Südostasien

Bali – Insel der Tausend Götter


Bali 22.04.2018 – 01.05.2018

Von Yogyakarta aus, ging es am 22.04.2018 spontan nach Bali, warum habt ihr ja bereits im letzten Eintrag gelesen und schon als wir gelandet waren, fühlten wir uns gleich wieder super wohl!

Wir hatten uns ein Apartment in Seminyak gemietet, was nur etwa 20 Minuten entfernt vom Flughafen liegt. Nachdem wir unser Gepäck hatten und das W-Lan auch gut funktionierte, bestellten wir uns direkt ein Grab Taxi zum Hotel. Unser Fahrer parkte am Flughafen und dort liefen wir dann hin und dann ging es ab ins Hotel.

Wir haben eine kleine gemütliche Anlage mit Pool gewählt und ein großes Zimmer mit kleiner Kochnische, Kühlschrank und einer großen Terrasse nur für uns bekommen. Beim Pool gab es noch normale Zimmer, aber da hätte man weniger Privatsphäre gehabt. Die Apartments lagen quasi ein Stück außerhalb der eigentlichen Hotelanlage.

Insgesamt blieben wir bis zum 01.05.2018 auf Bali und verbrachten eine sehr entspannte Zeit dort!

Die ersten Tage machten wir eigentlich nicht viel. Wir fanden einen großen Supermarkt, wo wir uns mit Lebensmitteln eindeckten und somit konnten wir uns selbst verpflegen, was auch mal wieder schön war. Sogar ganz gutes Brot haben wir dort bekommen und Wurst-Aufschnitt, mhhhhhh!

Tagsüber chillten wir ansonsten einfach am Pool oder auf der Terrasse ab und schlenderten auch mal den riesigen Strand entlang. Wirklich schwimmen konnte man dort aber nicht, die Wellen waren einfach zu krass. Naja, wir hatten ja eh nen Pool, wo es angenehmer war, außerdem waren bei uns im Hotel auch kaum Leute und es war total entspannt.

Am zweiten Tag auf Bali, wollten wir meinen Kumpel und ehemaligen Arbeitskollegen aus Berlin überraschen. Christian verbringt nämlich auch zwei Wochen zum Surfen auf Bali. Er dachte wir wären noch auf Java unterwegs, denn ich hab ihm natürlich nicht erzählt, dass wir schon früher da sind.

Also liefen wir zu seinem Resort, was nicht allzuweit von unserem entfernt lag und dort legten wir uns auf die Lauer.

Endlich kam er vom Surfen wieder und er freute sich natürlich riesig uns schon zu treffen.

Als er dann soweit fertig war, schlenderten wir ein bisschen durch Seminyak, gönnten uns erstmal ein Bier vorm Supermarkt und fanden dann eine ganz coole Bar, wo wir gemütlich auf der Dachterrasse chillten, was gegessen haben und ein paar Bierchen tranken.

Am nächsten Abend kam Christian dann zu uns für einen Spaghetti-Pokerabbend und dann schmiedeten wir ein paar Pläne für die nächsten Tage. Wir wollten gemeinsam für ein paar Tage nach Ubud fahren und von dort aus dann ein paar Tagestrips machen. Über sein Hotel hat er eine Autovermietung kontaktiert und vom 28.04. – 01.05. wollten wir das Auto dann mieten.

Wir hatten ausgemacht, dass Christian zu uns kommt und die Autovermietung sollte dann 14 Uhr das Auto bringen. Wir durften zum Glück solange unser Zimmer noch nutzen und dort relaxten wir noch, bis es langsam Zeit war. Als 14:10 Uhr immer noch keiner kam, stellten wir uns dann an die Straße und warteten dort eine Weile, immer noch nix! Halb drei sind wir dann mal an die Rezeption und der Mitarbeiter wollte für uns bei der Vermieterfirma anrufen, erreichte aber niemanden. Dann waren schon 45 Minuten vergangen und als immer noch kein Mietwagen in Sicht war, entschlossen wir uns ein Grab-Taxi zu Christians Hotel zu nehmen, damit die Mitarbeiter von dort sich darum kümmern, denn die hatten den Kontakt hergestellt.

