Südostasien

Eine Bootsfahrt die ist lustig…


22.03.2018, 15:20 Uhr

Sabaidii ihr Lieben und herzliche Grüße aus Laos! Wahnsinn, wie schnell die Zeit vergeht, mittlerweile sind wir schon in Laos!

Endlich raffe ich mich mal wieder auf, um euch auf den neuesten Stand zu bringen. Bisher hat nämlich die Faulheit immer gesiegt, bzw. waren wir einfach auch immer unterwegs und wenn dann mal Zeit da war, hatte ich so gar keine Lust mehr, noch meinen Laptop anzuschmeißen.

Beim letzten Eintrag waren wir gerade in Chiang Rai, Thailand angekommen. Die Stadt liegt im sogenannten ‚Goldenen Dreieck Thailands‘, denn die laotische und die burmesische Grenze liegen nicht weit entfernt. Dort hatten wir uns eine kleine Hotelanlage mit Pool gebucht und verbrachten 3 entspannte Tage da. Eigentlich waren nur zwei Nächte geplant, aber wir verlängerten spontan noch eine Nacht. Viel zu machen gibt es dort eigentlich nicht, aber wir haben unsere Zeit dort schön genutzt. Da wir einen Pool hatten, verbrachten wir einige Zeit dort, denn es war ziemlich heiß, an zwei Tagen erkundete ich allerdings die Stadt ein wenig, während Marco in der heißen Sonne brutzelte. Nachdem wir am ersten Tag gefrühstückt hatten, lief ich los und erkundete ein paar der Tempel und fand sogar einen kleinen Buchladen, wo es gebrauchte Bücher (in allen möglichen Sprachen) zu kaufen gab. Juhu!!! Natürlich deckte ich mich dort mit zwei Büchern ein, floh dann allerdings schnell aus dem Laden, da es vor Mücken nur so wimmelte! Dann lief ich weiter zum sogenannten Uhrenturm, einem Wahrzeichen von Chiang Rai und knippste dort noch ein paar Erinnerungsbilder. Danach reichte es mir aber erstmal und ich suchte mir ein Café, wo ich mich im Schatten etwas ausruhen konnte und fing direkt mit dem ersten Buch an, lecker Kaffee gab es natürlich auch noch dazu und ich chillte zwei Stündchen dort ab. Zurück im Hotel gesellte ich mich dann zu Marco an den Pool und genoss das kühle Wasser.

Am nächsten Morgen gab es erstmal ein leckeres Frühstück für uns und wir holten unsere Wäsche ab, die wir am Vortag abgegeben hatten. Dann ging es zurück zum Hotel, wo ich meinen kleinen Rucksack packte und wieder auf Wandertour ging. Marco blieb am Pool und holte sich lieber nen Sonnenbrand haha.

Als erstes Ziel hatte ich mir einen Tempel raus gesucht, der auf einem Berg liegt und dort schleppte ich mich dann in der Mittagsbrut hoch. Endlich oben angekommen, gönnte ich mir erstmal ne eiskalte Cola und genoss die Ruhe, denn abgesehen von ein paar Einheimischen, war niemand dort. Herrlich! Ich schlenderte dann ein wenig über die schöne Anlage und machte mich dann auf dem Weg zum Fluss. Dort sollte es wohl einen Strand geben. Dort angekommen, fand ich aber nur eine Böschung vor, die direkt am Fluss lag und ein paar Schüler sprangen da in den Fluten herum. Also ging ich dann lieber weiter, schwimmen wollte ich in der Plörre dann doch nicht. Machte eine kurze Pause in einem der Pavillons, die überall am Fluss herum standen und beobachtete die Vögel und dann ging es weiter in Richtung Hotel. Dort kam ich dann triefend nass an und sprang erstmal ins kühle Poolwasser, aaaah tat das gut. Marco und ich chillten dann noch ne Weile am Wasser und abends gab es dann nochmal ein leckeres Thai-Essen.

Am nächsten Tag schliefen wir aus, frühstückten in Ruhe und dann packten wir zusammen, denn es sollte über die Grenze nach Laos gehen. Wir fuhren zuerst zum Busbahnhof, wo wir, für 65 Baht pro Person, Tickets nach Chiang Khong kauften, der Grenzstadt auf Thaiseite. Die Fahrt war mal wieder sehr abenteuerlich, der Bus war gefühlte 70 Jahre alt und wir saßen (als einzige Westler) ganz hinten, die Rucksäcke wurden vor uns über den Ersatzreifen gelegt und die hintere Tür blieb während der Fahrt natürlich auch auf, haha! Zum Glück fuhren wir nur knapp 3 Stunden und wurden dann irgendwo vor der Stadt raus geworfen, wo natürlich schon diverse TukTuk-Fahrer warteten, die uns bis an die Grenze fahren wollten. Die lag ca. 10 km entfernt und natürlich mussten wir dann damit noch fahren. Dann gab es schon wieder einen Ausreisestempel von Thailand in den Pass und mit einem weiteren Shuttlebus wurden wir bis zur Einreisestelle für Laos gefahren. Dort zahlten wir 30 USD für unser Visum und schon waren wir in Laos! Mit einem TukTuk-Bus ging es dann direkt in die Grenzstadt Huayxai, von wo wir am nächsten Tag das Slowboot nach Luang Prabang nehmen wollten.

Wurden an der Hauptstraße heraus gelassen und klapperten ein paar Gästehäuser ab, um Preise zu vergleichen. Für umgerechnet nicht mal 8 Euro, bekamen wir ein sauberes Doppelzimmer und luden da direkt unsere Sachen ab. Wir wollten dann noch zum Bootsanleger laufen, um da eventuell schon Tickets für die Fahrt zu kaufen. Nachdem wir, wie immer, erstmal in die falsche Richtung liefen, kamen wir nach 20 Minuten dann bei den Booten an, allerdings hatte das Büro schon nicht mehr auf, ein Laote dort meinte es würde 8 Uhr am nächsten Morgen wieder aufmachen. Hmm, naja, wir hofften, dass wir dann noch Tickets bekommen würden!

Also ging es dann zurück und wir gönnten uns dann erstmal Abendessen und leckeres Beer Lao, mmmmmh das hat mir vor 7 Jahren hier schon richtig gut geschmeckt!

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Mit vollen Bäuchen ging es dann zurück ins Hotel, wo wir unsere Sachen sortierten und dann bald ins Bett gingen. Wir wollten am nächsten Morgen zeitig aufstehen, um pünktlich am Bootsanleger zu sein. Unterbrochen wurde unsere Nachtruhe dann von einer Gruppe gestörter Briten, die kreischend die halbe Nacht durchs Hotel sprangen und lautstark ‚YMCA‘ und ähnliches gröhlten, traumhaft!

Etwas gerädert standen wir am nächsten Morgen auf und packten unseren Kram zusammen. Dann buckelten wir die Rucksäcke auf und schliffen uns die knapp 1,5 km zum Bootsanleger. Kurz nach 9 Uhr kamen wir endlich an und kauften uns für 210000 Kip Tickets für das Boot nach Luang Prabang, das sind etwa 20 Euro, für 2 Tage Fahrt auf dem Kutter. Abfahrt sollte erst 11:30 Uhr sein, also hatten wir noch genügend Zeit und deckten uns mit Baguettes und Wasser für die Fahrt ein. Die Baguettes kosteten auch nur knapp einen Euro und waren super lecker, fast wie die geilen Banh mi’s, die wir in Vietnam so geliebt haben!

Dann war es auch schon an der Zeit aufs Boot zu gehen. Es gab nummerierte Sitzplätze und wir saßen relativ mittig. Das Boot hatte auf der linken Seite drei Sitzplätze und auf der rechten vier, die Sitze waren übrigens alte Bussitze, haha. Wir saßen links und hatten nur einen ziemlich müffelnden Franzosen neben uns sitzen, zum Glück gingen er und seine Freundin kurz nach Abfahrt irgendwo nach hinten und somit hatten wir 3 Sitze für uns. Insgesamt passen wohl fast an die hundert Leute auf so ein Boot! Hinten gab es auch Toiletten, die nicht mal total abartig waren und am Backboard war eine kleine Sitzmöglichkeit für die Raucher, wo man auch einen ganz guten Ausblick auf den Mekong hatte.

Die Fahrt an sich war echt richtig schön, wenn es auch ziemlich lang war. Das Boot fuhr gefühlte 20 Km die Stunde und wir passierten wunderschöne Landschaften! Anfangs hatten wir noch Thailand neben uns, aber als wir dann endlich komplett von Laos umschlossen waren, wurde die Natur immer schöner! Seht euch einfach unten die Bilder an, es war echt magisch schön!

Nach 6 Stunden Fahrt, kamen wir dann endlich in dem kleinen Dorf Pakbeng an, wo wir die Nacht verbringen sollten. Eine Unterkunft hatten wir noch nicht gebucht, aber dort lauerten natürlich gleich diverse Einheimische, die sofort alle Touristen belagerten und ihre Zimmer anboten. Wir handelten mit einem Laoten ein Zimmer für gerade 50000 Kip aus, was nicht mal 5 Euro sind und fuhren mit ungefähr 100 anderen Backpackern, auf der Ladefläche eines Pickups die paar Meter zum Hotel. Im Internet gingen die Preise für eine Unterkunft in Pakbeng bei 12 Euro los, haha, also haben wir ja ein sehr gutes Schnäppchen gemacht. Das Zimmer war natürlich kein Luxus, aber es war sauber und wir hatten sogar ne heisse Dusche, was will man mehr!

Gingen dann noch zum Inder die Strasse runter und aßen lecker zu Abend und dann liefen wir noch an den Mekong, um dort die Ruhe ein wenig zu genießen. Gesellschaft leisteten uns nur eine Ziege und ein knuffiger Hund! Zurück im Hotel hatte ich tatsächlich mal super Internet und skypte direkt mal mit der Heimat, schön!

Unser Boot sollte am nächsten Morgen 9 Uhr ablegen, also standen wir zeitnah auf und packten wieder mal alles zusammen. Baguettes kauften wir uns auch wieder, als Verpflegung und dann ging es wieder zum Anleger. Diesmal fuhren wir mit einem kleineren Boot, worauf allerdings die gleiche Anzahl an Menschen passen sollte. Prima! Zum Glück waren wir echt zeitig da und konnten uns ein paar gute Sitzplätze besetzen, diesmal gab es auch nur 2er-Reihen. Bis 9 Uhr kamen immer wieder Touristen und einige haben nicht mal mehr Sitze bekommen, die mussten sich dann auf den Boden setzen.

Die Fahrt sollte noch länger dauern als die am Tag zuvor und zu sehen gab es eigentlich wieder nur das gleiche, schöne Landschaften, diverse Kühe und Wasserbüffel, hin und wieder ein paar Dörfer, wo wir manchmal anlegten, um noch mehr Leute aufzugabeln und ansonsten nur Berge und den Fluss.

Wir waren echt froh, als wir gegen 17 Uhr endlich Luang Prabang erreichten und das Boot mit sehr viel Sitzfleisch verlassen konnten. Natürlich mussten wir uns, mit dem gesamten Gepäck noch eine Böschung, mit gefühlten 1000 Stufen hoch schleppen, bevor wir ein Sammel-Tuktuk in die Stadt besteigen konnten.

Wir hatten wieder nix vorgebucht, aber ich hatte auf MapsMe ein paar Gästehäuser markiert, die am günstigsten waren (16 Euro aufwärts). Fragten uns also von Hotel zu Hotel nach Preisen, die bei knapp 20 Euro los gingen und fanden dann, ein paar Ecken weiter ,ein Gästehaus, wo wir nur 110000 die Nacht zahlen mussten. Das sind nicht mal 11 Euro, also wieder 5 Euro gespart pro Nacht! Wir buchten gleich für drei Nächte und breiteten uns erstmal im Zimmer aus. Abends ging es dann noch lecker Essen und dann fielen wir todmüde ins Bett.

In Luang Prabang verbrachten wir auch wieder richtig schöne, entspannte Tage. Die Stadt ist Teil es UNESCO-Welterbes und wirklich zauberhaft! Sie liegt direkt am Mekong, mit den Bergen direkt davor und hat zahlreiche wunderschöne Häuser im französischen Kolonialstil.

Morgens gab es für uns immer Sandwiches vom Markt, die gerade mal einen Euro kosteten und dann schlenderten wir durch die Gassen der Stadt, entdeckten viele Tempel, entspannten in Cafés und kamen auch an ein paar Klöstern vorbei. Dort sahen wir eine der abartigsten Spinnen, die ich in meinem Leben gesehen habe und ich habe in Australien damals schon einige gesehen, wo ich dachte, dass man das nicht steigern kann, aber doch! Seht die Bilder, die Hand ist übrigens Marco seine! IIIIIIIIIHHHHH zum Glück hab ich die noch gesehen, bevor ich mit dem Gesicht durch das Netz gelaufen bin hahahahah.

Abends schlenderten wir dann immer über den Nachtmarkt, wo es zahlreiche Souvenirs gab, von denen wir uns auch einige von gönnten. Essen taten wir auch auf dem Markt, denn die Preise lagen gerade mal bei 1,50 EUR pro Gericht und die Portionen waren mehr als ausreichend!

Wir unternahmen auch eine Tour zu den Kuang Si Wasserfällen. Für 35000 Kip Fahrtkosten pro Person + 10000 Kip Eintritt, verbrachten wir dort einen wunderschönen Tag. Direkt davor liegt übrigens eine Auffangstation für Bären, die waren auch total knuffig! Die Fälle liegen nur 30 Kilometer von Luang Prabang entfernt, direkt im Dschungel und gehören zu den schönsten Naturereignissen, die ich bisher sehen durfte. Schaut euch einfach die Bilder an, es war einfach bezaubernd dort!

