicht bezahlt Haben denen unsere letzten Kambodschanischen Riel hin geworfen, die keinen Wert hatten und sind einfach weiter gegangen, abzocken lassen wir uns nicht!

Nachdem wir in Vietnam waren, ging es mit einem weiteren Minivan weiter Richtung Ha Tien Stadt, wo wir am Busbahnhof raus geworfen wurden. Dort mussten wir knapp 2 Stunden warten, bis unser Bus in Richtung Can Tho weiter fuhr. Die Zeit verbrachten wir mit einem älteren französischem Pärchen, die auch das gleiche Ziel hatten und ich konnte meine Französischkenntnisse mal wieder etwas auffrischen. Die beiden waren bestimmt schon um die 70 und liefen mit Backpacks rum und reisten durch Kambodscha und Vietnam! So cool, ich hoffe sehr, dass wir in dem Alter auch noch so rüstig sein werden und sowas machen können!

Endlich ging die Fahrt dann weiter und nach endlos erscheinender Zeit, kamen wir endlich in Can Tho an. Natürlich lag die Busstation wieder extrem weit außerhalb und wir wurden direkt wieder von Taxifahrern belagert. Die Preise die uns angeboten wurden, waren allerdings extrem übertrieben und somit buckelten wir die Rucksäcke und wollten schon mal ein bisschen Strecke gut machen, denn unser Hotel lag etwa 5 km entfernt von der Busstation. Wir liefen etwa 2,5 Kilometer und dann brauchte ich erstmal ne Pause. Ich hatte dank diverser Souvenirs etwa 20 kg auf dem Rücken und mein kleiner Rucksack den ich vorne trage, hatte bestimmt auch um die 8 kg, dank Laptop, Kameraausstattung und Buch und ich war am Dauerschwitzen! Ein Taxifahrer hielt dann an und er bot uns einen guten Preis an und wir ließen uns die letzten paar Kilometer zum Hotel fahren.

Dort checkten wir schnell ein und fanden ein sehr großes, sauberes Zimmer mit Klimaanlage, Kühlschrank, großem Badezimmer und Balkon vor.

Unsere Mägen knurrten so laut, dass sie wahrscheinlich in Hanoi gehört worden sind, also gingen wir dann nochmal raus, obwohl wir beide total platt waren.

Mussten zum Glück nicht weit laufen und fanden einen Streetfood-Stand, wo es unsere geliebte Pho Suppe gab! Bestellten dazu Bier und genossen es, endlich wieder in Vietnam zu sein. Auch hier war ich nun zum Dritten Mal und für mich ist es eins der schönsten Länder in Südostasien!

Genossen die leckere Suppe, die wir mit viel Chili, Koriander und Limetten selbst verfeinern konnten und pappsatt ging es dann zurück ins Hotel, wo wir direkt ins Bett fielen. In Can Tho gab es übrigens kaum westliche Touristen, wir wurden also wieder totaaaal angestarrt, als wären wir Außerirdische haha.

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Am nächsten Morgen, buchten wir zuerst einen Ausflug ins Mekong-Delta für den nächsten Tag und dann wollten wir die Stadt ein wenig entdecken.

Suchten erstmal eine ganze Weile nach unserem anderen Lieblingsessen Vietnams, den Banh Mi! Das sind vietnamesische Baguettes, die mit allerhand Zeugs gefüllt werden und einfach nur traumhaft lecker und spottbillig sind! Fanden leider keinen Stand, aber dafür die Post, wo wir eigentlich Briefmarken für unsere Postkarten aus Kambodscha kaufen wollten. In Kampot gab es nämlich keine mehr zu kaufen und in Kep hatten wir keine Zeit mehr dazu. Leider hatten die nur Briefmarken, die eine kleine Währung hatten und somit hätten wir ca. 6 Stück auf eine Karte kleben müssen und der ganze Text wäre weg gewesen, also kauften wir da keine. Wollten uns auch über Paketpreise nach Deutschland informieren, aber die haben uns leider nicht verstanden und wir sie auch nicht, also war das wohl eher ein Flopp. Dann suchten wir weiter und weiter nach Banh mi und als wir schon fast aufgeben wollten, fanden wir dann endlich den ersehnten Stand! Deckten uns dort gleich ein und dann liefen wir erstmal zurück zum Hotel, um endlich zu frühstücken. Mittlerweile war es auch schon früher Nachmittag! Genossen also im Zimmer dann erstmal unser lecker Mahl, pimpten das Baguette noch mit Schmierkäse und Tuong Ot  auf (unserer Lieblings-Chili-Soße aus Vietnam) und entspannten ne Runde.