Fanden auch gleich einen Fahrer, der super nett war und anscheinend auch Touren in Bali anbietet. Wir fragten ihn ein bisschen aus und er hatte ganz gute Preise und wir nahmen seine Karte, für den Fall der Fälle.

In Christians Hotel kümmerte sich die Frau an der Rezeption gleich um uns und dann kam der Hammer, die Autovermietung hatte uns einfach mal vergessen! Krasser Service, obwohl Christian erst einen Tag vorher alles fest gemacht hatte. Wir waren natürlich echt sauer, denn eigentlich wollten wir schon auf dem Weg nach Ubud bzw. schon fast da sein und mittlerweile war es schon fast 16 Uhr und wir hangen immer noch in Seminyak fest.

Die Autovermietung bot an, 17 Uhr ein Auto zu schicken. Das war uns aber zu spät, denn dann hätten wir im Dunkeln fahren müssen und der Verkehr auf Bali ist eh schon die Hölle.

Also nahmen wir die Visitenkarte von unserem Grab-Fahrer und kontaktierten ihn nochmal.

Er bot uns an für umgerechnet 15 EUR nach Ubud zu fahren und wir sagten auch sofort zu, das waren gerade mal 5 EUR pro Person! Als das geklärt war, holten wir uns noch ein Bier aus der Bar und warteten auf Herry. Dann konnte es endlich los gehen und während der Fahrt quatschten wir ganz viel mit ihm und machten dann auch gleich aus, mit ihm eine Tagestour zu machen und, dass er uns am 01.05. dann auch zurück zum Flughafen bringt. Das alles kostete insgesamt 57 EUR zu dritt. Also eine Fahrt nach Ubud, einen Tagesausflug (10 Stunden) und die Rückfahrt. Das sind nicht mal 20 EUR pro Person und war wohl ein super Wink des Schicksals für uns!

Endlich kamen wir dann in Ubud an und dort bezogen wir ein 4-Bett Zimmer, was wir aber nur für uns drei hatten, für 4 EUR pro Person und Nacht. Als wir dann soweit alles gerichtet hatten, wollten wir noch ein wenig umherschlendern und was zu Essen finden. Unser Hostel lag etwas außerhalb von Ubud und wir liefen eine Weile, bis wieder etwas Leben zu sehen war. Im Supermarkt deckten wir uns erstmal mit Knabberzeug für einen Pokerabend ein und danach fanden wir noch ein Warung (kleines Lokal), wo wir ganz leckeres Essen bekamen, die Portionen waren aber nicht so riesig und da wir noch Hunger hatten, gönnten wir uns dann noch bei einem anderen Lokal einen kleinen Burger für 70 Cent 😀

Dann liefen wir zurück zum Hostel und verbrachten den Abend ganz gemütlich mit pokern.

Am nächsten Tag gab es dann ein kostenfreies Frühstück für uns, wir konnten zwischen ein paar Sachen wählen, wie Rührei, Pancakes oder Toast was mit Bananen gebacken wurde, dazu gab es noch ungenießbaren Kaffee und als wir satt waren ging es an den Pool. Dort chillten wir dann bis zum Nachmittag und ließen uns dann 16 Uhr mit dem Hostel-Shuttle in die Stadt fahren. Dort deckten wir uns erstmal im Supermarkt mit Wasser und einem Eis jeder ein und liefen dann in Richtung Monkey Forest. Ich war ja schon vor 7 Jahren dort gewesen und wollte eigentlich nicht wirklich nochmal da rein, diese Affen waren mir damals schon unheimlich. Damals hatte mir einer dieser Makaken meinen Eistee geklaut und seitdem trau ich den Biestern nicht mehr wirklich über dem Weg. Christian wollte ganz gern rein gehen und Marco hatte auch nicht so ne große Lust. Meine Entscheidung nicht rein zu gehen, hatte sich dann noch bestätigt, als so ein Vieh plötzlich auf Marcos Schultern sprang und ihm das Eis klaute. Ich hatte ihm kurz zuvor meine Waffel gegeben, weil ich schon voll war, haha… Zum Glück hatte ich das Eis nicht mehr in der Hand 😀

Naja jedenfalls machten wir dann aus, dass wir Christian in ner Stunde vorm Eingang treffen wollten und während er durch den Monkey Forest lief, schlenderten wir durch die Straßen.

