Südostasien

Ich hasse Hähne! Unser Wochenrückblick


Über den Wolken, 13.04.2017

13:00 Uhr

Hallo liebe Blogleser und viele Grüße aus dem Cebu Pacific Flieger Richtung Manila.

Schon wieder sind einige Tage ins Land gegangen und unser Aufenthalt hier, auf den Philippinen, neigt sich dem Ende zu. Nun erst mal ein Rückblick unserer letzten Woche auf Bohol.

Sonntag waren wir ja noch auf Pamilican Island und konnten (natürlich) mal wieder nicht durchschlafen. Übeltäter diesmal die neuen Nachbarn und natürlich meine neuen Lieblingstiere, die Hähne. Schrecklich diese Gekrähe mitten in der Nacht. Hier ein kleiner Auszug, aus unseren Nächten auf den Philippinen (den Ton müßt ihr etwas lauter einstellen):

Naja, wir sind dann glaub ich 6:30 Uhr aufgewacht und haben noch ein wenig gechillt, dann ging es zum Frühstück und schließlich packten wir unsere sieben Sachen zusammen. Ein Boot sollte uns gegen 9 Uhr mit rüber nach Baclayon nehmen. Davor mussten wir noch unsere Rechnung bezahlen. Natürlich klappte auch dies nicht reibunglos. Die Unterkunft hatte ich ja über www.booking.com gebucht und dort war angegeben, dass man mit Kreditkarte zahlen kann. Auch als wir angekommen sind, haben wir die Inhaberin gefragt, ob wir mit Karte zahlen können und dies wurde mit „Yes, yes! No problem“, bestätigt. Mary hatte als Kreditkartenlesegerät nur so ein Teil, was man aufs Handy steckt und über Internet funktioniert. Da aber auf der Insel, der Empfang äusserst gering ist, funktionierte das Ganze natürlich nicht. Super! Hatten natürlich auch nicht mehr genug Bargeld dabei, um die gesamte Rechnung zu bezahlen. Zum Glück haben wir noch als Notgroschen ein paar Euro-Scheine dabei. Nachdem Mary gefühlte 20 Minuten versuchte, das Lesegerät in Gang zu setzen, boten wir ihr an, in Euro zu bezahlen und die Differenz mit den Peso, die wir noch hatten und sie stimmte freudig zu, super…

Kurzes Fazit zu unserem Aufenthalt auf Pamilacan Island: Die Insel selbst ist wirklich ein Traum, nachdem es den ersten Tag geregnet hatte, hatten wir danach wieder viel Glück und konnten den Start in den Urlaub so richtig genießen. Ich denke ein paar Tage sollten für diese kleine Insel ausreichen. Es gibt einiges zu tun, wie wandern, schnorcheln/ tauchen, am Strand relaxen, Delfintour, etc. etc. Die Einheimischen sind alle total nett und wir haben echt eine tolle Zeit dort verbracht. Unsere Unterkunt Mary’s Cottage war sehr rustikal, wir hatten einen kleinen Bungalow, nur ein paar Meter vom Meer entfernt. Für Leute die etwas mehr Luxus brauchen, ist dies definitiv nix, es gibt kein fließendes Wasser und auch keine Klimaanlage, Strom nur für ein paar Stunden am Abend. Uns hat das nicht weiter gestört. Was aber für uns echt nervig war, dass wir keine ungestörte Nachtruhe hatten. Für die ganzen schrecklichen Hähne kann Mary nix, das ist anscheinend normal hier auf den Philippinen. Aber unser Bungalow stand genau vor den Hütten der Einheimischen und das Restaurant war genau vor uns, was hieß, dass wir während der Nacht und früh am Morgen das Kreischen der Kleinkinder, das Gelaber der Einwohner und die Arbeiter unserer Anlage ertragen mussten. Das fand ich schon ziemlich blöd, ich mein wir zahlen ja ganz gutes Geld dort, für philippinische Verhältnisse und ich denke schon, dass man dann ein wenig Ruhe erwarten kann und etwas mehr Respekt gegenüber den eigenen Gästen. Es wäre ja was anderes, wenn das ein Homestay oder couchsurfing wäre, da muss man ja mit sowas rechnen, aber in einem Hotel bzw. Touristenanlage, rechne ich eher mit Ruhe. Das Essen hatten wir inklusive und war, wie ihr ja bereits vorher schon lesen konntet, nicht so der Renner, es gab eigentlich ständig Reis mit irgendwas frittiertem, bäh… Aber die phiippinische Küche ist leider auch nicht so geil, wie aus anderen Teilen Asiens, das hatte ich aber vorher schon irgendwo gelesen und war nicht ganz so schockiert darüber hehe. Also wie gesagt, die Insel ist echt empfehlenswert, aber ich würde empfehlen, direkt auf der Insel nach einem Cottage zu suchen, da gibt es sehr viel Auswahl, wo man wohl auch etwas mehr Ruhe finden kann, nur die Hähne… Die sind ÜBERALL hehe