Dann ging es weiter in die zweite Runde, wir gingen wieder in Richtung Stadt und schlenderten über die Märkte und Marco fand dann noch nen günstigen Friseur, wo er sich die Matte abrasieren ließ. Ich war weniger begeistert, denn ich mag seine Haare voll, aber ich kann mich ja schlecht beschweren, hatte ich doch erst 2 Monate zuvor meine Mähne abschneiden lassen, wegen der Hitze hehe. Dann ging es noch in ein Einkaufszentrum, weil ich ein neues Ladekabel für mein Handy brauchte.  Auf dem Rückweg zum Hotel, kamen wir noch bei nem Markt vorbei, wo wir für Marco neue Schuhe kauften und außerdem ein paar rote Drachenfrüchte erstanden, dann deckten wir uns noch mit Bierchen und Banh mi ein und verbrachten einen entspannten Abend auf dem Balkon, mit viel Musik und Gequatsche. Übrigens ist der Verzehr von den roten Drachenfrüchten nicht so angenehm, wie der der weissen. Man sieht aus wie ein Zombie (da man dann überall rote Flecken um den Mund hat) und der Klogang am nächsten Tag wird dann auch erstmal zur Überraschung, denn alles ist lila!!!! Der Schock des Lebens, bis einem einfällt, was man am nächsten Tag verspeist hat haha!

Am nächsten Morgen mussten wir leider schon 4:30 Uhr aufstehen, da wir ja die Mekong-Tour gebucht hatten und die sollte 5 Uhr starten! Fast pünktlich kamen wir in die Lobby und von dort ging es zur Ablegestelle für die Boote. Wir hatten ein Boot zusammen mit einem Kanadier und einer Holländerin und dazu kam noch die Bootsführerin und die Reiseleitung.

Der Ausflug war wirklich richtig schön und hat sich total gelohnt! Wir schipperten zu erst ein paar ‚Floating Markets‘ an, also Märkte auf dem Fluß, wo riesige Boote auf dem Mekong ankerten und kleinere Boote dort die Waren einkauften. Es gab wirklich alles, von Knoblauch über Blumen zu Obst! Und das Gewusel zu beobachten war wirklich richtig interessant! Unsere Reiseführerin spendierte uns dann noch nen Kaffee vom Kaffee-Boot, der leider für uns eher ungenießbar war, denn als Milch gab es nur diese abartige Kondensmilch und die kann ich gar nicht ab, ich mag keinen gesüßten Kaffee. Naja, wir tranken soviel es ging, für unseren Koffeingehalt und zum Frühstück gab es dann noch ein Banh Mi und leckere frische Ananas!

Eine Bambuskrone bekamen die Holländerin und ich auch noch und dann schipperten wir weiter auf dem Mekong. Unser nächster Stop war dann bei einem wunderschönen Garten! Dort wuchs wirklich alles, was man sich wünschen konnte, diverse Kräuter, Ananas-Pflanzen, Durian (bäh, aber Marco liebt die Stinkdinger), Mangos und und und! Wanderten dann noch ein wenig durch die traumhafte Gegend und kamen dann, nachdem wir eine „Brücke“ überquert hatten, bei einem kleinen Restaurant an, wo wir uns frische Kokosnüsse gönnten und der Bootsführerin ein Mittagessen spendierten.