Am späten Nachmittag kamen wir dann wieder in der Stadt an und relaxten erst noch eine Weile am Gästehaus. Dort konnte man draussen gemütlich sitzen und wir quatschten noch eine ganze Weile mit einem älteren Mann aus Neuseeland, der auch durch Südostasien tourt. Als dann der Hunger rief, ging es wieder zum Nachtmarkt, wo wir wieder sehr lecker aßen und dann einen Verdauungsspaziergang über den Markt machten. Danach ging es noch in einen Supermarkt für ein paar Snacks und Tonic für mich, denn ich hatte noch einen Flachmann Gin vom Vortag im Zimmer, hmmmm! Mit lecker Gin Tonics, saßen wir dann noch lange draußen, ich skypte noch mit meinen Eltern und meiner liebsten Freundin in Irland und dann mussten wir mal wieder zusammen packen.

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Am nächsten Tag mussten wir nämlich 5:15 Uhr aufstehen, da 5:30 Uhr der Minivan in Richtung Vang Vieng abfuhr und wir wollten schon alles fertig haben. Als das dann endlich geschafft war, fielen wir gegen Mitternacht ins Koma und wurden dann gestern vom gröhlenden Wecker geweckt.

Über die (schreckliche) Fahrt und unserer Zeit in Vang Vieng, werde ich dann in meinem nächsten Beitrag schreiben. Ich hoffe euch geht es allen gut! Wir genießen unserer Auszeit weiterhin in vollen Zügen und sind froh, gerade nicht im Winterland Deutschland zu sein, hihi 🙂

Bis bald meine Lieben und hinterlasst mal wieder ein paar Kommentare, damit ich weiß wer überhaupt noch hier mit liest 🙂

Drücker aus Vang Vieng!

Manja xx

PS: Mittlerweile ist es fast 17 Uhr und wir haben keinen Strom, hoffentlich kann ich den Eintrag heute noch für euch hochladen!

PPS: Nun ist es 20 Uhr und wir sind vom Essen wieder heim und es gibt wieder Strom juhu! Anscheinend war der in der ganzen Stadt weg. Oh und mir gelüstet es übrigens gerade nach Kürbiskernbrötchen mit Fleischsalat gaaaaaaah….

Unsortiert

Von Zügen und Tempeln


13.03.2018, 09:19 Uhr

Moin Moin ihr Lieben!

Ich schicke euch mal wieder ganz viele Grüße aus Thailand. Momentan sitzen wir im Bus Richtung Chiang Rai, nachdem wir eine tolle Woche in Chiang Mai verbracht haben.

Nun aber erstmal zurück nach Myanmar, wo mein letzter Eintrag endete. Nachdem wir morgens dann endlich in Yangon angekommen waren, suchten wir erstmal nach eine günstigen Möglichkeit in die Stadt zu kommen. Taxen sind zwar im Vergleich zu Deutschland sehr günstig, aber für die Verhältnisse dort, sehr teuer. Anhand von MapsMe sah ich, dass es ein Shuttlebus in die Stadt gibt und auch öffentliche Busse fahren. Als erstes steuerten wir das Shuttle an. Eigentlich war der Preis eigentlich 1000 Kyat, doch der Preis änderte sich stetig nach oben und war auf einmal 2000 Kyat. Darauf hatten wir keine Lust und liefen also rüber, wo wir die normalen Buslinien fanden. Dort fragten wir kurz nach und fanden heraus, dass gleich ein Bus in Richtung Sule Pagode abfahren sollte und das für nur 200 Kyat pro Person juhu! Unser Guesthouse lag nicht weit entfernt von der Pagode, also stiegen wir ein und fuhren ala einzige Westler mit den Einheimischen etwa eine Stunde in die Stadt.

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Dort fanden wir auch schnell unsere Unterkunft, checkten ein und machten uns etwas frisch und dann ging es erstmal los um Frühstück zu finden.

Fanden auch schnell ein Café, allerdings war die Speisekarte etwas unüblich für ein Café, denn es gab nix, was wir gern zum Frühstück gegessen hätten. Also blieb es bei nem Kaffee und dann wanderten wir weiter zum Bahnhof. Dort wollten wir den Circle Train nehmen. Das ist ein Zug der, innerhalb von ca. 3 Stunden, einmal rund um Yangon fährt, im Kreis, deswegen Circle. Die Tickets kosteten nur 200 Kyat, was gerade mal 12 Cent sind, für 3 Stunden Fahrt!

Im dritte Klasse Waggon nahmen wir dann Platz auf einer langen Sitzbank, die es links und rechts im Wagen gab. Dort verbrachten wir dann drei Stunden und beobachteten die Menschen im Zug und die Stadt draussen. Drinnen war es auf jeden Fall interessanter. Diverse Händler liefen andauernd durch den Zug und versuchten ihre Waren zu verkaufen. Von Obst über gekochten Mais bis hin zu gekochten Eiern, war alles dabei. Auch Eis gab es und Wasserflaschen durften auch nicht fehlen. Am besten verkaufte sich allerdings der gekochte Mais. Ein paar Frauen neben uns, kauften gefühlt bei jedem Händler ein. Manche von den Verkäuferinnen trugen ihre Waren übrigens auf dem Kopf, so hatten sie die Hand frei, um einen kleinen Plastikhocker zu tragen, worauf sie sich beim Verkauf dann setzten oder um einfach mal ne Pause zu machen. Die Fahrt war auf jeden Fall total interessant. Auch das Treiben an den diversen Halten zu beobachten, machte total Spaß. Leider sind die Bilder von außen nicht so toll, da die Scheiben total zerkratzt waren! Nach knapp drei Stunden waren wir dann wieder zurück und dann auch froh, denn langsam wurde es unbequem und total warm. Außerdem hatten wir Hunger, da im Zug wollten wir nix essen und so machten wir uns auf die Suche.

Fanden dann ein Lokal wo wir ein Sandwich aßen und dann liefen wir zurück zum Hotel, da wir noch das kostenlose Shuttle zum Flughafen buchen wollten. Zwar ging das schon 6.30 Uhr morgens und wir hätten dann sehr viel Zeit am Flughafen, aber es war kostenlos 😉

Als das geklärt war, machten wir ne kurze Pause und liefen dann mal wieder zur Shwedagon Pagode. Marco wollte sich da noch ein Souvenir holen. Da er aber kurze Hosen und ein Ärmelshirt anhatte, blieb ich im Park davor und gab ihm meinen Sarong. Denn Schulterfrei kommen auch Männer nicht rein! Während Marco also nach Souvenirs stöberte, chillte ich im Park und schrieb den Blogeintrag vom letzten Mal für euch zu Ende.

Als er dann alles besorgt hatte, liefen wir zurück in unser Viertel und diesmal gab es auch Streetfood für uns. Aber nur einen vegetarischen Eierkuchen der frisch an der Straße zubereitet wurde und irgendwelche anderen undefinierbaren Teigteile, alles ohne Fleisch, soviel Mut hatten wir dann doch nicht. Dann kauften wir noch etwas Obst ein und zurück ging es zum Hotel, wo wir schnell noch aßen und nach einer Dusche dann todmüde ins Bett fielen.

Am nächsten Morgen ging es dann 6 Uhr raus und wir packten den restlichen Kram zusammen. Marco frühstückte noch was, aber ich konnte um die Zeit noch nix essen, wir hatten aber noch Sandwiches für später mit.

Dann ging es zum Flughafen, wo man direkt beim Betreten durch eine Security-Kontrolle musste. Als wir das sahen, blieben wir lieber noch draußen, da wir noch Wasser dabei hatten. Nutzten dann für ne Stunde das Flughafen-Wifi und dann wollten wir mal rein, da ich auch auf Toilette musste. Also Taschen durch die Kontrolle, Körperkontrolle und dann waren wir drin. Unser Wasser kam problemlos mit.

Nach dem Toilettengang sahen wir dann, dass wir im falschen Terminal waren. Also wieder raus und 5 Minuten weiter zum richtigen Terminal. Dort wieder Security und Körperbetastung und dann waren wir drin. Nur, dass es in diesem Terminal absolut NICHTS gab! Bei dem, wo wir vorher waren, gab es noch Cafés und Shops, hier ear gähnende Leere. Unten die Check-in Schalter und oben die Passkontrolle, super! Naja also warteten wir darauf, dass unser Schalter mal aufmachte und haben gelesen und etwas von unseren Vorräten gegessen.

Endlich war es dann 10 Uhr und wir konnten einchecken. Natürlich hatten wir mal wieder die langsamste Schlange erwischt. Als das endlich geschafft war, ging es durch die Passkontrolle, danach kam nochmal eine Sicherheitskontrolle und dann waren wir im Bereich der Gates. Viel gab es dort auch nicht, außer einem Café, wo ein Kaffee 6 USD kostete und ein paar Souvenirläden.

Naja, irgendwie verging dann die Zeit endlich und das Boarding für unseren Flug nach Thailand ging los. Natürlich mussten wir vorher aber nochmal durch eine Sicherheitskontolle!

Der Flug selbst ging wieder ganz schnell rum und schon standen wir wieder in Thailand und bekamen nen weiteren Stempel in den Pass. Dann suchten wir den öffentlichen Bus, unser Hotel lag im Stadtteil Sukhumvit (wo unser Gepäck noch lagerte) und wir wollten bis zur S-Bahmstation mit dem Bus fahren, weil das wieder günstiger als Taxi war.

Der Bus kostete 30 Baht pro Person und dann stiegen wir um in die Bahn, die auch nur XXX Baht kostete. Unser Hotel lag zum Glück auch gleich bei einer Haltestelle und wir konnten direkt einchecken. Machten uns wieder frisch und wollten dann noch etwas raus und auch etwas zu essen finden.

Diesmal lechzten wir nach einem guten westlichen Subway! Unweit vom Hotel fanden wir dann den Sandwichladen und ließen es uns schmecken.

Dann schlenderten wir weiter entlang kleiner Marktstände und landeten nochmal in einem Big C, einer Supermarktkette in Asien. Dort erstanden wir wieder Früchte und ein bisschen Zeug, was wir noch brauchten und dann liefen wir wieder zurück zum Hotel, wo wir den Abend dann noch entspannten.

Nachdem wir ausgeschlaffen hatten und alles wieder zusammen gepackt war, checkten wir aus und liefen dann in Richtung Storage. Es waren nur 6 oder 7 km, da konnten wir das Taxi auch sparen. Nach ner Stunde kamen wir an einer kleinen Halle vorbei, wo es alles mögliche an Essen gab. Dort entschieden wir uns zu „frühstücken“ und bestellten beide Pad Thai und dazu vietnamesische Sommerrollen, mmmmh, perfekt!

Dann schleppten wir uns weiter durch die Mittagsbrut Bangkoks und kamen endlich am Storage an. Nahmen da unsere Rucksäcke entgegen, packten nochmal etwas um und fuhren dann per Taxi zum Hauptbahnhof.

Dort kauften wir Tickets für den Zug nach Ayutthaya, der lächerliche 12 Baht kostete, also 31 Cent.

Die Zugfahrt war richtig schön, sobald man aus Bangkok raus kam, gab es rechts und links viel Natur zu sehen. Herrlich!

Nach knapp 2 Stunden waren wir dann auch schon da und liefen zu einem kleinen Steg, von wo Boote auf die andere Uferseite übersetzten, denn dort lag unser Hotel. Die Fahrt kostete gerade mal 5 Baht. Drüben angekommen schnauften und hechelten wir uns bis zum Hotel, wo wir uns erstmal ausruhten. Abends wollten wir dann über den Markt schlendern und dann auch zum Nachtmarkt laufen. Der war richtig toll! Soviel leckere Auswahl an Essen und anderer Schnickschnack, den fand ich echt am Besten bis her. Machten uns erstmal einen Überblick und stellten wir uns ein Abendmenü zusammen, an den verschiedenen Ständen. Obst gab es natürlich auch wieder en masse und als Krönung gab es noch einen Hello Kitty Pancake am Stiehl für mich 😀

Nach dem Geschlemme ging es zurück zum Hotel, wo wir noch eine Weile draußen chillten und leckeres Obst aßen.

Als wir am nächsten Tag ausgeschlafen hatten, bedienten wir uns am kostenlosen Frühstück (Toast, Marmelade, Kaffee) und dann wollte ich einfach mal etwas chillen und gar nix machen. Marco ging joggen und ich gammelte auf dem Bett und sortierte Fotos aus Myanmar und schrieb den Blogeintrag darüber, da das Internet mal gut war. Als Marco zurück war, liefen wir wieder zum Boot, da wir beim Bahnhof nach Tickets für den Nachtzug, für den nächsten Abend, nach Chiang Mai schauen wollten. Doch wie immer hatten wir Pech mit dem Zug und alles war voll. Also hieß es wieder Bus fahren, juhu! Kauften die Tickets, nachdem wir was zum Mittag gegessen hatten und dann liefen wir weiter, um uns ein paar der Tempel anzuschauen. Die Tempel in Ayutthaya erinnern mich übrigens total an Angkor Wat, richtig schön! So verbrachten wir dann den Nachmittag und abends gingen wir wieder auf den Nachtmarkt, um uns wieder mit Leckereien einzudecken.

Der nächste Tag begann wieder mit einem Frühstück und dann machten wir wieder alles fertig und checkten aus. Frische Wäsche hatten wir nun auch wieder, denn wir gaben ca. 7 kg zum Waschen ab! Da wir mit dem Nachtbus nach Chiang Mai fahren wollten, hatten wir noch viel Zeit und liefen zu einem anderen Hotel. Dort konnte man gegen eine Gebühr den Pool benutzen und das war unser Plan für den Rest des Tages!

Verbrachten dort die Zeit bis 19 Uhr und genossen das kühle Wasser bei der Hitze. Besser geht es kaum. Es gab dort sogar duschen und somit konnten wir uns gleich nochmal etwas frisch machen. Liefen dann wieder Richtung Gästehaus, wo unser Gepäck lagerte und aßen gegenüber noch zu Abend. Dann chillten wir noch bis 22 Uhr beim Hotel und schon kam unser Tuk Tuk, welches uns im Affentempo zum Busbahnhof brachte.

Dort warteten wir noch ne ganze Weile und dann kam endlich der Bus. Und ich muss sagen, wir waren wirklich positiv überrascht. Die Sitze waren richtig bequem, man hatte total viel Platz unf es gab sogar ne Massagefunktion in der Lehne. Genial. Es gab auch wieder Snacks, Wasser und Decken und wir haben wirklich fast die gesamte Fahrt durch geschlafen.