Naja, jedenfalls fuhren wir mit dem Boot dann rüber nach Baclayon. Diesmal für nur 300 Peso pro Person und mit viel schönerem Wetter, auch wieder 45 Minuten. Dort angekommen, suchten wir erstmal eine Toilette, welche wir in einer Markthalle, direkt gegenüber vom Pier fanden. Dort wurde anscheinend alles verkauft, was geht. Von Fleisch bis Fisch, über Obst und Gemüse, bis hin zu Kleidung und Spielsachen wurde alles angeboten. Wir liefen noch kurz da durch und betrachteten die exotischen Waren und liefen schließlich wieder raus, wo wir auf ein Jeepney Richtung Taglibaran warteten. Jeepneys sind eine Art Bus, wo zwei Sitzreihen rechts und links sind und maximal 20 Leute reinpassen. Die Fahrt kostete jeden von uns gerade mal 10 Peso und 20 Minuten später waren wir auch schon wieder in der Stadt. Dort ging es mit einem Tricycle weiter Richtung Panglao. Wir handelten 300 Peso für die Fahrt aus, welche ungefähr 30 Minuten dauerte. Unser Hotel „Chillout Guesthouse“, liegt etwas versteckt in einer Nebenstraße und wir haben eine Weile gebraucht, bis wir es schließlich gefunden hatten. Dann konnten wir endlich einchecken und fanden ein ein richtig schönes, sauberes und gemütliches Zimmer vor. Auch eine große Terrasse und ein gepflegtes Bad hatten wir und fühlten uns gleich sehr wohl. Da wir wieder Bargeld brauchten, liefen wir, nachdem wir unsere Rucksäcke und so abgelegt hatten, zur Hauptstraße und suchten nach einer Bank. Die war schnell gefunden und wir waren wieder flüssig. Auf dem Rückweg zum Guesthouse, kauften wir uns noch frische Mango und Kokosnüsse. Relaxten dann erstmal eine Weile auf der Terrasse, tranken das leckere Kokosnuss-Wasser, aßen die Mangos und knackten dann die Nüsse, um das Fleisch zu essen, mhhh lecker! Unsere Wäsche gaben wir auch noch zum Waschen ab, 4 kg haben wir zusammen bekommen 🙂

Dann liefen wir Richtung Alona Beach, entlang der Strandpromenande, wo es zahlreiche kleine Shops, Restaurants, Tauchanbieter, etc. gibt. Machten uns erstmal einen Überblick und kauften dann zwei Sarongs, die wir gleich als Handtücher benutzten. Legten uns an ein schattiges Plätzchen und genossen es einfach dort zu sein. Im Vergleich zu Pamilican ist hier sehr viel mehr los. Touristen aus aller Welt und haufenweise Boote die im Wasser ankerten, aber trotzdem hat der Strand einen gewissen Charme. Aßen dort auch noch einen kleinen Snack zum Mittag.