Nach der Pause ging es dann wieder weiter durch viele kleine Kanäle, wo es total entspannt war und schließlich kamen wir wieder am Mekong raus.  Dort besuchten wir noch kurz eine Reisnudelfabrik, die aber nicht so interessant war und dann tuckerten wir wieder gemütlich zur Anlegestelle! Der Ausflug hat sich wirklich richtig gelohnt und es war ein toller Trip, den ich jeden weiterempfehlen kann! Am liebsten hatte ich den schönen Garten, mit den vielen verschiedenen Früchten, ich wünschte ich könnte in Deutschland solch einen Garten haben!!!

Wurden dann zurück ins Hotel gefahren und dort gönnten wir uns erstmal ein Banh Mi, welches wir noch vom Vortag im Kühlschrank hatten. Dann gab es ein Nickerchen und abends gingen wir nochmal raus, um wieder lecker Pho-Suppe zu essen!

Verbrachten dann noch ein paar Stündchen auf dem Balkon und dann ging es wieder ans Packen, denn am nächsten Morgen wollten wir weiter nach Saigon.

Morgens gab es natürlich wieder ein Banh Mi zum Frühstück und dann fuhren wir mit einem Taxi zum Busbahnhof. Dort kaufte ich die Tickets bei Futa Bus und 15 Minuten später ging die Fahrt schon los. Wir hatten wieder die tollen Sitze im Bus, worin man (wenn man nur durchschnittlich groß ist) ganz gut liegen kann und somit konnten wir die 2 stündige Fahrt, entspannt überstehen.

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In der Roller-Hauptstadt angekommen, fuhren wir mit einem Taxi in Richtung Backpacker-Viertel, dem District 1. Wir waren ja erst vor einem Jahr in Vietnam, eigentlich fast zur gleichen Zeit und wollten wieder im Banana Leaf Hotel absteigen. Dort hatte es uns letztes Jahr wirklich richtig gut gefallen! Nach einigem Suchen und Schleppen, fanden wir das Hotel auch wieder, doch leider war unser Dachterrassen-Zimmer vom letzten Jahr bereits ausverkauft. Sooooo schade und etwas angepisst waren wir, denn kurz vor uns wurde erst das Zimmer gebucht aaaaah!!!

Aber wir bekamen eine ganz gute Alternative. Im dritten Stock des Hotels fanden wir ein schön großes Zimmer, mit Klimaanlage und Terrasse vor, die war zwar kleiner als die Dachterrasse, doch war die nur für die Bewohner des dritten Stocks zugänglich und wir hatten keine Nachbarn hihi.

Nachdem das alles geklärt war, schrieb ich schnell mit Jenny, meiner besten Freundin (für mehr History, siehe Einträge der letzten Jahre). Jenny befand sich auch gerade in Ho Chi Minh, weil sie einen Toefl-Kurs machte, um an asiatischen Schulen zu unterrichten! Wir machten aus, dass sie abends zu uns kommen würde und entspannten die paar Stunden noch ein wenig auf der Terrasse. Endlich war es dann soweit und wir machten uns auf, zum Treffpunkt an der Hauptstraße. Kurz darauf lagen Jenny und ich uns in den Armen, fast ein Jahr war seit unserem letzten Wiedersehen vergangen! Gingen noch ein bisschen einkaufen und dann ließen wir es uns auf der Terrasse gut gehen. Wir spielten Poker, tranken zu viel Wein, Bier und Vodka und krächzten zu diversen DDR-Liedern in die Handykamera und schickten das peinliche Resultat an unsere Väter (die sich auch sehr gut kennen). Jenny pennte dann direkt bei uns und am nächsten Morgen ging es uns weniger gut, aber gegen Mittag rafften Jenny und ich uns dann auf und besorgten Junk Food um den Kater zu vertreiben. Jenny fuhr dann wieder zurück zu ihrer Unterkunft und Marco und ich entspannten bei Pizza und Pita im Bett und bewegten keinen Muskel, nach der harten Nacht haha.

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Der Tag war also eher ein touristischer Reinfall, aber wir waren ja erst dort und mussten die Touri-Sachen nicht mehr machen und gönnten uns diesen Ruhetag dann lieber und gingen zeitig ins Bett. Am sehr frühen Morgen (5:30 Uhr) wurden wir dann von einer Darstellung geweckt, wo wir dachten, dass direkt über uns ein Porno gedreht wurde, nerrrrrv)!!! Ich glaube wir nehmen in diesem Urlaub so alles mit, was einem den Schlaf rauben kann!