Morgens kamen wir dann in Chiang Mai an und wurden direkt von Tuk Tuk Fahrern belagert und nach etwas handeln fanden wir dann einen der uns zum Guesthouse brachte. Dort checkten wir gleich ein und nach ner Dusche ging es nochmal für ein Nickerchen ins Bett. Nachmittags liefen wir dann in Richtung Old Town, allerdings erstmal ne Stunde in die falsche Richtung haha. Naja is ja nix neues bei mir. Als wir schließlich den richtigen Weg gefunden hatten, schlenderten wir dort ein wenig durch die Gegend und dann ging es nochmal in einen Big C, weil wir noch ein paar Sachen für unsere Wohnung besorgen wollten.

Dann ging es zurück ins Hotel, von wo ich dann nochmal allein los ging, um mir nochmal eine schöne Massage zu gönnen. Abends liefen wir dann zum Chiang Mai Bazaar. Allerdings verfehlte der unsere Erwartungen. Wir dachten es wäre auch ein toller Nachtmarkt, aber es stellte sich dann eher als Touristen -und Souvenirmeile heraus. Darauf hatten wir nicht so Lust und kauften uns nur noch ein paar Sandwiches und dann ging es ab ins Bett.

Morgens packten wir mal wieder unsere 7 Sachen und dann schnappten wir uns ein rotes Sammeltaxi und für 120 Baht wurden wir zu unserer Wohnung für die nächsten 6 Tage gebracht.

Wir wollten einfach mal wieder eine kurze Zeit „normal“ leben und mieteten und über Airbnb ein Studio etwas außerhalb von der Stadt.

Und es war einfach herrlich! Wir hatten eine kleine Wohnung im 6. Stock einer Apartmentanlage, mit Balkon und Blick auf die Berge um Chiang Mai. Die Sonnenuntergänge da werde ich wohl nie vergessen! Herrlich! Dazu gehörte noch ein großer Pool und ein kleines Fitnessstudio, welches ich natürlich nicht benutzt habe, haha. Am wichtigsten war uns aber, eine Küche zu haben, wo wir uns endlich mal wieder selbst versorgen konnten.

Nachdem wir also angekommen waren, marschierten wir dann zum nächsten Big C, da man dort die beste Auswahl hat. Leidet war der 7 km weit entfernt, naja…. Kauften dann groß ein und ich gönnte mir sogar mal ne Flasche Wein (die Weinpreise hier haben irische Verhältnisse), doch leider wurde der mir an der Kasse wieder abgenommen. Alkohol wird in Thailand nur zwischen 7 – 14 Uhr und ich glaub dann wieder 17 bis 22 Uhr verkauft. Die Uhr las 14:15 Uhr….Ich hätte kotzen können. But it’s the laaaawww wurde mir gesagt. Na denn!

Mit vollgepackten Händen und meinem Rucksack ging es dann auf den Heimweg. Noch nie habe ich mein Auto so vermisst wie da! Es war brütend heiss und auch kein Taxi in Sicht. Also schliffen wir uns die Straße weiter. Und dann, als ich mich gerade schmollend auf den Boden werfen wollte, hielt auf einmal ein Auto! Eine Thailänderin fragte uns, ob sie uns mit nehmen kann! So nett! Es stellte sich heraus, dass der Kindergarten ihres Babys gleich bei unserer Anlage war und somit fuhr sie uns bis quasi zur Eingangstür! Wow! So viel Freundlichkeit, wir waren ihr echt mega dankbar!

Als wir die Einkäufe verstaut hatten, ging es direkt in den erfreulich frischen Pool und abends kochte ich dann ENDLICH mal wieder. Nach fast zwei Monaten Abstinenz gab es unsere geliebten Spaghetti mit der Tomatensoße die wir immer selbst machen. Soooo LECKER. Dazu noch mein Rotwein und sogar Parmesan und ich war im 7. Himmel.

So verbachten wir also unsere Zeit dort. Morgens machten wir uns leckeres Müsli mit Obst, dann ab an den Pool, tauchen, schwimmen und sonnenbaden.

Wenn Marco Sport machte, genoss ich die Zeit alleine und abends kochten wir dann lecker. Einen Abend fuhren wir auch in die Stadt, denn ich hatte ihm Karten für einen Muay Thai Boxkampf geschenkt. Zwar ist Boxen so gar nicht meins, das Gen haben mir meine Eltern wohl nicht vererbt, denn die schauen es beide gern an – aber der Abend war trotzdem sehr schön, zumal es leckere Gin Tonics für mich gab hehe.

Gestern war die Zeit der Ruhe dann wieder viel zu schnell vorbei und wir verließen am Nachmittag unser Studio. Mit einem uber-Taxi fuhren wir zum Busbahnhof, wo wir eigentlich direkt Tickets für den Abend nach Chiang Rai buchen wollten. Allerdings waren ALLE Busse bereits ausgebucht! Miiiiist! In Chiang Rai hatte ich bereits ein Hotel gebucht, doch alles warten und den Busfahrer fragen, ob nicht doch noch zwei Plätze frei sind brachten nix. Also mussten wir uns um ein Hotel für die Nacht kümmern.

Zum Glück gab es gleich beim Busbahnhof mehrere und dort checkten wir gleich in eins ein und ich kontaktierte unsere Unterkunft in Chiang Rai, dass wir einen Tag später kommen würden. Zum Glück war das kein Problem und somit machten wir uns auf den Weg, um noch was fürs Abendessen zu finden.

Entschieden uns für Subway und gingen dann direkt zurück ins Hotel, wo wir den Abend relaxten und Film schauten.

Heute morgen standen wir dann 08:30 Uhr auf und liefen rüber zum Busbahnhof, wo 9:15 Uhr der Bus abfuhr. Und hier sind wir nun für drei Tage denke ich, bevor es dann rüber nach Laos geht.

Mehr zu Chiang Rai dann beim nächsten Eintrag.

Bis bald ihr Lieben!

Manja

Südostasien

Myanmar – Das Goldene Land


Wieso wird eigentlich nicht Myanmar das Land des Lächelns genannt? Ich habe noch nie ein Land besucht, in welchem mich die Menschen so oft angelächelt haben, einfach so! Ok, viel Gold gibt’s hier auch, wenn man an die ganzen Pagoden etc. denkt, aber ich finde, der Preis für das Land des Lächelns geht definitiv nach Myanmar!

14 Tage haben wir hier verbracht, die sich total gelohnt haben und gerne komm ich irgendwann noch ein mal in dieses zauberhafte Land.

Wir sind von Bangkok nach Yangon (früher Rangun) geflogen und haben dort die erste Nacht verbracht. Wir haben die berühmte Shwedagon Pagode besichtigt und gestaunt, wie prunkvoll das alles dort ist! Ein paar Straßenmärkte klapperten wir da auch noch ab und dann ging es per JJ Express Bus weiter nach Bagan, wo wir wieder hunderte kleine und große Pagoden besichtigten und tolle Sonnenauf- und Untergänge bestaunten.

Von Bagan ging es für eine Nacht nach Mandalay und von da dann weiter nach Kalaw, einer süßen kleinen Stadt in den Bergen, wo wir erst zwei Nächte verbrachten und von da aus unsere zwei-tägige Trekkingtour zum Inle Lake starteten. Dort verbrachten wir dann auch nochmal drei Tage und schon ging es zurück nach Yangon, wo wir nochmal die Märkte besichtigten und mit dem Circle Train einmal um die Stadt herum tuckerten.

Das Land ist wirklich toll und noch nicht so total überlaufen, wie andere Länder in Südostasien. Von den Preisen her fand ich die Hotels ein wenig teurer, gerade was Preis-Leistung angeht, aber beim Essen kann man, wenn man bei den Einheimischen isst, wieder viel sparen. Ich fand das Essen dort aber irgendwie etwas fad, mir hat immer Salz und Pfeffer gefehlt und scharf war es auch nie, es sei denn ich hab selbst Chili dran gehauen. Wir haben nur ein paar Mal burmesisch gegessen, auf den Märkten fand ich die Straßenstände auch nicht wirklich appetitlich, es hat einfach sowas von gestunken überall und dann noch der ewige Dreck und Staub der überall rum fliegt, da hatte ich gar keine richtige Lust was zu essen von dort, obwohl wir sonst fast nur Streetfood essen. Am letzten Abend in Yangon, haben wir aber doch mal noch ein paar Sachen von den Ständen probiert und die waren auch ok, war aber auch alles vegetarisch, Fleisch und Fisch hätte ich da nicht angerührt haha.

Ansonsten war es tagsüber von den Temperaturen her eigentlich überall heiß, aber im nördlicheren Teil war es nachts RICHTIG kalt! Nehmt euch also warme Sachen mit, wenn ihr zum Beispiel nach Bagan oder Kalaw geht. In Kalaw war es nachts am Kältesten. Wir hatten gerade mal 7 Grad bei unserer Ankunft, brrrrrr!!!! Sobald da die Sonne weg war, mussten die Jacken und lange Hosen raus 😀

Was mir noch aufgefallen ist, dass die Fußwege meistens total schrecklich waren. Die erinnerten eher an einen Hindernisparcour als an Fußwege, man konnte wirklich nicht laufen, ohne lieber auf den Boden zu starren, nicht, dass man noch in ein Loch fällt, was mit Wasser gefüllt ist haha.

Tja, was gibt es noch so zu berichten? Das die Burmesen unglaublich liebe, nette und hilfsbereite Menschen sind, habe ich ja schon im Blogeintrag vorher erzählt. So was habe ich noch nie erlebt, so eine Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft, auch ohne, dass man sich mit Worten versteht, toll!

Nicht nur in Schottland tragen Männer Röcke! In Myanmar trägt man(n) den longhy! Das ist ein waden buw. knöchellanger Rock, der von Männern vorn zugeknotet wird und von den Frauen seitlich! Ob jung oder alt, getragen wurde es von allen.

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Was ich mega lustig fand, dass hier total viele Menschen so komische Schmatzlaute machen, wenn sie auf sich aufmerksam machen wollen, zum Beispiel im Restaurant. Der Laut klingt, wie wenn ich einen niedlichen Hund sehe und mit dem Mund so Kussgeräusche mache. Hahahaha, stellt euchmal vor, ihr würdet in Deutschland so den Kellner an der Bar rufen 😂😂😂 Ich hatte zu Marco in Bagan gesagt, er soll mal versuchen, so den Kellner zu rufen, aber leider hat er sich geweigert hehe.

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Übrigens schmieren sich hier total viele der Einheimischen eine weisse Paste ins Gesicht, namens Thanaka. Die wird aus einer Baumrinde hergestellt und als Sonnenschutz und Make-Up vewendet. Jeder trägt es da, ob Mann oder Frau, Kind oder Greis! Auf manchen Bildern könnt ihr vielleicht auch ein paar Einheimische sehen, die sich so verziert haben.

Ansonsten wird man in Myanmar total oft angestarrt, das war manchmal etwas komisch, aber wahrscheinlich sind da noch nicht so viele westliche Touristen unterwegs. Manchmal kam ich mir auch vor wie ein Riese, so klein sind die Menschen dort und ich bin eigentlich auch nur durchschnittlich groß mit knapp 1,70m. Was mir noch aufgefallen ist, dass dort auf den Straßen und „Fußwegen“ überall Flecken sind, die aussehen als hätte dort gerade eine Messerstecherei statt gefunden. Aber nein! Die Burmesen lieben das Kauen von sogenannten Bethelnüssen. Die wirken wohl aufputschend und sind da total der Renner.

Der Nachteil von diesem Zeug ist, dass die Leute aussehen wie Zombies, sobald der Mund aufgemacht wird. Total abartig, die Zähne meist schon weg gekaut und dann alles rot, so als hätten die gerade jemanden aufgefressen iiiiih!!! Nach dem Kauen wird dann erstmal schöööön lang die Rotze hoch gezogen und dann wird der rote Speichel schön auf den Boden gerotzt, überall hin, ob Mann oder Frau, egal, alle machen es!

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Zweiter Nervfaktor, neben der Rotzgeräuschkulisse, war der ständige Dreck und Staub überall. Müll liegt auch überall rum und wird auch einfach achtlos überall hin geschmissen. Schlimm! Verbrennen tun die dann auch alles, von Plastik über Gummi bis zu Laubblättern, ein toller Geruch ist das dann! Wir hatten ein Mal in Bagan unsere Klamotten gewaschen und dann raus auf den Balkon gestellt und am nächsten Morgen wunderten wir uns warum die so abartig nach Rauch gestunken haben. Wir hatten erst die Nachbarn in Verdacht, dass die unsere Sachen mit Zigarettenqualm eingeraucht hätten, aber als wir dann den verbrannten Plastikgeruch wahrnahmen, stellten wir fest, dass das davon kam! Bäh! Naja und wie gesagt, war es fast überall total staubig, in Bagan war es richtig schlimm. Wenn wir zu Fuß unterwegs waren, hab ich mir jedesmal ein feuchtes Tuch um Mund und Nase gehalten, wenn ein Auto vorbei kam, weil die dann den ganzen Staub aufgewirbelt haben und wir haben das direkt ins Gesicht bekommen. Geil! Wenn es dort diese asiatischen Mundmasken gegeben hätte, ich hätte mir eine gekauft!

Das war aber auch das einzig negative was mir dort so aufgefallen ist, ansonsten war es wirklich richtig richtig toll dort zu sein und wir haben auch, für die kurze Zeit dort, viel erlebt! Nun bekommt ihr auch endlich die Kamerafotos zu sehen, da ich tatsächlich mal sehr gutes Internet habe.

Falls ihr Fragen oder ähnlich habt, sagt Bescheid.