Als die Sonne dann langsam unterging, liefen wir zurück zu unserem Guesthouse. Wie schon gesagt, liegt es etwas außerhalb vom Alona Beach und zu Fuß waren wir 15-20 Minuten unterwegs. Dort angekommen chillten wir ein wenig im Restaurant des Guesthouses und nutzten das Wifi, um mal wieder online zu sein. Wären wir mal lieber ohne Nachrichten geblieben, man hört ja nur noch von Terroranschlägen überall 😦

Als wir wieder up to date waren, liefen wir zu einem Restaurant um die Ecke, welches uns vorher schon aufgefallen war. Nach unserer seeehr einseitigen Ernährung die Woche vorher, wollten wir uns heute mal was leckeres gönnen. Für mich gab es eine riiiiesige Pizza Margherita und für Marco ein Curry, was beides sehr lecker war, nur die Pizza schaffte ich nicht, aber ich hab ja mein persönlichen Resteverwerter dabei hihi

In einem Shop kauften wir uns noch Mücken-Spiralen und setzten uns für eine auf die Terrasse und quatschten, bis wir müde in ein total gemütliches Bett fielen. Vorher spannten wir noch unser Reisemoskitonetz auf, was bei der Anzahl von Mücken an diesem Ort nur empfehlenswert war.

Wir schliefen beide wie die Steine, ohne ein Mal aufzuwachen und erholt konnten wir in den nächsten Tag starten.

Nachdem wir uns fertig gemacht hatten und Strandzeug gepackt hatten, liefen wir wieder Richtung Strandpromenade. Dort hatten wir am Abend zuvor ein Restaurant gesehen, was All you can eat – Frühstück anbot. Es war sehr lecker, es gab ein gutes Angebot und lecker war es auch.

Voll gestopft ging es dann zum Strand, wo wir bis mittags im Sand lagen, schwommen und das Wetter genossen haben. Als es dann zu heiß wurde, kauften wir uns wieder frische Kokosnüsse und setzten uns in den Schatten, um diese zu trinken. Dann gingen wir erstmal zurück zum Guesthouse, weil wir bei der Mittagsbrut nicht unbedingt in der Sonne sein wollten. Erst nachmitttags, als die Sonne nicht mehr so krass heiß war, trauten wir uns wieder ans Meer, wo wir wieder lagen, bis die Sonne weg war. Abends gingen wir wieder lecker essen und dann war es auch schon wieder Zeit fürs Bett.

Für Dienstag hatten wir eine Tour ins Inland von Bohol geplant. Frühstückten diesmal in einem kleinen Café und 9 Uhr ging es mit einem Minibus los. Erster Stopp war ein „Wildtierpark“ mit Schmetterlingsgarten. Wir wollten nur die Schmetterlinge sehen, allerdings hätte ich mir das ganz anders vorgestellt. Ich dachte es wäre ein schöner großer Garten, wo man Schmetterlinge beobachten kann, allerdings fanden wir nur eine Art riesigen Käfig vor, wo sie herum geflogen sind, schade! Naja, Eintritt war umgerechnet weniger als einen Euro, da kann man das gerade noch so verschmerzen.

Fuhren dann weiter zu den berühmten Chocolate Hills. Das sind ganz viele Erhebungen, die zum Ende der Trockenzeit aussehen wir Schokoladenhügel, deswegen der Name. Wir sind noch nicht ganz am Ende der Trockenzeit, allerdings konnte man schon sehen, wie sich die Hügel verfärben. Um diesen Anblick genießen zu können, mussten wir uns natürlich noch gefühlte 5000 Stufen hoch schleppen, bei ca. 40 Grad, sehr geil… Aber die Aussicht wären auch 10000 Schritte wert gewesen. Es war wirklich genial! Ich füge natürlich ganz viele Bilder bei, damit ihr es euch ungefähr vorstellen könnt.