Schliefen dann mehr oder weniger aus und hatten dann volles Programm. Wir brauchten noch Postkarten, einen Supermarkt und die Post durfte auch nicht fehlten.

Schlenderten dann also in aller Ruhe zum Hauptpostamt, wo wir endlich Briefmarken für die Postkarten aus Kambodscha bekamen und Marco noch ein paar vietnamesische abschickte und dann informierten wir uns nach Preisen für ein Seefrachtpaket nach Deutschland, denn wir wollten einiges an Klamotten und unsere geliebte Tuong Ot Chili-Soße nach Deutschland senden. Die Preise waren nicht allzu teuer und dann gingen wir ins nächste Einkaufszentrum, da wir dort die Soßen kaufen wollten.

Als wir wieder bei der Post waren, kam die Ernüchterung, wir durften die Soßen nicht verschicken, aaaaaaaargh!!!!! Aus zolltechnischen Gründen, war der Versand von so großen (800ml) großen Flaschen untersagt. Bloß gut, dass wir ca. 5 kg davon eingekauft hatten! Alles diskutieren nützte nix und somit hatte Marco das Los, die Soßen nun in seinem Rucksack zu tragen! Zum Glück haben wir uns von 7 kg Klamotten und unnützem Zeug getrennt und somit war es dann doch nicht ganz so schlimm, aber nervig war es allemal. Für die 7 kg zahlten wir übrigens etwa 40 EUR per Seefracht.

Als das dann alles geklärt war, gingen wir zu McDonalds nebenan auf nen Kaffee und ich kaufte mir bei so nem Stand noch ein neues Buch und dann liefen wir zurück zum Hotel, wo wir erstmal eine Weile entspannten.  Für Winnie Pooh erstand ich übrigens noch einen neuen Reishut, sein alter war schon äußerst zerfleddert und er war wieder happy 😀

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Abends trafen wir wieder Jenny und eine Freundin von ihr auf ein Bier und danach liefen Marco und ich noch zu einem Falafel-Restaurant, wo es leckere Pitabrote mit Füllung gab.

Unseren letzten vollen Tag in Vietnam nutzten wir erst mit einem langen Spaziergang durch die Stadt, über ein paar Märkte und durch ein paar Einkaufszentren und danach ging ich dann erst zum Friseur, da meine Haare in den zwei Monaten, nach dem letzten Schnitt, wieder ziemlich gewachsen waren und danach gönnte ich mir eine Fußmassage mit anschließender Pediküre, mmmmh traumhaft.

Traf mich dann mit Jenny für nen Mädels-Nachmittag. Erst gingen wir zu ner Massage, die sehr entspannt war und danach gönnten wir uns ein paar Bierchen und quatschten und freuten uns einfach, wieder vereint zu sein. 20 Uhr stieß Marco dann wieder zu uns und wir gingen nochmal Pho Suppe essen und danach wieder zu uns, um auf der Terrasse nochmal zu pokern und einen letzten schönen Abend gemeinsam zu verbringen!

Es war echt nochmal eine richtig schöne Zeit und ich war froh, Jenny mal wieder gesehen zu haben, wer weiß wann das nächste Mal sein wird… Doch alles muss irgendwann ein Ende haben und wir mussten uns wieder verabschieden, wie schon so oft in der Vergangenheit 😦

Für uns ging es am nächsten Tag weiter nach Jakarta, Indonesien und Jenny hatte wieder ihren Kurs!

Dieses Mal war unser Aufenthalt in Vietnam eher kurz, aber sehr intensiv und ich freue mich schon aufs nächste Mal! Fotos von Ho Chi Minh habe ich diesmal fast keine gemacht, wenn ihr welche sehen wollt, dann schaut einfach hier nach:  https://weltenbummlerin.org/2017/04/30/von-klein-moskau-ueber-die-berge-dalats-nach-roller-chi-minh/

Über unseren Start in Indonesien berichte ich dann im nächsten Blogeintrag!

Tropische Grüße,

Manja xx

 

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