Wir gingen ein bisschen auf Souvenirjagd, nur wurden wir auch von den Affen gejagt. Es war echt etwas unheimlich, die Viecher sitzen und springen da überall herum, die sind ja total an die Menschen gewöhnt. Manche sind auch echt aggressiv und gehen die Menschen richtig an, wenn die irgendwas klauen wollten. Mir wurde das dann etwas zu viel, man konnte nicht entspannt spazieren gehen, weil man immer auf der Hut sein musste, um nicht von nem Affen angesprungen zu werden.

Jedenfalls entschieden wir uns dann in eine kleine Bar, vor dem Eingang des Waldes einzukehren und dort in Ruhe ein Bierchen zu trinken.

Hatten einen schönen Platz mit Blick auf die Straße, wo wir dann das Geschehen beobachten konnten. Es war echt krass, wie viele Leute dort, die irgendwas in der Hand hielten, von den Viechern angesprungen worden sind!

Während wir dann vertieft quatschten, sprang auf einmal ein ziemlich großes Exemplar vom Dach herunter und landete natürlich direkt auf unserem Tisch. Das war ein Vieh! Der hat dann noch die ganze Zeit mit den Zähnen gefletscht, brrrr!!!! Voll die riesen Hauer, da bekommt man dann schon etwas Angst! Wir sind natürlich alle aufgesprungen und zum Barbereich hin und selbst die Bediehnungen sind kreischend davon gerannt, als sie versuchten, den Affen zu verscheuchen.

Natürlich hat der Affe es dann auch noch auf MEIN Bierglas abgesehen und irgendwann kam dann zum Glück ein Typ, der das Vieh mit einem Besen verscheucht hat. Boah, nicht mal in Ruhe ein Bier trinken kann man da… Naja, ein was Gutes hatte es, ich hab ein volles neues Bier bekommen haha…

Endlich kam Christian dann auch wieder raus und wir tranken noch zusammen ein Bier und dann schlenderten wir noch ein wenig in Richtung Markt und entlang diverser kleiner Tempelanlagen.

Ich fand es in Ubud übrigens schrecklich voll und touristisch, vor 7 Jahren, war da noch nicht so viel los und ich hab kaum was wieder erkannt! Auf dem Markt deckten wir uns noch mit ein paar Souvenirs ein und dann schlenderten wir zurück zum Coco Supermarkt, wo wir noch ein paar Bierchen und Snacks kauften und dann wurden wir 20 Uhr wieder vom Shuttle abgeholt.

Zurück im Hotel spielten wir wieder Poker und gingen nicht allzu spät ins Bett.

Der nächste Tag war dann wieder volles Program angesagt, denn wir hatten eine Tour mit unserem Fahrer Herry gebucht.

Nach dem Frühstück fuhren wir gegen 9 Uhr los und verbrachten dann knapp 10 Stunden mit Herry. Der Ausflug war wirklich toll. Wir fuhren zuerst zu diversen Tempelanlagen und einem wunderschönen Wasserfall, wo wir erstmal tausende Stufen runter steigen mussten, aber das war es den Blick wert! Hoch mussten wir uns dann auch wieder schleifen und kamen dann total durch geschwitzt wieder im klimatisiertem Auto an.

Fuhren dann weiter zu einer Kaffeeplantage, wo es unter anderem auch den Luwak-Kaffee gibt. Das ist eine berühmte Kaffeeart, wo die Früchte von einer Schleichkatzenart gefressen werden und die Bohnen werden dann ausgeschieden. Die werden dann aufgesammelt, gewaschen und leicht geröstet. Dort wo wir waren, wurden die Katzen in Käfigen gehalten, man sagte zwar, dass sie nachts frei gelassen werden, aber das konnte ich nicht so glauben und wollte den Kaffee auch nicht probieren. Zumal er nicht wirklich lecker gerochen hat, Marco hat es probiert und fand den Kaffee grauenhaft. Es gab aber auch noch ein paar andere Kostproben, wir tranken uns durch ein Sortiment aus balinesischen Kaffees und Tees und knabberten einheimische Köstlichkeiten. Wir entschieden uns dann je eine Packung vom Kokosnusskaffee und dem Ingwerkaffee mitzunehmen, denn die waren total lecker.