Gegen Mittag ging es dann weiter Richtung Tarsier Foundation. Das war für mich der Hauptgrund an dieser Tour teilzunehmen, denn dort kann man die total knuffigen Koboldmakis in ihrer natürlichen Umgebung beobachten. Es gibt wohl auch andere Ort auf der Insel, wo man sie sehen kann, allerdings soll das wohl auf irgendwelchen Märkten stattfinden, wo Touristen Fotos mit den Kleinen machen dürfen, sie streicheln oder auf die Hand nehmen können. Das find ich total schrecklich, das bedeutet für die Tiere ja nur Streß… Naja, in dieser Foundation jedenfalls, hängen die Tierchen in den Bäumen und man kann sie beobachten, aber natürlich nicht anfassen oder Fotos mit Blitz machen zum Beispiel. Überall hängen auch Schilder, dass man bitte leise sein soll, um die Koboldmakis nicht zu stören. Es war auf jeden Fall total schön, diese Zwerge mal live zu sehen, die sind soooo niedlich!!!

Weiter ging dann unsere Tour Richtung Loboc, wo es eine Bootsfahrt mit Mittagessen gab. Marco und ich wollten nur an der Bootsfahrt teilnehmen, aber ohne Mittagessen. Das hätte nämlich 350 Peso pro Person gekostet und bei dem Fraß, was wir bisher von den Filipinos kennen, wollten wir dafür nicht so viel Geld ausgeben.

Am Pier angekommen, holte der Fahrer Tickets, meinte aber dann zu uns, dass es nur mit dem Essen gehen würde. Keine Ahnung wieso es nicht ohne geht, jedenfalls haben wir es dann gelassen.

Stattdessen kauften wir Bier und Wasser und chillten eine Weile direkt am Fluss. Liefen dann noch ein Stück durch Loboc und dann gingen wir Souvenirs shoppen und relaxten in der Sonne.

Als das Boot dann nach ca. einer Stunde wieder kam, fuhren wir noch nach Baclayon, wo man noch die Kirche besichtigen konnte. Dann schließlich ging es wieder Richtung Panglao, wo wir gegen 17 Uhr wieder ankamen.

Kauften dort noch Postkarten und dann gingen wir noch Abendessen, was auch wieder ganz lecker war. Dann ging es nach einem langen Tag zum Guesthouse zurück, wo wir noch eine Weile draußen saßen und quatschten und später noch ein bißchen packten, denn am nächsten Tag ging es wieder zurück nach Cebu.

Erwachten schon ziemlich zeitig Dank Terror-Hahn im Garten nebenan und entschieden uns wieder zum Frühstück bei dem All you can eat – Restaurant. Verbrachten da eine ganze Weile und aßen in Ruhe. Schrieben dort auch gleich noch die Postkarten, bevor wir wieder zurück zum Hotel gingen. Dort packte ich den letzten Kram ordentlich zusammen, während Marco Briefmarken besorgte. Für 11.30 Uhr hatten wir bei der Rezeption ein Tricycle für 300 Peso bestellt, welches uns zum Pier von Taglibaran fuhr. So in etwa sieht eine Fahrt in einem Tricycle aus 😀

Dort kamen wir gegen 12 Uhr an und kauften wieder Tickets bei Oceanjet für die Fähre nach Cebu. Diesmal zahlten wir nur 400 Peso pro Person, da wir nicht unten im klimatisierten Bereich sitzen wollten, sondern oben auf dem Deck.

Kurz nach 13 Uhr ging die Fahrt dann schließlich los und diesmal hatten wir auch sehr tolles Wetter. Die Sonne strahlte und es war viel angenehmer oben zu sitzen, da dort auch keine -5 Grad herrschten, wie unten im Klimaanlagen-Bereich. Wir hatten auch eine 4er-Reihe für uns, somit konnten wir das Gepäck etwas aufteilen und hatten diesmal auch Beinfreiheit, was ja auf der Hinfahrt komplett gefehlt hat.

Kurz nach 15 Uhr kamen wir schließlich wieder in Cebu an. Dort fanden wir gleich einen Taxifahrer, den wir auf 400 Peso runter handelten, um uns nach Mactan Island zu bringen, wo unser Guesthouse liegt und was auch gleich beim Flughafen ist.