Yangon (Rangung) – Die ehemalige Hauptstadt

Shwedagon Pagode

Circle Train Eindrücke und Streetfood

Markttage in Myanmar

Zauberhaftes Bagan

Trekking-Tour Kalaw, Orte der Entschleunigung

Inle Lake – Ein kleines Wasserparadies

Unsere Ausgaben in Myanmar

In den Hotels, bzw. Gästehäusern war bereits immer ein Frühstück inklusive, meist sehr einfach, aber es hat schon mal eine Mahlzeit gespart, die man kaufen muss. Wasser kostet in Myanmar zwischen umgerechnet 18 – 50 Cent, Abendessen gibt es auch schon ab umgerechnet 50 Cent, je nachdem wo man isst. Ich habe unsere Kosten für Essen und Einkäufe mal raus genommen, da wir mal so mal so gegessen haben. Streetfood hatten wir schon für 20 Cent bekommen, das war eine kleine Portion, aber es gab auch schon große Reisportionen mit Gemüse für 90 Cent. Westliches Essen ist natürlich teurer, für ein Pizza Hut Menü (für 2 mit Getränken) zahlten wir mal 13 Euro zusammen. Bier gibt es für etwa 50 Cent. Souvenirs und Einkäufe im Supermarkt für Soft Drinks, Hygieneartikel und ähnliches habe ich jetzt auch nicht mit eingefügt, da es ja jedem selbst überlassen ist, was er da so ausgibt. Ich hab mir meine tägliche Cola oder Sprite sehr gerne gegönnt, Knabberzeug gab es auch gelegentlich und kostet umgerechnet auch meist nicht so viel. Also die folgende Aufstellung sind Kosten für Hotels, Busse, Taxen und Eintrittspreise. Alle Kosten sind bereits für 2 Personen berechnet.

Yangon (Eine Nacht)

Taxi Flughafen – Stadt 10000 Kyat
Hotel (1 Nacht) 18000 Kyat
Shwedagon Pagode Eintritt 20000 Kyat
Taxi zum Busbahnhof 6000 Kyat
JJ Express Bus Yangon – Bagan 32 EUR
Gesamt 64 EUR

Bagan (Zwei Nächte)

Taxi in die Stadt 6000 Kyat
Aussichtsturm (2 Mal besucht) 20 USD
Hotel 50 USD
Fahrräder 4000 Kyat
Busticket Mandalay 18500 Kyat
Gesamt 74,11 Euro

Mandalay (Eine Nacht)

Hotel 23500 Kyat
TukTuk 4600 Kyat
Bus nach Kalaw (Shwe Mandalar Express) 13,28 USD
Taxi 2000 Kyat
Gesamt 29,03 Euro

Kalaw (Zwei Nächte) + Trekkingtour zum Inle Lake

Hotel 60000 Kyat
Trekkingtour A1 (2 Tage, 1 Nacht, inkl. 2 x Mittag, 1 x Frühstück, 1 x Abendessen. Bootsfahrt Inle Lake) 120 USD
Gesamt 133,81 EUR

Inle Lake (Zwei Nächte)

Hotel 32 USD
Bus Full Moon Express nach Yangon 30 USD
Gesamt 50,33 Euro

Yangon (Eine Nacht)

Öffentlicher Bus ins Zentrum 400 Kyat
Hotel (inkl. Gratis Shuttle zum Flughafen) 16 USD
Circle Train 400 Kyat
Gesamt 13,48 Euro

Für Hotels, Transportmittel, Eintrittsgelder und die Wandertour haben wir also für 14 Tage 364,76 EUR zusammen ausgegeben, das macht 182,38 EUR pro Person, also Tagesbudget von 13 EUR knapp bei einer Reise zu zweit. Hinzu kommen natürlich noch Ausgaben für Abendessen, Souvenirs, evtl. Kleidung, Postkarten und ähnliches. Das E-Visum für Myanmar kostet umgerechnet knapp 40 EUR. Eine Postkarte mit Briefmarke nach Europa etwa 80 Cent. Eine günstige Mahlzeit kostet etwa einen Euro und wenn man sich mal ein schönes Abendessen gönnen möchte, zahlt man so um die 4 EUR mit Getränken. Auf dem Markt gibt es zum Beispiel Dragonfruits für 90 Cent pro Stück und Souvenirs, wie die Shwedagon Pagode (als Miniatur) und eine Elefantenfigur haben wir für umgerechnet 6,36 Euro bekommen.

Für ungefähr 12 Euro habe ich noch zwei Chill-Hosen, zwei Paar Sonnenbrillen, drei Paar Socken, eine warme Jogginghose und neue Flip Flops erstanden.

Ansonsten haben wir noch Geld in den Supermärkten für Sonnencremes (5 Euro), Snacks, Wasser, Softdrinks, Bier und Taschentüchern gelassen. Aber das sind ja alles Sonderausgaben, deswegen habe ich die nicht mit eingerechnet, da es eher persönliche Kosten sind. In Bagan haben wir übrigens auch die Tourismusgebühr von etwa 25 USD gespart. Wir sind mit dem Nachtbus angekommen und dort war kein Ticketoffice und gefragt wurden wir auch nicht danach – also knapp 20 Euro gespart 😉 Natürlich hätten wir es auch bezahlt, wenn wir irgendwo nach dem Ticket gefragt worden wären haha.

Weiterhin muss man für den Inle Lake eine Gebühr in Höhe von 10 USD zahlen, wir machten das direkt bei unserer Wandertour.

Ich hoffe der Eintrag hat ein wenig weiter geholfen, bei einer Planung für eine Myanmar-Reise. Wie gesagt, falls noch Fragen sind oder ihr Anmerkungen habt, einfach ein Kommentar hinterlassen!

Manja

Unsortiert

Trekking-Tour zum Inle Lake


28.02.2018, 18:45 Uhr

Hallo ihr Lieben und seid gegrüßt aus dem Nachtbus Richtung Yangon. Kaum zu glauben, dass die Zeit in Myanmar schon fast vorbei ist!

Wir sind gerade unterwegs zum letzten Stop, draußen dämmert es gerade, die tolle Landschaft fliegt vorbei an uns und es könnte so wunderschön sein, WENN nicht seit bereits 45 Minuten non-stop Justin Bieber Musikvideos auf dem TV im Bus laufen würden. KOOOOTZ!

Naja, hier nun der Rückblick unserer vergangenen Tage. Beim letzten Eintrag waren wir gerade abends in Mandalay angekommen. Kurz bevor wir die Stadt erreichten, konnten wir in einen kostenlosen Shuttlebus wechseln, welcher direkt in die Stadt fuhr, der andere fuhr weiter zum Busbahnhof außerhalb der Stadt. Anhand von MapsMe überprüften wir, wo wir waren und wie weit entfernt vom Hotel wir waren. Als es nur noch wenige Gehminuten waren, hielt der Bus auch zum ersten Stop an und hier stiegen wir aus. In der Eile passierte es dann, ich ließ mein Lieblingsarmband im Bus hängen. Ich hatte es kurz abgenommen, zum eincremen und dann in der Hektik und im Dunkeln nicht mehr gesehen. Merken tat ich es erst, als wir schon auf halber Strecke zum Hotel waren. Schnell liefen wir den Weg zurück, der Bus war aber leider schon weg. Wir wussten, dass als Endhaltestelle der Bahnhof angegeben war, also schnappten wir uns schnell ein Taxi dahin. Es war eigentlich direkt um die Ecke, aber von einem Bus keine Spur. Wir entschieden dann erstmal ins Hotel zu gehen und von dort das Bauunternehmen zu kontaktieren.

Im Hotel angekommen und eingecheckt, schilderte ich dem netten Mitarbeiter was passiert war. Der rief sofort bei JJ Express an und erklärte die Sache. Sie würden danach suchen hieß es, schwierig war allerdings, dass wir ja unterwegs den Bus gewechselt hatten und dort auch keine Sitznummer hatten. Naja, der Hotelmitarbeiter war sowas von freundlich und hilfsbereit und meinte wir sollen uns jetzt erstmal ausruhen und die vom Bus würden sich bei ihm melden.

Machten uns im Zimmer dann etwas frisch und da wir noch nix außer Frühstück an dem Tag hatten, liefen wir nochmal los. Fanden aber rein gar nix, wo man essen konnte, bzw. nur sehr zwielichtige Lokalitäten und entschieden uns dann für Instantnudeln ausm Supermarkt.

Die kochten wir dank Wasserkocher im Zimmer auf und setzten uns dann noch hoch auf die Dachterrasse.

Völlig platt ging es dann ins Bett, wo ich noch eine Weile um mein Armban trauerte.

Am nächsten Morgen schliefen wir aus und dann gab es wieder gratis Frühstück, diesmal auf dem Dach. Wie üblich Toast, Spiegeleier und Marmelade. Diesmal gab es aber auch Reis und so was, naja zum Frühstück muss das für mich nicht sein.

Dann chillten wir noch eine Weile auf dem Zimmer und 12 Uhr checkten wir aus. An der Rezeption gab es schlechte Neuigkeiten, kein Armband wurde gefunden 😦 Da wir für abends einen Nachtbus nach Kalaw gebucht hatten, entschieden wir, einfach eher zum Busbahnhof zu fahren und dort selbst nachzufragen.

Die Zeit bis dahin verbrachten wir mit einem Spaziergang durch Mandalay. Auch diese Stadt ist laut, dreckig, stinkt und man bekommt permanent Staub in jede Pore. Unterwegs gingen natürlich meine Flip Flops noch kaputt und ich musste bei der Brut meine Chucks anziehen, prima! Naja landeten schließlich auf einem Markt, wo wir gemütlich das Treiben beobachteten, Früchte erstanden und die Zeit dort genossen. Als wir uns satt gesehen hatten, setzten wir uns an eine ruhige Ecke und verspeisten unser Lieblingsobst, Dragonfruit! Beobachtet wurden wir von ein paar Kindern, denen wir dann kurzerhand zwei von unseren Früchten schenken. Das Lachen was sie uns schenkten, war Gold wert!

Dann liefen wir langsam zurück. Am Bahnhof hatten wir am Vortag ein paar Shoppingcenter gesehen. Dort wollten wir irgendwo was essen und der Hitze entfliehen. Leider gab es in dieseb Einkaufszentren kein Essen, nicht mal ein Café sondern nur Schuhläden und anderen Kram. Mist! Naja, wenigstens ne Toilette gab es. Als wir nach weiterem Laufen immer noch nix fanden, entschieden wir uns ein Taxi zu der Stelle zu nehmen, wo wir den Bus gewechselt hatten, vielleicht würde ja das Shuttle wieder da sein. Fanden eine Art TukTuk und wieder mal waren wir überrascht von der Freundlichkeit der Burmesen. Der Fahrer verstand kaum Englisch, rief aber sofort jemanden an, der dann auch zu uns kam und ihm erklärten wir, wo wir hin wollen. So klappte dann auch alles und kurz darauf fanden wir uns an der Stelle wieder, wo wir gestern ausgestiegen waren. Da es noch ziemlich zeitig war, setzten wir uns zu einer burmesischen Familie, die einen kleinen Stand da betrieb. Ein paar Hühner leisteten uns noch Gesellschaft und später auch noch ein paar Kühe. Marco bestellte sich dann noch eine Portion Reis dort und wir sahen noch einen schönen Sonnenuntergang. Dann kam endlich irgendwann das Shuttle und es war sogar der gleiche Fahrer. Auf dem Handy zeigten wir Bilder vom Armband und auch der Mann war wieder so was von hilfsbereit. Sofort rief er diverse Leute an, fragte nach, ließ uns durch den Bus gehen etc. Leider war das alles nicht erfolgreich, es sollte einfach nicht mehr auftauchen. Auch toll war, dass wir dann mit einem der Busse direkt bis zum Busbahnhof mit genommen worden sind. Dort starteten wir einen letzten Versuch, wieder mit extrem hilfsbereiten Leuten, aber leider hoffnungslos. Das Armband war weg und ich sehr traurig. Naja, wir haben alles versucht, mehr konnten wir nicht mehr tun.

Fragten uns dann durch, bis wir unser Busunternehmen für die Fahrt nach Kalaw gefunden hatten und setzten uns da dann hin.

Dort feierte einer der Mitarbeiter seinen Geburtstag und wir bekamen sogar ein Stück Torte ab. Voll nett! Diesmal fuhren wir mit Shwemingalar Express und zahlten gerade mal 13 USD zusammen für die Fahrt, das sind ca. 5,30 Euro pro Person.

Der Bus war genauso komfortabel wie der deutlich teurere JJ Expressbus, der mehr als doppelt so teuer gewesen wäre. Nur extrem kslt war es während der Fahrt, wir mussten uns mit allem Einhüllen was wir so da hatten, zum Glück gab es noch Wolldecken, sonst wären wir echt erfroren, so stark blies die Klimaanlage. Achja und die ersten beiden Stunden wurden wir mit burmesischer Karaoke gequält, Jenny und mein Auftritt in Prerow ist Grammy-Würdig gewesen, im Vergleich zu dem Gejaule!

Der nächste Kälteschock kam dann in Kalaw, wo wir statt 6 Uhr morgens, 2:45 Uhr ankamen! Es waren gerade mal 7 Grad!!!! Noch nie habe ich Asien so gefroren wie dort! Wir wussten ja, dass es im Norden kühler sein würde, aber 20 Grad Unterschied waren dann schon krass! Wir zogen uns also erstmal alles an, was wir dabei hatten (was nicht viel war, da unser Hauptgepäck in Bangkok auf uns wartet) und suchten dann unser Hotel, in der Hoffnung, dass da jemand wach ist. Ich hatte zwar bei booking.com angegeben, dass wir schon am frühen Morgen ankommen, aber nicht, dass wir mitten in der Nacht schon da sind.

MapsMe schickte uns natürlich erstmal in die falsche Richtung. Aus irgendwelchen Gründen wurde unser Hotel drei Mal in dieser Stadt angezeigt und wir liefen natürlich erstmal zum falschen. Wurden in irgendwelche Gassen gelotst, wo wir erstmal von einem Rudel Straßenhunden umzingelt wurden, die dann die Halbe Nachbarschaft wach kläfften. Bloß weg hier dachte ich und schnell liefen wir zurück zur Hauptstraße, wohin die Hunde auch noch kamen und weiter Terror machten. Liefen also schleunigst weiter und versuchten die andere Option auf MapsMe zu finden. Und siehe da, unser Hotel war genau dort, wo uns der Bus raus gelassen hatte!! Naja ein bisschen Abenteuer 3 Uhr nachts schadet ja keinem.