Die Plantage selbst war total schön, überall wuchsen Kaffeefrüchte, Kakao und auch Vanille und diverse andere Kräuter und es war sehr schön angelegt alles.

Nachdem wir dann alle genügend Koffein intus hatten, ging die Fahrt weiter in Richtung Gunung Batur, einem aktiven Vulkan auf Bali. Der Ausblick auf diesen war wirklich der Wahnsinn, direkt vor dem Vulkan liegt ein großer See und in nur 20 Kilometer Entfernung konnten wir auch den Vulkan Agung sehen, der ist erst letztes Jahr ausgebrochen und hat Bali einen Monat Stillstand gebracht. Landschaftlich war es dort wunderschön!!! Unser Fahrer hielt bei einem Restaurant it Blick auf den Vulkan, wo es ein Buffet gab. Allerdings lag der Preis bei ungefähr 170000 Rupien und soviel wollten wir nicht ausgeben. Sind dann also noch ein Stück weiter gegangen und im Restaurant nebenan gab es das gleiche Angebot, mit viel weniger Menschenmassen für nur 80000 Rupien, das sind nicht mal 5 EUR und dort machten wir es uns erstmal gemütlich.

Mit vollen Bäuchen ging es dann weiter zur bedeutendsten hinduistischen Tempelanlage Indonesiens, Pura Besahkih. Die Anlage liegt am Hang des Vulkans Agung und besteht aus etwa 200 Gebäuden.

Die Tempel waren wirklich total schön und wir hatten auch wieder eine richtig schöne Aussicht, als wir die Treppen erklommen hatten.

Nachdem wir uns an Tempeln satt gesehen hatten, fuhren wir dann weiter zum letzten Punkt des Tages, den Reisterrassen! Ich hatte mir das etwas natürlicher vorgestellt, aber es war total touristisch! Überall auf den Reisterrassen waren massenhaft Touristen unterwegs und man konnte kaum ein gutes Foto machen! Ich weiß überhaupt nicht, wieso dort Menschen drauf erlaubt sind, das würde doch alles viel schöner aussehen, wenn es nur Natur wäre… Naja, wir liefen dann ein Stück weiter und fanden noch eine Reisterrasse, wo niemand darauf herum turnte.

Das war dann also schon unser letzter Stop an diesem Tag und Herry brachte uns dann gegen 20 Uhr wieder zurück ins Hotel.

Dort verbrachten wir noch einen sehr schönen letzten Abend zusammen, mal wieder mit Pokern und viel Gequatsche!

Am nächsten Morgen hieß es dann wieder früh raus, packen, frühstücken und dann stand auch Herry wieder parat und fuhr uns zurück in Richtung Kuta.

Wir hatten wirklich richtig viel Glück, dass der Zufall uns Herry zugespielt hat, wir hatten dank ihm wirklich schöne Tage und konnten ganz entspannt fahren und mussten nix selbst machen, was auch mal ganz schön war!

Am Flughafen angekommen, verabschiedeten wir uns dann von ihm und dann verbrachten wir noch eine halbe Stunde mit Christian, der wurde 12 Uhr von seinem Hotelshuttle abgeholt.

Es war wirklich super, dass das alles so geklappt hat und wir uns wirklich auf Bali treffen konnten, naja im Juni sehen wir uns ja dann sicher mal in Berlin wieder 🙂

Nach der Verabschiedung gingen Marco und ich dann auch rein ins Terminal und gaben dort unsere Sachen wieder ab.

Der Flughafen in Denpasar hat im Domestik-Bereich eine coole Dachterrasse und dort chillten wir und warteten bis das Boarding los ging.

Ziel diesmal war Labuan Bajo, auf der Insel Flores! Wir freuten uns schon riiiiiesig auf das kommende Abenteuer.

Darüber schreibe ich euch dann im nächsten Eintrag. Mittlerweile ist schon der 06.05.2018 und morgen fliegen wir zurück nach Bali. So krass wie die Zeit rennt! Wir sind schon über 3 Monate unterwegs und haben noch einen Monat vor uns! Ich freu mich aber auch schon total auf Deutschland und all meine Lieben da!

Bis bald und viele Grüße, diesmal von unterhalb des Äquators 🙂

Eure Manja xx

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