Fuhren eine ganze Weile, diesmal auch durch echt schlimme Gegenden, da sieht man mal wieder, wie gut es uns eigentlich in Deutschland geht. Wenn man hier mal sieht, wie die Menschen an anderen Orten der Welt leben, schrecklich. Wir sind schon an ein paar schlimmen Slums vorbei gekommen, ziemlich ungerecht die Welt…

Auf Mactan Island angekommen, stiegen wir an einer Shopping-Mall aus und liefen den Rest des Weges zum Guesthouse. Dort checkten wir in ein super gemütliches Zimmer ein und dann gingen wir nochmal schnell zu der Hauptstraße, wo wir nach Essen schauen wollten. Kamen an einem Markt vorbei, wo es total abartig gerochen hatte. Überall lag Fleisch oder Fisch in der prallen Sonne, IGITT, dieser GERUCH, ich kann es nicht beschreiben, es war echt ekelhaft. Naja, wie ihr euch vorstellen könnt, haben wir da NICHT gegessen haha.

Stattdessen sind wir in einen kleinen Laden, wo wir uns mit kalten Bier, Wasser und einer Art 5-Minuten-Terrine eindeckten und liefen zurück zum Guesthouse.

Dort warfen wir uns erstmal unter die Dusche um den Dreck aus Panglao, vom Boot und der vorherigen Strecke abzuwaschen. Dann setzten wir uns raus, in eine Art Pavillon aus Bambusholz. Das war total gemütlich. Wir hätten ewig dort sitzen können so schön war es. Checkten da mal wieder online alles mögliche ab, lasen von noch mehr Terror und dann war es Zeit für unser 5-Sterne-Abendessen aus der Plastedose.

Naja, es hat relativ satt gemacht, war billing und nicht mit Bakterien verseucht, wie das Fleisch was wir vorher gesehen hatten hehe

Relaxten noch eine ganze Weile im Pavillon und ließen die letzten Wochen nochmal Revue passieren und gingen schließlich ins Zimmer, wo wir seit Langem mal wieder ein wenig TV schauten.

Ich war irgendwie überhaupt nicht müde und setzte mich dann noch eine Weile nach draußen, bevor ich mich dann auch irgendwann ins Bett schmiss. Das war leider etwas eng und mir war die ganze Nacht total warm, obwohl wir die Klimaanlage mal an hatten. Irgendwann bin ich anscheinend doch eingeschlafen, um dann mitten in der Nacht von einem Hahnen-Trio aus der Hölle geweckt zu werden. Das war unglaublich. Diese Lautstärke! Und diese Geräusche! Also ganz ehrlich, ich bin ja auf dem Dorf aufgewachsen, aber so was habe ich in meinem Leben noch nicht gehört und ich dachte Pamilican wäre schon die Krönung gewesen. Es klang wirklich so, als würden sich diese Hähne gegenseitig hoch schaukeln. Sie krähten, kreischten und schrien und wir lagen hell wach da, ich hätte kotzen können.

Jetzt wisst ihr auch ungefähr, warum ich heute mal diese Überschrift gewählt habe.

Total gerädert sind wir gegen 7.30 schließlich aufgestanden und dann gab es erstmal ein flüssiges Frühstück im Pavillon, bevor wir mal wieder alles flugzeugtauglich packten und 9 Uhr auscheckten.

Liefen dann zur Hauptstraße, wo wir schnell ein Taxi fanden, da Tricycles anscheinend nicht zum Flughafen fahren dürfen. Kamen kurze Zeit später schon am Flughafen an, wo wir noch etwas frühstückten und schließlich eincheckten. Hier ging wieder alles angenehm schnell! Nach der Security gingen wir noch ein wenig shoppen und setzten uns dann ans Gate. Unser Flieger startete mit fast einer Stunde Verspätung, was uns aber nicht viel ausmachte, da wir eh noch sehr viel Zeit, bis zu unserem Weiterflug nach Hanoi hatten. In diesem sitzen wir übrigens nun schon seit fast zwei Stunden, auch der Flieger startete mit Verspätung und wir hoffen nicht allzu spät in Hanoi zu landen, denn hier ist es mittlerweile schon nach Mitternacht.