Das Tor zum Hotel war leider zu und auf unser Klingeln reagierte keiner. Klar war ja auch erst 3:30 Uhr. Zum Glück gab es eine Bank, die etwas windgeschützt lag und dort kuschelten wir uns hin. Als Decken dienten unsere Handtücher, Marco bekam noch ne lange Chill-Hose von mir und dann versuchten wir uns warme Gedanken zu machen. Fast eine Stunde verbrachten wir so und 4:30 Uhr klingelten wir dann nochmal. Und tatsächlich! Der Besitzer war schon auf den Beinen und wir durften sogar schon ins Zimmer. Juhu! Dort ging es nur noch schnell unter die heiße Dusche und dann ab ins kuschelige Bett.

Als wir ausgeschlafen hatten, liefen wir zu einem Café, um erstmal zu frühstücken und dann erkundeten wir die süße, kleine Bergstadt. Tagsüber ist es hier zum Glück auch warm, aber nicht so brütend heiß wie im Süden.

Als die Mägen gefüllt waren, wollten wir mal wieder den Markt ausfindig machen und dort verbrachten wir den Nachmittag. Ich erstand noch eine „Adidas“-Jogginghose für die kalte Nacht und zahlte nicht mal 1,50 EUR dafür. Bissl kurz an den Knöcheln aber wenigstens passt sie sonst, Marco fand leider nix passendes. Dann erstanden wir mal wieder ein paar leckere tropische Früchte und voll bepackt ging es in der Dämmerung zurück zum Hotel. Dort packten wir uns wieder warm ein, denn sobald die Sonne weg war, wurde es merklich kühler.

Abends gingen wir dann ein ein burmesisches Restaurant, ein Stück die Straße runter. Das Essen war ok, leider wieder sehr ungewürzt, aber es war billig und hat satt gemacht.

Am nächsten Tag wechselten wir unser Zimmer, da wir spontan eine Nacht länger bleiben wollten und konnten nach dem ausgiebigen Frühstück (im Hotel inklusive) schon umziehen. Dort haben wir dann erstmal Wäsche per Hand gewaschen und hatten zum Glück einen Außenbereich, wo wir es hin hängen konnten. Dann liefen wir in die Stadt, weil wir unsere Trekkingtour zum Inle Lake buchen wollten. Entschieden uns für die Agentur A1 Trekking, über die ich schon positive Berichte im Internet gelesen hatte.

Nachdem wir mit dem Angestellten dort quatschten und uns informiert hatten, buchten wir für umgerechnet 50 EUR pro Person, eine private Tour. Inkludiert war hierbei ein zwei-tägiger Trek, alle Mahlzeiten und eine Übernachtung in einem Bergdorf.

Als alles geklärt war, machten wir uns auf den Weg, um zu den „60 Buddhas“ zu laufen, die etwas in den Bergen zu finden waren. Liefen durch die kleine Stadt und waren bald in einer ruhigeren Gegend, wo wir die Natur genossen und nach ein paar Kilometern dann bei den Buddhas ankamen. Die stehen alle auf einem Hügel hinter einer Pagode und sind alle unterschiedlich vom Aussehen her. Eine tolle Aussicht von da oben hatten wir auch noch und somit hatte sich dieser Ausflug schon mal gelohnt.

Dann ging es zurück zum Hotel, wo wir erstmal unser Obst verspeisten und einen burmesischen Stummfilm anschauten. Ich war etwas platt und legte mich ne Weile hin, während Marco sich draußen etwas sonnte.

Als ich genug gelesen hatte, gesellte ich mich eine Weile hinzu und bald war es auch schon wieder am dämmern und unsere Mägen am knurren.
Diesmal entschieden wir uns für Indisch und es war total lecker!!! Haben uns verschiedene Portionen bestellt und die dann geteilt, mmmmh ein Traum!

Dann war es auch schon wieder Zeit fürs Bett. Packten nur noch die Sachen für unsere Tour zusammen, da wir nur einen Rucksack mit ein paar Klamotten, Wertsachen und meiner Kamera mitnahmen. Der andere Rucksack würde direkt in unser Hotel am Inle Lake gebracht werden.

Nach dem Frühstück am nächsten Morgen machten wir den Rest noch fertig und 8:30 Uhr wartete auch schon unser Guide Bill auf uns, ein 20-jähriger Burmese. Mit dem Auto ging es dann erstmal ne halbe Stunde aus der Stadt raus und 9 Uhr starteten wir dann mit unserer Wanderung. Ich bin total froh, dass wir uns für die private Tour entschieden hatten, somit konnten wir das Tempo bestimmen und die Ruhe genießen.

Der erste Tag war etwas anstrengend, es war brütend heiß und es ging eigentlich fast nur bergauf. Aber die Landschaft war einfach toll! Wir waren in der Trockenzeit da und der Reis war schon abgeernet und es war alles eher braun als grün, aber es war trotzdem total idyllisch! Wir liefen vorbei an Feldern, Wäldern, kleinen Dörfchen, wo die Menschen ihre Felder bearbeiteten und genossen die Ruhe und die Ausblicke.

Die erste kurze Teepause hatten wir in einem Dorf, wo das sogenannten PAO Volk lebt, die Frauen dort tragen alle schwarze Kleidung und leuchtende Turbane. Eine ältere Frau webte gerade eine der Taschen, die von den Stammesfrauen mit ihrer Tracht getragen werden.

Dann ging es wieder ein paar Stunden weiter und gegen 12 Uhr erreichten wir dann ein Dorf, wo wir unser Mittagessen bekamen. Ich war schon ziemlich knülle, es war so heiß und der Weg war manchmal echt anstrengend, weil es mehr war, als würde man ständig über einen Acker laufen haha. Aber naja, die erste Etappe war geschafft. Das Mittagessen war sehr reichlich, für uns sah es aus, als würden wir mit 6 anderen zusammen essen, aber nee, der gedeckte Tisch war allein für uns!

Nach dem leckeren Mahl machten wir erstmal Siesta. Bill wollte erst kurz vor 15 Uhr los, da dann die größte Hitze vorbei sein sollte, mir war das ganz recht!

Nach einem Nickerchen und Plumpsklobesuch, ging es dann auch weiter und wir liefen wieder den Berg hoch. Die Wanderung war wirklich toll, es hatte etwas entschleunigendes. Wir sahen wieder verschiedene Bauern, Kühe, Felder mit Chili oder Kohl, abgeerntete Reisterrassen und links und rechts von uns die Berge – Herrlich!

Nach einem letzten Stück Anstrengung den Berg hoch, kamen wir nach fast 20 km in dem Bergdorf an. War ich froh, als ich meine Schuhe ausziehen konnte! Das Dorf war auch total niedlich. Irgendwie konnte man sich vorstellen, dass es in Deutschland auch mal so ausgesehen hat, vor 500 Jahren und 20 Grad kälter. Die Menschen da wohnen entweder in kleinen Holz bzw. Bambushütten, oder hatten sich ein kleines Steinhaus gebaut. Die Tiere lebten mittendrin, meist Kühe, Hühner und Hunde. Draußen gab es ein Klohaus (Plumpsklo) und auch „duschen“ musste man im Freien. Dazu musste man in einen kleinen Bereich der aus Stein gebaut war und dort stand dann ein Eimer Brunnenwasser und eine Schüssel zum abspülen. Da diese „Dusche“ eher für Zwerge gebaut war und man quasi ab dem Bauchnabel aufwärts alles zu sehen gewesen wäre, begnügte ich mich lieber mit einer Katzenwäsche haha. Gesicht, Beine und Hände mussten reichen. Gingen dann noch eine Runde ums Dorf und dann war es auch schon Zeit fürs Abendessen. Wieder wurden wir kulinarisch verwöhnt und es gab einfach viel zu viel! Etwas schade fand ich, dass wir wieder nur zu zweit aßen. Ich dachte, dass wir mit der Familie zusammen und unserem Guide essen würden, aber die blieben alle unter sich. Das hatte ich mir anders vorgestellt, aber vielleicht ist das ja normal dort. Nachdem wir total voll waren, gingen wir in unseren Schlafbereich. Wir schliefen quasi im Wohnzimmer, wo noch ein Buddha-Altar stand und ansonsten waren da nur diverse Matratzen und Decken und halt unsere Schlafecke. Wir machten es uns auf den Matten gemütlich und mit 4 Wolldecken über mir war es dann auch sehr kuschelig. Schauten noch ne Folge Criminal Minds und dann schliefen wir total platt ein.

Morgens gab es 7 Uhr Frühstück, welches auch wieder megaviel war und dann verabschiedeten wir uns von der Familie. Eine Ananas schenkten wir der Mutter noch, die sich sehr freute. Dann hieß es weiter wandern. Wieder war es einfach nur herrlich, nur die erste Stunde war etwas anstrengend, da es noch bergauf ging, aber es war noch nicht zu heiß und aushaltbar. Einziger Nervfaktor war, dass wir heute total viele andere Touristen vor und hinter uns hatten. Am ersten Tag kamen uns gerade mal zwei entgegen und sonst hatten wir die Natur für uns, am zweiten Tag war unsere Route aber die gleiche und es wurde manchmal echt laut. Naja wir genossen den letzten Wandertag trotzdem in vollen Zügen. Die Landschaft war herrlich und die vielen kleinen Dörfchen auf dem Weg total malerisch. Die Bilder kommen in einem Extrabeitrag, wenn wir mal schnelles Internet haben. Ich versuch ein paar Handybilder anzuhängen.

Nach 16 km, zum Glück meist bergab, kamen wir am Ziel an. Dort gab es ein letztes Mittagessen, was zum Glück leicht ausfiel und als wir uns genug ausgeruht hatten, brachte uns Bill noch zum Bootsanleger. Wir hatten ein privates Boot für uns und sollten innerhalb von einer Stunde zur Stadt Nyaung Shwe gefahren werden. Die ersten 20 Minuten genossen wir die Fahrt entlang des Kanals sehr, links und rechts von uns waren die „Fließenden Gärten“, wo die Bewohner auf Stelzenhäusern wohnen und allerlei Nahrung anbauen. Es sah wirklich malerisch aus. Doch dann hatte unsere Fahrt ein abruptes Ende, mitten auf dem Kanal versagte auf einmal der Motor. Natürlich bei unserem Boot! Ich glaube wir mussten fast 40 Minuten in der prallen Sonne ausharren, bis endlich ein „Abschlepp-Boot“ ankam. Zum Glück hatte unser Kapitän ein paar Schirme dabei, sodass wir wenigstens etwas Schatten hatten. Naja, als wir dann im anderen Boot waren, ging es dann endlich in Richtung Inle Lake. Dort schipperten wir dann eine Stunde lang drüber und sahen unter anderem auch die Einbein-Fischer! Die rudern mit einem ihrer Beine, um beide Hände frei zu haben, das sah schon sehr cool aus. Auch sonst gab es viel interessantes zu sehen und wir genossen auch diese Fahrt wieder sehr.

Dann kamen wir am eigentlichen Ziel des Tages an und nach kurzem Fußweg checkten wir im Primrose Hotel ein. Hatten ein süßes Zimmer mit eigenem Eingang und einer Terrasse davor und relaxten erst einmal. Unsere Sachen wuschen wir dann auch mal wieder, natürlich per Hand und dann liefen wir erstmal durch den Ort. Da es schon langsam spät wurde, gingen wir erstmal ins Restaurant, wo ich mir ne sehr leckere Pizza gönnte. Nach der Tour darf man sich das ja mal erlauben hehe. Dann gingen wir noch auf den Nachtmarkt, der aber leider nix besonderes war und dann schlenderten wir zurück ins Hotel.
Vorgestern schliefen wir erstmal schön aus und gingen dann zum Frühstück, was auch wieder im Preis inbegriffen war.

Gegen Mittag schlenderten wir dann zum Mingalar-Markt, der total riesig war und bestaunten die reichliche Auswahl an Gemüse, Obst, Gewürzen, Klamotten, Schmuck und ähnlichem Plunder. Für mich sprang noch ein Ring raus und an den Dragonfruits konnten wir auch nicht vorbei gehen. Als wir alle Eindrücke eingesogen hatten, ging es für ein kurzed Päuschen zurück zum Hotel und nachmittags spazierten wir dann an einem kleinen Kanal raus in die Natur. Es war wieder wunderschön da! An dem kleinen Fluss wuschen die Dorffrauen ihre Wäsche oder auch ihre Kinder. Wanderten ungefähr eine Stunde raus und beobachteten die Einheimischen bei ihrer Arbeit. Alles geht hier per Hand! Dann war es Zeit zurück zu gehen. Im Hotel buchten wir noch den Bus für die Rückfahrt nach Yangon mit Full Moon Express für gerade mal 12 Euro pro Person. Als es dann Zeit fürs Abendessen war, schlendeten wir durch die Stadt und fanden dann ein kleines Lokal, wo wir gerade mal 92 Cent für 2 kleine Mahlzeiten bezahlten.
Dann war auch der Tag schon wieder rum und abends trank ich den Wein, den ich bereits in Kalaw gekauft hatte. Leider schmeckte er nicht wirklich und es blieb bei dem einen Glas.

Gestern schliefen wir wieder aus, frühstückten in Ruhe und als der Besitzer vom Hotel kam, meinte er wir können noch bis 15 Uhr das Zimmer haben. Sehr cool! Unser Nachtbus ging erst 18 Uhr los, also hatten wir noch Ruhe. Gingen dann nochmal eine Runde über den Markt und Marco wollte dann nochmal joggen. Die Zeit nutzte ich dann zum Lesen, komm so gar nicht dazu hier haha. Dann hieß es wieder zusammen packen und nochmal duschen und Punkt 15 Uhr checkten wir aus. Blieben noch für ne Stunde in der Lobby fürs W-Lan und dann wollten wir noch was essen gehen. Fanden wieder nen kleinen Stand, wo wir zwei riesige Teller gebratenen Reis mit Gemüse für 2 Euro bekamen.
Und dann war es auch schon Zeit für den Bus, damit fing ja mein Beitrag an.

Mittlerweile ist schon der 01.03.2018, gleich halb acht abends und wir hatten heute nochmal volles Programm hier. Davon schreib ich aber im nächsten Bericht. Morgen Mittag geht es wieder zurück nach Thailand, juhu!