Bei schönstem Wetter landetet wir kurz vor 14 Uhr in Manila. Von oben konnte man das ganze Ausmaß dieser Stadt sehen, einfach nur riesig! Als wir unsere Rucksäcke dann hatten, gingen wir direkt zur Gepäckaufbewahrung, wo wir alles bis zu unserem Weiterflug lassen wollten, für zwei große Gepäckstücke zahlten wir 600 Peso.^ Unsere Postkarten gaben wir noch bei einer Frau von der Touristeninfo ab, die uns anbot, die Karten in den Briefkasten am anderen Terminal einzuwerfen. Alsooo, wenn in ein paar Wochen noch keine Post angekommen ist, dann waren wir nicht dran Schuld hihi.

Verließen dann endlich den Flughafen und wollten zur Resort World Manila laufen. Davon hatte ich im Internet gelesen, als ich mich informiert habe, was man in Manila bei einem Kurzaufenthalt machen kann. In die Stadt zu fahren hatten wir keine Lust für nur ein paar Stunden, weswegen wir dachten, dass wir einfach ins Casino gehen und dort die Zeit überbrücken können. Fragten ein paar Mal nach dem Weg, stoppten unterwegs kurz bei einem Mc Donalds und kurz darauf waren wir schon in einem riesigen Einkaufszentrum, was total edel war. In allen Läden die es dort gibt, werden wir wohl niemals einkaufen gehen, aber schön sah das ja alles aus!

Fanden dann das Casino und als wir unser Handgepäck noch abgegeben hatten, ging es rein, ins Spieleparadies hehe

Liefen erstmal ein wenig rum, um den Überblick zu bekommen und schauten uns alles an, was man so machen kann. Wir hatten uns ein Limit von 1000 Peso pro Person gesetzt und probierten den ersten Automaten aus. Der machte uns aber keinen Spaß und so suchten wir den nächsten. Wir schauten auch beim Poker, Roulette und BlackJack zu, allerdings war uns da der Einsatz zu hoch und so vergnügten wir uns an den normalen Spieleautomaten. Ein Mal habe ich doch tatsächlich 1000 Peso gewonnen juhu! Ließen uns das Geld direkt auszahlen und hatten somit einen Teil wieder rein.

Am Ende waren wir eh nur aus Spaß dort und um die Wartezeit ein wenig zu überbrücken. Wir hatten echt ne ganz gute Zeit, allerdings ist es schon krass zu beobachten, wieviel Kohle manche Menschen für diesen „Scheiß“ ausgeben. Neben uns saß eine ganze Weile ein Mann, der den Automat nonstop mit 1000er Scheinen füllte! Krass, dass sind fast 20 Euro und der haut die da rein als wäre es nix… Und davon haben wir echt einige Leute gesehen.

Naja, wir verbrachten also mal einen etwas anderen Nachmittag und 18.30 machten wir uns wieder auf dem Rückweg zum Flughafen. Dort aßen wir noch was, allerdings hat mir mein Essen absolut gar nicht geschmeckt, ich bin so froh, wenn wir bald in Vietnam sind, wo es wieder ordentliches, leckeres Essen gibt….

Ich zwang mich meine Portion wenigstens zur Hälfte zu essen und als wir beide fertig waren, gingen wir nochmal kurz in den 7-Eleven, um Snacks für den Flug zu holen. Dann ging es zur Gepäckaufbewahrung, wo wir die Rucksäcke abholten und zum Check-In liefen. Auch hier ging wieder alles sehr zügig und schon bald waren wir durch Security und Passkontrolle gelangt. Kauften dort noch ein kleines Modell eines Jeepney als Souvenir für zu Hause und tauschten dann noch unsere letzten Peso in V-Dong um. Und nun haben wir auch schon unsere erste Million in der Tasche, Inflation sei Dank hihi 😀

21:45 ging schließlich das Boarding los und seit knapp 2 Stunden fliegen wir nun schon. Ca. 50 Minuten haben wir wohl noch vor uns. Wir sind beide total platt, Marco pennt schon neben mir und meine Augen fallen auch immer mal wieder zu. Außerdem tun mir die Füße heute mal unglaublich weh. Wir haben vorhin mal auf meinem Handy gecheckt, wo ich einen Schrittzähler drauf habe. Wir haben tatsächlich 15 km heute geschafft, krass! Meinen Füßen merke ich das aber auch an heute.