Das war es erstmal wieder von mir! Liebste Grüße ins eiskalte Europa!

Manja

Ps: Leider ist das Internet hier zu schlecht um die Bilder hochzuladen, ein paar haben geklappt. Den Rest füg ich morgen nach.

Südostasien

Road to Mandalay


21.02.2018, 14:09 Uhr

Hallo ihr Lieben und viele Grüße aus dem Bus Richtung Mandalay.

Da wieder ein paar Tage ins Land gegangen sind, möchte ich schon mal einen neuen Eintrag starten, bevor ich wieder alles vergesse. Das wird übrigens ein sehr langer Artikel also bringt Zeit mit!

Heute starte ich den Blog mal mit einem Gedicht über Burma:

By the old Moulmein Pagoda, lookin‘ lazy at the sea,
There’s a Burma girl a-settin‘, and I know she thinks o‘ me;
For the wind is in the palm-trees, and the temple-bells they say:
„Come you back, you British soldier; come you back to Mandalay!“
Come you back to Mandalay,
Where the old Flotilla lay:
Can’t you ‚ear their paddles chunkin‘ from Rangoon to Mandalay?
On the road to Mandalay,
Where the flyin‘-fishes play,
An‘ the dawn comes up like thunder outer China ‚crost the Bay!

‚Er petticoat was yaller an‘ ‚er little cap was green,
An‘ ‚er name was Supi-yaw-lat — jes‘ the same as Theebaw’s Queen,
An‘ I seed her first a-smokin‘ of a whackin‘ white cheroot,
An‘ a-wastin‘ Christian kisses on an ‚eathen idol’s foot:
Bloomin‘ idol made o’mud —
Wot they called the Great Gawd Budd —
Plucky lot she cared for idols when I kissed ‚er where she stud!
On the road to Mandalay . . .

When the mist was on the rice-fields an‘ the sun was droppin‘ slow,
She’d git ‚er little banjo an‘ she’d sing „Kulla-lo-lo!“
With ‚er arm upon my shoulder an‘ ‚er cheek agin‘ my cheek
We useter watch the steamers an‘ the hathis pilin‘ teak.
Elephints a-pilin‘ teak
In the sludgy, squdgy creek,
Where the silence ‚ung that ‚eavy you was ‚arf afraid to speak!
On the road to Mandalay . . .

But that’s all shove be’ind me — long ago an‘ fur away,
An‘ there ain’t no ‚busses runnin‘ from the Bank to Mandalay;
An‘ I’m learnin‘ ‚ere in London what the ten-year soldier tells:
„If you’ve ‚eard the East a-callin‘, you won’t never ‚eed naught else.“
No! you won’t ‚eed nothin‘ else
But them spicy garlic smells,
An‘ the sunshine an‘ the palm-trees an‘ the tinkly temple-bells;
On the road to Mandalay . . .

I am sick o‘ wastin‘ leather on these gritty pavin‘-stones,
An‘ the blasted English drizzle wakes the fever in my bones;
Tho‘ I walks with fifty ‚ousemaids outer Chelsea to the Strand,
An‘ they talks a lot o‘ lovin‘, but wot do they understand?
Beefy face an‘ grubby ‚and —
Law! wot do they understand?
I’ve a neater, sweeter maiden in a cleaner, greener land!
On the road to Mandalay . . .

Ship me somewheres east of Suez, where the best is like the worst,
Where there aren’t no Ten Commandments an‘ a man can raise a thirst;
For the temple-bells are callin‘, an‘ it’s there that I would be —
By the old Moulmein Pagoda, looking lazy at the sea;
On the road to Mandalay,
Where the old Flotilla lay,
With our sick beneath the awnings when we went to Mandalay!
On the road to Mandalay,
Where the flyin‘-fishes play,
An‘ the dawn comes up like thunder outer China ‚crost the Bay!

Rudyard Kipling

Ich finde das irgendwie total schön und vielleicht kennt es der ein oder andere ja schon. So, nun zurück zu unseren letzten Tagen! Beim letzten Eintrag waren wir ja noch in unserem schönen Resort in Krabi und gegen 12 Uhr checkten wir aus und liefen samt Gepäck zum Pier. Von dort fahren nämlich lokale Busse in Richtung Krabi Stadt, die viel günstiger sind als Taxen. Den Bus gegen 12 Uhr verpassten wir leider, was aber nicht schlimm war, da wir eh Zeit hatten, wir wollten ja über Nacht zurück nach Bangkok fahren. Also setzten wir uns hin und genossen das Treiben am Pier. Ein paar Affen gesellten sich noch dazu und wühlten im Mülleimer nach Essen rum.

Dann kam auch endlich der „Bus“ und wir machten es uns gemütlich. Der Fahrer wollte noch einen Happen essen, uns war es Recht, ich kaufte dann auch noch was zu trinken und gekochte Erdnüsse als Snack, Marco mag die total, ich mag die gebackenen trotzdem lieber.

Dann ging es endlich los und 45 Minuten später kamen wir dann am Busbahnhof von Krabi an. Dort suchten wir erstmal einen Schalter wo wir Tickets kaufen konnten. Es gab Mini-Vans für 150 Baht nach Surat Thani und von da hätte der Nachtzug um die 600 Baht gekostet, falls wir überhaupt noch ein Schlafabteil bekommen hätten. Also checkten wir als nächstes nach Nachtbussen, direkt nach Bangkok. Beim Schalter für die offiziellen Regierungsbusse wurden wir dann schließlich fündig. Für 585 Baht buchten wir dann den Bus um 18 Uhr, das sind 15 Euro und ist die billigste Variante.

Gegen 16 Uhr gingen wir dann in ein kleines Restaurant, wo wir leckeres Pad Thai für nen Euro pro Person bekamen. Den Rest der Wartezeit verbrachten wir mit Relaxen, Klogängen und sahen einer Filmcrew beim Drehen zu. Die Darsteller waren Europäer, vom Akzent klang es französisch, wer es war, keine Ahnung. Vielleicht erkennt ja irgendwer die Schauspielerin 😀

Irgendwann kam dann auch der Bus und wir waren mal positiv überrascht. Hatten genug Beinfreiheit und es gab sogar Wasser umsonst. Die Fahrt war ganz ok, schauten ein paar Folgen Criminal Minds, die ich aufs Handy geladen hatte und irgendwann schliefen wir auch ein. Gegen 6 Uhr kamen wir dann trotzdem leicht gerädert in Bangkok an und überlegten was wir nun machen sollten, da unser Flieger nach Rangun erst 19:30 abfliegen sollte. Unsere Fluglinie war Nok Air und wir hatten den Flug ohne Gepäck gebucht, da wir sonst 70 $ pro Flug extra hätten zahlen müssen.

Im Internet hatte ich schon nach Optionen geschaut, wo wir unsere großen Rucksäcke lagern könnten, für die 14 Tage. Im Stadtteil Sukhumvit wurde ich fündig, dort würde man pro Woche und Gepäckstück 150 Baht zahlen, also nicht mal 4 Euro die Woche.

Beschlossen also erstmal ein Taxi dahin zu nehmen und vllt. dort noch nach einem billigen Zimmer für den Tag zu suchen, da ich echt platt war und auch gern geduscht hätte.

Fürs Taxi zahlten wir 200 Baht und schon waren wir in Sukhumvit. Mit der MapsMe-App suchten wir dann nach Gästehäusern in der Gegend und steuerten eins an, was schon offen hatte (Es war noch nicht mal 7 Uhr). In der Lobby stellten wir erstmal das Gepäck ab und warteten. Es tauchte aber niemand auf und so beschloss ich ein paar Meter zu gehen und noch andere Hotels abzuklappern. Fand noch 3 Optionen, aber die waren uns alle zu teuer, dafür dass wir das Zimmer ja nur bis 16 Uhr gebraucht hätten. Also änderten wir den Plan und beschlossen, bis 9 Uhr dort in der Gegend abzuhängen und dann zu dem Lager zu laufen, da der Mitarbeiter mir per Mail geschrieben hatte, dass sie immer von 9 bis 17 Uhr da wären.

Warteten also noch etwas über ne Stunde, duschten uns mit Feuchtigkeitstüchern ab und ich zog mich hinterm Handtuch um und fühlte mich wenigstens ein wenig besser.

Dann schleppten wir uns zum Bangkok Self-Storage und waren kurz vor 9 Uhr da. Nebenan gab es eine Muay Thai-Trainingshalle, wo wir uns auf eine Bank draußen setzten. Die Mitarbeiter waren so lieb und ließen mich direkt mal die Toilette benutzen, juhu!

Dann warteten wir und warteten, aber kein Mitarbeiter vom Lager war in Sicht, die Tore waren verriegelt, prima! Irgendwann tauchte ein anderer Backpacker da auf, um seinen Rucksack abzuholen, auch er war verblüfft, dass niemand da war. Gegen 10 Uhr hatten wir langsam die Nase voll, das Telefon funktionierte nicht und auch sonst war keiner erreichbar. Entschieden noch kurz zu warten und sonst erstmal frühstücken zu gehen und später nochmal vorbei zu kommen. Darauf hatte ich eigentlich Null Bock, denn da hätten wir wieder das ganze Gepäck mit schleppen müssen. Nach 15 Minuten war immer noch niemand in Sicht und wir buckelten die Rucksäcke auf UND DANN kam tatsächlich einer aufm Roller angesaust! Na endlich und just in time!

Gaben also alles ab, erledigten die Formalitäten und konnten dann endlich da abhauen. Liefen dann erstmal zu einem Big C Extra, das ist so ein Einkaufszentrum, mit allen möglichen Geschäften und auch einer Fressmeile. Dort gab es für mich, Überraschung, Pad Thai und für Marco ein Curry. Beim Bezahlen hat es erst gehapert, denn der Typ wollte irgendne Karte von mir. Englisch konnte er nicht und er gestikulierte nur wild in irgendeine Richtung. Ein anderer Mann kam dann und führte mich dann zu einem Stand, wo man Einkaufskarten bekam, die man aufladen kann, um auf dieser Fressmeile zu bezahlen, ah ja!

Naja nach dem Frühstück gingen wir erstmal den Supermarkt auschecken. Ich liebe ja Supermärkte im Ausland, so interessant zu sehen, was man da so alles kaufen kann.

Wir brauchten noch Sonnencreme , da unsere Deutsche zu groß fürs Handgepäck war und noch diverse andere Kleinigkeiten. Obst gab es auch mal wieder und dann hatten wir auch das abgehakt.

Nun kam mein großer Moment! Ich ging zum Friseur. In Asien! In Thailand, wo mich niemand versteht und dann auch noch für komplett Haare ab! Seit fast 15 Jahren ließ ich die Haare wachsen und nur die Spitzen schnitt ich immer nach. Also schon ne krasse Veränderung. Aber da ja 2018 eh das Jahr der Veränderung ist, Job gekündigt, Wohnung aufgegeben und Stadt verlassen, dachte ich mir, dass ein neuer Haarschnitt ganz passend wäre. Außerdem nervte mich die Länge in Asien sowieso nur, viel zu warm und ich hatte sie immer nur hochgemacht oder nen Zopf getragen.

Ich hatte mir im Internet schon eine Frisur ausgesucht, die mir gefiel, wo die Haare nicht ganz so kurz werden. Bewaffnet mit dem Bild ging ich also in den Friseurladen und für 400 Baht hieß es dann Schnipp Schnapp Haare ab! Es war schon krass zu sehen wie die langen Haare da am Boden lagen, aber das Ergebnis find ich prima und ich bereue keine Sekunde das gemacht zu haben. So viel leichter und jetzt kann ich sie auch offen lassen, ohne, dass wir ständig alles im Nacken und Rücken klebt 😀

Als das dann erledigt war, ging es auf die Suche nach einem Internet-Café, da wir noch die e-Visa für Myanmar ausdrucken lassen mussten. Auch das fanden wir bald und nun war alles erledigt! Ich entschied dann, mir noch ne schöne Massage zu gönnen und fand gleich eine wo ich danach noch duschen konnte, mhhh ein Traum!

Als ich fertig war, war es gerade mal 14:30 Uhr, also entschieden wir, mal Richtung Fluss zu laufen, weil wir hofften, dort auf ner Bank zu relaxen, bis es Zeit für ein Taxi wurde.

Dort angekommen, zerschlugen sich unsere Fantasien, es gab nix zum Sitzen und es war einfach nur vermüllt (an Land und im Fluss) und einfach kein schöner Ort zum Relaxen. Spontan entschieden wir uns ein kleines Boot zur anderen Seite zu nehmen und hofften da auf einen schöneren Fleck Erde.

Hatten wirklich Glück, denn als wir auf der anderen Seite etwas gelaufen waren, fanden wir uns plötzlich wie in einer anderen Welt wieder. Alles grün, fast wie mitten im Urwald, kein Lärm und einfach nur Ruhe.

Dort entspannten wir dann also und aßen unsere Dragonfruits mhhhh, perfekt.

Schließlich wurde es Zeit nach einem Taxi zu suchen, allerdings gab es sowas nicht in unserem grünen Paradies. Also hieß es schnell zurück zum Fluss, rüber mit dem Boot und wieder zur Hauptstraße hetzen, wo etliche Taxen lang fuhren.

Nachdem die ersten drei Fahrer abgesagt hatten, bekam ich schon leichte Panik. Es war fast 17 Uhr und mit ner Stunde Fahrt sollte man schon rechnen. Endlich erbarmte sich ein Fahrer und für 400 Baht kamen wir kurz nach 18 Uhr am Flughafen an.

Dort ging alles recht schnell und 19:30 ging es dann ab nach Myanmar, wo wir eine Stunde später ankamen!

Dort klappte auch alles mit dem Visum und dann hoben wir erstmal 200000 Kyat am Automaten ab. Das entspricht etwa 123 EUR, haha wieder so ne krasse Währung. Dann ging es zum Taxistand und für 10000 Kyat (6 Euro) ging es zu unseren Gästehaus in Rangun. Die Fahrt war ganz schön und wir sahen dann sogar die berühmte Shwedagon Pagode, die bei Nacht besonders toll aussah.