Ich freue mich jedenfalls gerade total auf Vietnam. Vor 3 Jahren war ich ja schon mal dort und fand es herrlich! Den Philippinen trauer ich ehrlich gesagt gar nicht so sehr hinter her. Wir hatten wirklich eine sehr schöne Zeit hier und haben alles genossen, aber so richtig verliebt, wie in andere Länder Asiens, habe ich mich nicht. Ich glaube zum größten Teil liegt es echt am Essen! Das ist so total anders, als im Rest von Südostasien! Fast nur Fleisch mit Reis und alles doppelt und dreifach frittiert, bäh… Dann kam noch hinzu, dass wir ziemlich oft Probleme mit unserer Nachtruhe hatten, dank Hähnen aus dem 5. Kreis der Hölle, die einen nachts einfach nicht schlafen lassen. Außerdem gab es an unserem letzten Tag auf Bohol noch das unschöne Ereignis, dass diese Abu Sayaf-Freaks versucht haben, auf die Insel zu gelangen, auf welcher wir uns gerade aufhielten, um dort Touristen zu entführen. Da hat man schon ein sehr mulmiges Gefühl wenn man so was liest und dann sieht, dass diese Schießerei gerade mal eine Stunde oder so entfernt von einem war….

Ansonsten hatten wir wie gesagt eine richtig tolle Zeit, die Menschen hier sind super freundlich, wenn auch manchmal nervig, vor allem wenn es um das Verkaufen geht, Taxi Taxi hier und Scooter Scooter da und „Siiir Tour?!“, „Maaam Tour, yes?!“, das hat dann schon manchmal genervt, aber man kann ja alles mit „Nein danke“ beantworten und freundlich bleiben. Die Landschaft der Philippinen ist natürlich auch ein Knaller und irgendwann, möchte ich mal noch ein paar der anderen Inseln besuchen, aber das steht jetzt erstmal nicht auf der nächsten Reiseliste. Wir freuen uns nun einfach beide, auf die nächsten 5 Wochen, die wir durch Südostasien reisen können und vor allem auf endlich wieder tolles Essen!

14.04.2017

Hanoi, 15:35 Uhr

Hallo und da melde ich mich noch ein letztes Mal, bevor ich den Blog hochlade. Wir sind heute morgen gegen 1 Uhr dann endlich gelandet und waren unglaublich müde! Zum Glück ging es bei der Passkontrolle richtig schnell, wir mussten nicht mal nachweisen, dass wir in 15 Tagen das Land wieder verlassen und hatten schnell unseren Stempel im Pass. Auch unsere Rucksäcke kamen fix an und dann hoben wir noch ein paar Millionen am Geldautomaten ab. Hihi, voll krass diese Währung hier. Unser Guesthouse hatte uns einen Fahrer geschickt und der wartete zum Glück auch schon auf uns und endlich ging es Richtung Bett, dort lagen wir dann 3 Uhr schließlich totmüde und schliefen sofort ein.

Heute morgen wachten wir natürlich wieder total zeitig auf und standen gegen 9 Uhr auf. Wir mussten noch zum Büro unserer Halong Bay Tour, um die Bezahlung zu machen. Mit Hilfe einer Straßenkarte fanden wir das auch schnell, aber irgendwie wollte das Kreditkartenlesegerät unsere Karten nicht annehmen. Also hieß es wieder zurück ins Roller-Chaos und Geldautomat finden, beim gefühlten 5. Automat hat es dann endlich mal funktioniert und wir waren wieder Multimillionäre. Zahlten dann schnell unsere Tour, die morgen früh startet und liefen dann zu einem Straßenimbiss, wo wir uns ein leckeres Frühstückssandwich machen ließen. Das hat echt wundervoll geschmeckt!

Weiter ging unsere Tour Richtung Reisebüro The Sinh Tourist, wo wir für umgerechnet 39 Euro Bustickets mit dem Sleeper Bus von Hanoi Richtung Saigon kauften. Als Route haben wir ausgesucht: Hanoi – Hue – Hoi An – Nha Trang – Dalat – Saigon, wo wir am 26. April dann ca. ankommen wollen. Der Mitarbeiter dort war total nett und hat unsere Fahrten eingebucht und dann hatten wir unsere Tickets in den Händen, nach der Halong Bay Tour geht es dann mit dem Nachtbus nach Hue, drückt uns bitte die Daumen, dass diese Fahrt angenehmer wird, als die erste Busfahrt, die Jenny und ich damals ausstehen mussten, falls ihr euch erinnert haha.

Als auch dies geschafft war, liefen wir mit Hilfe unserer Straßenkarte zum Cho Dong Xuan Markt. Kauften uns da erstmal frische Ananas und Drachenfrucht, die super lecker waren und schlenderten durch die engen Gassen und bestaunten die fremden Waren. Hielten uns dort etwa eine Stunde auf und entschieden dann, zum Hoam Kiem Lake zu laufen. Wieder ging es durchs Verkehrschaos Hanois, aber mittlerweile ging das wechseln der Straßenseite ganz gut, man muss sich einfach nur trauen 😉 Unterwegs bekam mein Winnie Pooh noch einen kleinen Reishut, damit er keinen Sonnenstich bekommt und dann setzten wir uns an den See und chillten eine Weile.

Als letzten Stopp liefen wir zur St. Josephs Kathedrale und von da aus den Weg zurück zum Guesthouse, wo wir vorhin gerade rein sind und uns ausruhen. Sind heute wieder 14 km gelaufen und meine Füße fallen gleich ab.

Nachher wollen wir nochmal raus und leckere Pho Suppe essen. Dann nicht so spät ins Bett, da wir morgen Früh für unsere Tour abgeholt werden.

So das war es nun wirklich erst mal von mir, jetzt habt ihr ja genug zum Lesen gehabt!

Ich melde mich sobald ich kann wieder bei euch!

Viele Drücker!

Manja

5 Gedanken zu „Ich hasse Hähne! Unser Wochenrückblick“

  1. Haha, ich habe gerade Deinen Bericht über die Philippinen gelesen. Wir waren 2015 für 6 Wochen dort und ich teile Deinen „Hahnen-Hass“ zu 100%.Bei uns waren es allerdings in Port Barton nicht 3 Hähne, sondern mindestens 20, die unser Nachbar auf seiner Hahnenfarm gehalten hat. Max. 20 Meter von unserem Fenster entfernt. Pünktlich um 1 Uhr nachts ging dann der infernale Lärm los. Ein Hahn stachelte den nächsten an – auch die anderen Hähne auf den entfernteren Grundstücken stiegen mit ein – zusätzlich zu den gefühlten 200 Strassenhunden. An Schlaf war frühesten gegen 6 Uhr in der Früh zu denken. Es gab keine Nacht, in der ich die scheiss Viecher nicht mit einer Kokosnuss erschlagen wollte. Allein wegen der ganzen Hähne würde ich vorerst nicht wieder auf die Philippinen reisen. Schlimmer war wirklich nur das Hostel auf Lombok, das zu Ramadan genau neben einer Moschee lag 😉
    Gruß: Ein weiterer Hahnenhasser

    1. Hahaha und ich dachte immer uns ging es alleine so! Uuh gut zu wissen, wir sind im April auf Lombok, aber da sollte Ramadan ja noch weit weg sein 😂

      1. Ja, Ramadan sollte dieses Jahr im Juni oder Juli sein. Ich bin im April in Malaysia unterwegs – von daher hab ich mich natürlich schon schlau gemacht, damit ich mir das „Gejaule“ aus den Luftsirenen-Lautsprechern diesmal nicht antun muss (sorry, falls sich jetzt jemand angepißt fühlen sollte) 😉 Euch viel Spaß auf Lombok – und nur als kleiner Tipp: Die Gegend um Kuta ist um einiges reizvoller als auf der anderen Seite bei Sengiggi.

      2. Cool, danke für den Tipp. Wir sind auch lieber in buddhistischen bzw. Hinduistischen Gefilden unterwegs 😂

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