Im Hotel checkten wir schnell ein und sahen bereits, dass die Messlatte in Myanmar woanders liegt, was Preis-Leistung angeht. Für umgerechnet 11 Euro gab es hier ein Zimmer mit Doppelstockbett ohne Fenster und einem gammeligen Gemeinschatsbad. Den gleichen Preis haben wir für unseren Bungalow auf Koh Yao Noi bezahlt. Naja, ist halt etwas anders hier.

Da uns so langsam der Magen durch hing, wollten wir noch was Essen. Ich hatte schon seit Tagen Heißhunger auf Pizza und bei dem Gestank, der uns überall aus den Gassen in die Nase zog, wollten wir das erste Mal in Asien kein Street Food probieren. Wir suchten also auf Maps Me nach ner Pizzeria und liefen knapp 40 Minuten durch China Town, wo irgendein Fest abging, wo Tausende Menschen auf den Straßen waren. Wenn man müde ist und Hunger hat, war das kein so toller Zustand, aber irgendwann lag China hinter uns und kurz nach 22 Uhr kamen wir endlich bei der Pizzeria an, die natürlich gerade zu machte, aaaaaaaaaah!!!! Ich hätte kotzen können, Pizza, so nah und doch so fern! Nebenan war wenigstens ein KFC offen, den ich in Europa niemals betreten würde, aber wir hatten so nen Hunger und somit gab es halt nen doofen Burger.

Mit gefüllteren Mägen schleppten wir uns dann zurück und nach ner Dusche fielen wir tot ins Bett. 24 KM sind wir an dem Tag gelaufen!

Ausgeschlafen ging es dann am nächsten Tag runter zum kostenlosen Frühstück ( Toast mit Marmelade und Spiegelei oder Instantnudeln mit Spiegelei) und danach chillten wir noch auf dem Zimmer bis Zeit für Checkout war. Bis 20 Uhr hatten wir noch Zeit, da erst dann unser Nachtbus nach Bagan abfuhr.

Den Tag nutzen wir dann, um zur Hauptattraktion Ranguns zu laufen, der Shwedagon Pagode. Da wir ja nur die kleinen Rucksäcke hatten, konnten wir auch laufen und sparten uns das Taxi. Es war zwar trotzdem etwas anstrengend bei der Hitze, aber irgendwann schafften wir es doch. Auf dem Weg kaufte ich mir noch zwei schöne Chiller-Hosen, da sieht man zwar aus wie der ultimative Touri, aber die sind so schön bequem, gerade bei der Hitze.

Bevor wir zur Pagode gingen, liefen wir noch in ein Restaurant, weil ich auf Toilette musste. Ein Eis ging natürlich auch noch und dann schlenderten wir noch durch einen Park und dann kamen wir endlich bei der Pagode an. Wie so oft in Asien, hieß es erstmal Schuhe ausziehen und dann 10000 Kyat Eintritt blechen bevor wir dann rein durften.

Die Pagode und das ganze Gelände waren echt sehr schön anzusehen, überall dazu noch Buddhisten und Mönche die dort beteten und es war ein ganz entspannter Ort, auch wenn natürlich viele Touristen dort herum wanderten, wir waren ja auch welche, nur der Boden war barfuß manchmal etwas heiß haha.

Dann setzten wir uns ne Weile in den Schatten und beobachteten das Treiben und planten den weiteren Weg, da wir ja noch den ganzen Nachmittag/ Abend Zeit hatten. Entschlossen uns dazu, zu nem Pizza Hut zu laufen der ein paar Kilometer entfernt lag, um die entgangene Pizza vom Vorabend endlich zu bekommen. Da wir auch eine Nachtfahrt vor uns hatten, wollten wir essenstechnisch nix riskieren. Unser Spaziergang zur Pizza führte uns wieder durch interessante Gegenden und wir erstanden auch mal wieder unsere geliebten Dragonfruits. Die verspeisten wir direkt auf halber Strecke und gegen 16 Uhr waren wir endlich im Pizza-Himmel. Hmmmm ist schon was tolles, nach wochenlanger Nudel &Reisdiät hihi.

Als die Bäuche gefüllt waren schlenderen wir dann rüber in ein Einkaufszentrum, um dort den Supermarkt mal auszuchecken. Erstanden wieder ein paar Dinge und danach gab es nochmals ein lecker Eis für mich! Dann fanden wir schnell ein Taxi, das uns für 6000 Kyat zum Busbahnhof fuhr. Da checkten wir dann bei JJ Express für unsere Fahrt ein und 19:30 Uhr kam dann schon der Bus Richtung Bagan.

Wir waren echt positiv überrascht. Die Sitze waren sehr komfortabel, wir bekamen Wasser, Decken und eine Box mit Snacks und in der Pause auch Feuchttücher. Sehr angenehm! Der Schlaf war zwar nicht so phänomenal, aber ich konnte mit ein paar Unterbrechungen etwas schlafen. Kilometerstand heute: 14 KM.

Eine Stunde früher als erwartet kamen wir dann 5 Uhr in Bagan an. Und es war kalt! Also jedenfalls für unsere bisherigen Verhältnisse. Ich glaub es waren gerade mal 18 Grad, brrrrrrr!

Wurden direkt von Taxi-Fahrern in Wintermontur belagert, wollten jedoch erst noch abwarten, denn für gerade mal 10 Minuten Fahrt wollten die 10000 Kyat. So viel hatte das Taxi vom Flughafen zum Hotel gekostet, wo die Strecke mehr als doppelt so lang war.

Dank Marcos Handelkünsten bekamen wir dann einen Fahrer für 6000 Kyat. Er macht das Handeln hier übrigens fast immer, mir ist das ja nix, ein wenig mach ich auch, gerade bei Klamotten, aber generell überlass ich ihm das. Es macht ihm auch Spaß und er macht das immer mit viel Charme und es ist ganz witzig anzuschauen.

Naja, 5:20 kamen wir dann im Gästehaus Shwe Nadi an und dort waren sogar schon Leute auf Achse. Einchecken konnten wir noch nicht, die Besitzerin meinte vllt. wird gegen 8 oder 9 Uhr ein Zimmer frei, garantieren konnte sie es aber nicht, weil Checkout erst 12 Uhr ist. Aber kostenlos frühstücken durften wir schon, na das ist doch toll!

Naja wir machten uns erstmal im Gemeinschaftsbad frisch und entschlossen uns, ein wenig durch die Gegend zu laufen. Anhand von MapsMe sahen wir, dass ein Fluss nicht allzu weit von uns entfernt war und dort wollten wir hin.

Nach etlichem Gesuche und einem Spaziergang durch einheimische Viertel fanden wir endlich einen Zugang zum Fluss.

Und das war die beste Entscheidung die wir treffen konnten. Es war herrlich ruhig dort, nur ein paar Fischer mit ihren kleinen Booten auf dem Fluss und ein paar Hunde leisteten uns Gesellschaft. Als es langsam heller wurde, kamen auch die Anwohner des Flusses aus ihren Hütten und verrichteten ihr morgendliches Waschritual am Fluss. Ein paar Mütter mit ihren Töchtern, ein paar Kinder spielten in der Ferne und nach und nach kamen mehr Einheimische um Wasser zu holen oder sich zu waschen.

Und dann kam der perfekteste Moment überhaupt. Auf einmal stiegen, wie aus dem Nichts, hinter uns die berühmten Heissluftballons auf und schwebten über den Fluss. Das war so unerwartet und ein richtig magischer Moment, da wir ihn mit niemanden teilen mussten, außer den paar Burmesen in einiger Entfernung. Wir waren einfach nur zur richtigen Zeit, am richtigen Ort, Wahnsinn! Langsam ging auch die Sonne auf und in der Sonne sahen wir westlich von uns in der Ferne, die ersten Pagoden, die sanft beleuchtet wurden.

Mehr Bilder gibts beim nächsten Eintrag, hab die Meisten mit der richtigen Kamera gemacht.

Nachdem wir uns satt gesehen hatten, liefen wir zurück zum Shwe Nadi, um unser kostenloses Frühstück abzugreifen. Und das war, im Gegensatz zum Vortag, echt reichlich. Wir bekamen jeder eine Kanne Kaffee/ Tee, dazu Omelett, Toast, Samosas (frittierte gefüllte Teigtaschen), Bananen, O-Saft und einen Obstteller. Dazu standen noch Margerine und Marmeladen bereit. Toll! Genossen diese kleine Überraschung und als wir fertig waren, gingen wir in die Lobby, um zu fragen, ob vllt. schon ein Zimmer frei ist. Leider war noch kein Standardzimmer frei. Doch für 4 EUR mehr pro Nacht, bot man uns ein Superior-Zimmer mit eigenem Bad an. Überlegten kurz, doch da ich langsam echt platt war und nur noch duschen wollte, sagten wir schließlich zu. Endlich kam dann die Dusche und dann legte ich mich erstmal für ne Stunde aufs Ohr und schon war ich wieder fit.

Nachmittags wollten wir dann ein paar Pagoden besichtigen und wanderten bis zum frühen Abend durch Bagan. Anhand von MapsMe fanden wir dann auch einen Hügel, wo wir einen tollen Sonnenuntergang erleben konnten. Man darf die Pagoden hier nämlich nicht mehr hinauf klettern, was ich eigentlich ja ganz richtig finde. Aber es gibt sonst sehr wenig was erhöht ist, um eine gute Sicht zu haben. Von weiten sahen wir aber einen Turm, den wir uns für den nächsten Abend merken wollten.

Auf unserem Hügel hatten wir aber auch einen sehr schönen Blick auf die Pagoden um uns herum, einer Ziegen-u.Kuhherde samt Hirten und einen wunderschönen Sonnenuntergang! Als es dann wieder dämmerte, machten wir uns auf den Rückweg. Kaum war die Sonne weg, zogen die Temperaturen gleich an und es wurde merklich kühler.

Auf dem Heimweg gingen wir dann erstmals in einem Restaurant birmesisch essen. Wir hatten beide verschiedene Myanmar Curries, die leider eher enttäuschend waren. Es hat einfach sehr fad geschmeckt. Vielleicht sind wir ein wenig durch die Thai-Küche verwöhnt? Naja, wir werden weiter testen! Danach ging es zurück ins Hotel, nach einem Tageskilometerstand von 22 KM. Dort duschten wir uns noch den Dreck vom Körper und fielen endlich ins Bett.

Gestern schliefen wir erstmal aus und nach einem weiteren reichhaltigem Frühstück wollte ich erstmal einfach nur Faulenzen! Marco hing noch bis halb zwölf mit mir ab und dann wollte er joggen gehen. Wie er darauf bei fast 35 Grad Lust hat (oder auch bei jeglichen anderen Temperaturen haha) erschließt sich mir nicht, aber egal, wenn er Spaß dran hat hehe. Ich faulenzte dann erstmal 2 Stunden im klimatisierten Zimmer, aß Chips und hab Buch gelesen, herrlich, sowas muss auch mal sein!

Als er wieder zurück war, wollten wir zuerst die Post ansteuern, für Postkarten und Briefmarken. Fanden das Postamt recht einfach, nachdem wir an süßen Pferden und fetten Schweinen vorbei liefen. Dort erstanden wir dann die gewünschten Karten, schrieben sie auch gleich fertig und gaben sie ab. Punkt 1 abgehakt. Dann schlenderten wir zu einem lokalen Markt, der leider eher enttäuschend war. Es gab kaum die Obst-und Gemüsestände, die wir so lieben, sondern fast nur Textilwaren, ein paar Gewürzstände und einige Stände mit Tausenden Eiern (?) und Stände mit Fisch und Fleisch, wo sich mir erstmal der Magen umdrehte, bei den abartigen Gerüchen. Sowas kenn ich aus Thailand oder Vietnam nicht, so extrem hat es bisher nur auf den Philippinen gestunken, als wir da mal auf dem Markt waren. Sofort schwor ich mir, hier erstmal nirgendwo an der Straße zu essen. Sicher ist sicher!

Nach dem eher enttäuschenden Markt-Erlebnis, wollten wir nun zu dem Turm laufen, den wir am Vorabend schon gesehen hatten. Im Internet fanden wir heraus, dass es 5 $ Eintritt kosten sollte, was ja ganz ok ist. Also machten wir uns auf und liefen knapp 5 KM dahin. Der Weg war ganz schön, als wir dann endlich von der Hauptstraße weg kamen, ging es einen hellen Sandweg weiter, vorbei an Palmen und hier und da ein paar Pagoden. Endlich kamen wir an, zahlten die Gebühr und dann ging es mit einem Fahrstuhl in den 11. Stock und von dort nochmal eine Wendeltreppe hinauf. Und dort sahen wir gleich, dass sich das Geld gelohnt hatte. Die Aussicht war einfach nur der Hammer!

Als die Sonne dann weg war, machten wir uns auch wieder auf den Rückweg, damit wir nicht im Dunkeln den Sandweg entlang irren müssen.

Entschieden uns wieder für ein Restaurant auf dem Heimweg, diesmal gedünstetes Gemüse mit Reis für Marco und für mich scharfe Nudeln Malaysia-Style. Das hat deutlich besser geschmeckt als am Abend zuvor und war mit umgerechnet 4,60 EUR für alles zusammen , fast um die Hälfte billiger!

Zu Hause duschten wir dann mal wieder den Dreck-u. Sandstaub vom Körper und dann fielen wir wieder platt ins Bett. Kilometerstand heute knapp 12 KM für mich Faulenzer.

Heute morgen standen wir dann 5:15 Uhr auf, denn wir wollten den Sonnenaufgang über Bagan, wieder vom Turm aus, beobachten. Dafür hatten wir uns am Vorabend extra Räder vom Hotel geliehen, damit wir nicht so lange brauchen. Auf MapsMe haben wir extra ne Route raus gesucht, die für Autos gilt, da unsere Straße vom Vortag eine Sandpiste war und mit den Rädern eher unpraktisch. Also ging es los mit den Drahteseln über die Schotterpisten von Bagan. Nach 10 Minuten Fahrt bogen wir dann ab und folgten der Straße, die zum Turm führen sollte. Stecken blieben wir wenige Meter weiter in einem Acker, primaaa!!!! Vor uns und neben uns überall Sand! Also schoben wir erstmal. Man hätte ich kotzen können, es war noch nicht mal 6 Uhr und ich schob ein Fahrrad über eine Sandpiste GAH! Irgendwann merkten wir, dass wir so nicht voran kommrn würden. Also Plan B! Dahin radeln, wo wir gestern lang gelaufen sind, die Räder dort abstellen und von da zum Turm sprinten, denn es dämmerte bereits!

Total verschwitzt schafften wir es gerade noch rechtzeitig und der morgendliche Frühsport sollte sich lohnen! Wieder hatten wir einen genialen Ausblick und diesmal sogar mit den Heissluftballons über den Tempeln! Ich lasse unten einfach mal die Bilder von Bagan sprechen (leider nur die vom Handy, Kamerabilder kommen sobald sie auf dem Laptop sind und JA, ich tippe den ganzen Text für euch aufm Handy 😀 )

Als wir dann genug Magie aufgesaugt hatten, liefen wir wieder zu den Rädern und fuhren noch zu einer anderen Pagode, die gülden vor sich hin glänzte. Den Welpen der uns begrüßte fand ich jedoch interessanter hihi.

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Dann ging es zurück zum Hotel, wo wir wieder lecker frühstückten und dann chillten wir noch im Zimmer und packten mal wieder zusammen. 12 Uhr checkten wir aus und warteten auf den Bus nach Mandalay (ein Shuttle fuhr uns zum Busbahnhof). Da sind wir mittlerweile auch gut angekommen, dazu mehr beim nächsten Eintrag!

Hoff ihr seid bis hier hin gekommen und noch nicht eingeschlafen 😉

Bis zum nächsten Eintrag!

Manja

Südostasien

Vom Moloch zurück ins Paradies


Krabi, 15.02.2018, 18:20 Uhr
Hallo liebe Mitleser und ganz viele warme Grüße aus Krabi! Hier sind wir seit heute Mittag und gönnen uns, nach den letzten paar Tagen back-to-the-roots feeling, eine Nacht Luxus.
Nun aber erstmal zurück zu der vergangenen Woche. Wir verbrachten ja zwei Nächte in Phuket, als Zwischenstopp zur nächsten Station Koh Yao Noi. Nachdem wir abends noch ein wenig auf dem Balkon gechillt hatten, ging es dann bald ins Bett, wo wir recht gut schlafen konnten. Am nächsten Morgen standen wir in aller Ruhe auf und liefen in Richtung Ranong Road, von dort sollten nämlich die örtlichen Busse zu den anderen Stadtteilen und Stränden abfahren. Aber erstmal wollten wir was frühstücken und fanden auch schnell ein gemütlich aussehendes Café, wo wir uns Müsli mit Joghurt und frischen Früchten gönnten. Dazu gab es erstmals einen total leckeren Kaffee und für mich noch einen Smoothie, mmmh so lecker und so gesund! Ich bestellte mir sogar noch nen zweiten Kaffee, da dies mein erster auf der Reise war, abgesehen von dem kalten 7-11-Kaffee oder der Plörre auf dem Tauchboot. Total entspannt, genossen wir die Zeit dort und entschieden uns dann, statt den Bus zu nehmen, doch lieber zu laufen! Mit meinem ehemaligen Arbeitskollegen Kajetan, der, wie ich, vom Dubliner ins Berliner Office gewechselt war, hatten wir uns für 16 Uhr im Stadtteil Chalong verabredet. Kai ist gerade auf Sabbatical (Das was ich letztes Jahr hatte, wo wir dann auch 7 Woche in Asien unterwegs waren) und in einem Trainingscamp in Thailand.
Anhand der App MapsMe (sowas wie Google Maps, wo man auch offline die Karten nutzen kann) checkten wir, wie weit weg unser Treffpunkt ist und uns wurden ca. 14 KM angezeigt. Also gut, gesagt getan und schon schlenderten wir durch die Straßen von Old Town Phuket in Richtung Chalong. Die ersten 2 Stunden waren echt sehr angenehm, wir liefen entlang eines kleinen Kanals und bekamen allerhand von der Umgebung zu sehen. Die Einheimischen waren auch immer total freundlich und lächelten uns an und grüßten ganz nett. Unterwegs gönnten wir uns dann noch jeder eine frische gekühlte Kokosnuss für gerade mal 50 Cent und so liefen wir weiter in der prallen Hitze. Irgendwann leitete uns MapsMe dann in ein Wohngebiet und entlang diverser Straßen die es aber im wahren Leben nicht gab! Super… Die Gegend war auch ziemlich wohlhabend und so konnten wir wenigstens ein bisschen glotzen, wie die reichere Bevölkerung in Thailand so lebt (sehr schön alles!). Stoppten unterwegs zwei Mal an kleinen Supermärkten für Wasser, Cola und feuchte Tücher, weil ich voller Dreck war, doch irgendwie kamen wir unserem Ziel nicht näher! Als wir dann das zweite Mal in einem Wohngebiet landeten, mit lauter Sackgassen und weiteren Straßen die es wohl nur im Universum von MapsMe gibt, gaben wir schließlich auf. Uns wurde immer angezeigt, dass wir nur noch 15 Minuten vom Treffpunkt entfernt wären, aber wir kamen aus diesem dämlichen Gebiet nicht heraus, weil überall Mauern waren haha. Ich hatte schlechte Laune, mir war heiß, ich musste aufs Klo und ich hatte Durst und alles was ich wollte war ins kühle Wasser zu springen. Es war mittlerweile 15:30 Uhr rum und für 16 Uhr hatten wir uns verabredet. Ich schickte Kai eine Nachricht und bat ihn, unser Treffen etwas nach hinten zu verschieben, weil wir noch an den Strand wollten. Ich hatte keinen Bock so total versifft und durch geschwitzt in das Restaurant zu gehen.
Jedenfalls fanden wir dann irgendwie zu einer Hauptstraße und dort stoppten wir dann die nächste TukTuk, die uns für 300 Baht zum Chalong Beach brachte. Dort konnte ich dann endlich ins Wasser und fühlte mich sofort besser! Nach 4 Stunden in der prallen Sonne tat das mehr als nur gut! Mit Kai machten wir aus, dass er auch zu dem Strand kommt und wir wollten uns am Pier treffen. Nachdem wir wieder etwas erfrischt waren, liefen wir zum Pier und kauften dort erstmal drei Bier, weil wir dachten, dass Kai auch gleich da ist. Leider hatte er wohl einige Probleme ein Taxi zu bekommen und somit kam er erst 30 Minuten später an und wir mussten sein Bier „notgedrungen“ trinken, weil es sonst warm geworden wäre haha. Übrigens tummelten sich da um Pier, wahrscheinlich ein Zehntel der Chinesischen Bevölkerung, der Rest der Touris bestand aus Russen.
Als wir dann endlich wieder vereint waren, wollten wir am Strand lang laufen, um dort nach einem Restaurant zu suchen. Leider war dieser Teil des Strandes absolut schrecklich, total zu gemüllt und weit und breit kein Restaurant zu sehen, außer das am Pier, welches gefüllt mit 1000 Chinesen war.
Irgendwann gaben wir auf und drehten wieder um, so einen hässlichen Strand habe ich glaub ich noch nie gesehen! Nahmen dann ein Taxi und fuhren dahin, wo wir uns eigentlich treffen wollten, ins Ali’s BBQ. Kai schwärmte von dem Essen dort und abgesehen von etwas angehobeneren Preisen, war es wirklich lecker. Für mich gab es einen Hühnchen-Feta-Wrap und für Marco Pommes und einen Gemüsewrap. Dazu ein paar kalte Chang und der Abend war sehr schön!
Voll gegessen schleppten wir uns dann zurück und liefen zu Kais Anlage, wo wir uns dann verabschiedeten und in ein Taxi stiegen, zurück nach Phuket Old Town. Dort liefen wir noch ein paar Meter bis zu unserem Hotel und waren froh, als wir 22 KM später, endlich wieder im Bett lagen!
Am nächsten Morgen packten wir nur noch unsere Sachen zusammen und liefen dann mit unserem Hab und Gut wieder zu dem Café, wo wir schon am vorherigen Tag gefrühstückt hatten. Dort ließen wir es uns nochmal schön schmecken und dann liefen wir weiter, die Ranong Road entlang zu der Stelle, wo die Busse abfahren sollten.
Einem Thai, der dort stand, sagten wir, dass wir zum Bang Rong Pier wollten und er zeigte uns zu einer Stelle, wo der Bus abfahren sollte.
Nach einer Weile kam dann der „Bus“ und gemeinsam mit 12 anderen Leuten, quetschten wir uns hinein. Der Bus sah aus wie ein kleinerer LKW aus den 70ern, wo die Ladefläche umgebaut worden ist und nun zwei lange Sitzbänke pro Seite hat.
Fuhren knapp eine Stunde und dafür zahlten wir nur 40 Baht pro Person, was einem Euro entspricht. Am Pier kauften wir gleich Tickets für das Speedboot nach Koh Yao Noi , welches 200 Baht kostete. Da wir noch eine halbe Stunde warten mussten, bis diese ablegte, setzten wir uns noch in das kleine Café und tranken noch etwas zur Erfrischung.
Dann ging es schon los und 30 Minuten später waren wir endlich wieder auf einer idyllischen Insel! Also wie wahrscheinlich schon heraus zu lesen war, fand ich Phuket alles andere als schön. Old Town Phuket war ganz nett, aber der Rest war nicht so meins. Unzählige Touristenmassen, es stinkt, es ist extrem heiß und das was wir an Strand gesehen haben, war alles andere als schön. Wahrscheinlich gibt es noch andere Seiten, aber die will ich eigentlich gar nicht heraus finden, Großstadt im Urlaub ist eh nicht so meins.


Mit einem Sammeltaxi ging es für je 100 Baht zu unserer Bungalow-Anlage Namtok Bungalows und wir konnten auch gleich einchecken. Es war richtig traumhaft dort, fast mitten im Dschungel lag die kleine Anlage bestehend aus einem Restaurantbereich, mit einem langen Tisch, mehreren Hängematten und einem Kühlschrank, wo die Gäste ihr Zeug reinmachen konnten. Dazu gab es noch kostenlosen Instant-Kaffee und Trinkwasser, super! Unser Bungalow war auch total schön, sehr rustikal, aber wir hatten alles was wir brauchten. Ein großes Bett, mit einem Moskitonetz, Platz für unseren Kram, ein großes Bad mit Kaltwasserdusche, Toilette und außen eine Verande, mit 2 Stühlen, Tisch und einer Hängematte, sehr chillig!
Als wir uns etwas frisch gemacht hatten, gingen wir direkt zum Strand, der nur ein paar Minuten von unserer Anlage entfernt lag. Da gerade Ebbe herrschte, konnten wir sogar bis zu einer kleinen vorgelagerten Insel laufen und dort sonnten wir uns, schwammen und schorchelten, bis die Sonne langsam verschwand.
Abends aßen wir noch gebrateten Reis mit Gemüse im Restaurant und dann entspannten wir noch ein bisschen auf unserer Terrasse. Wir haben übrigens sogar 2 Nashornvögel dort gesehen, WAHNSINN! Anscheinend ist die Insel ein Rückzugsort für diese Vögel, die es nur in den Tropen von Asien und Afrika gibt. Ich habe mich in der Zeit, als wir da waren natürlich für euch auf die Lauer gelegt, um ein Foto zu erhaschen, jedoch blieb es bei dem einmaligen Erlebnis. Naja, in meinem Kopf wird das Bild für immer gespeichert sein.
In der Nacht wurde es angenehm frisch, sodass wir in der unklimatisierten Hütte ganz gut schlafen konnten, nur wurde ich 5:30 vom Moschee-Gedudel geweckt. Die Insel besteht aus 90% Muslimen und nur ein kleiner Teil ist Buddhistisch. Naja, zum Glück konnte ich recht schnell wieder einschlafen und erholt standen wir am nächsten Morgen auf und frühstückten leckere frische Früchte. Die Preise in der Anlage sind echt sehr günstig. Wir haben in den 5 Tagen, 4x gefrühstückt und ein Mal dort Abend gegessen und haben gerade mal 650 Baht insgesamt bezahlt. Das sind 16 EUR für 10 Mahlzeiten!
Für den 12.01.2018 stand einfach nur Strand auf dem Plan. Ein Mitarbeiter vom Hotel gab uns einen kleinen Tipp, wie wir zu einem einsamen Strand kommen würden und schon ging es los. Liefen nur ein paar Minuten bis zu einem Pier, wo die Boote nach Krabi abfuhren und dort ging es über eine kleine weisse Brücke. Dann mussten wir noch tausende Stufen in den Dschungel hinauf und auch wieder runter (bei gefühlten 40 Grad) und schon lag er vor uns, ein Traumstrand wie aus einem Reiseführer! Herrlich, vor uns das spiegelglatte, türkisfarbene Meer, im Hintergrund lauter kleine Inselformationen, hinter uns Dschungel und so gut wie keine Menschen, das war den Muskelkater, der mich die nächsten Tage heimsuchte wert!!
Dort verbrachten wir also den Tag, wir sonnten uns, schwammen im erfrischenden Wasser und spielten Karten, besser geht es kaum! Gegen Abend gingen wir dann wieder zurück, bzw. schleppten uns die Treppen hoch und wieder herunter, man was waren die aber auch steil!! Und dann folgte die langersehnte Dusche, die Sand und Salzwasser vom Körper spühlte.
Abends gingen wir dann mal in ein Restaurant ein paar Meter weiter, wo es leckere Fruchtshakes für uns gab und wie immer ein Pad Thai für mich und Reis mit Fleisch für Marco. Mmmmmh, bisher hab ich noch nicht die Schnauze voll von Pad Thai hihi.
Da wir noch Bierdurst verspürten, machten wir uns noch auf die Suche, dieses zu finden. Das erwies sich als schwierig, denn wie gesagt, wohnen auf der Insel fast nur Moslems, also kein Alkoholverkauf, gah! Fanden dann doch ein Restaurant, welches von Buddhisten geführt wird und deckten uns mit 4 Chang ein, die wir uns dann auf unserer Terrasse gönnten. Mmmmmh, also ich würde mich ja jetzt nicht als Alkoholiker bezeichnen, aber so ein kaltes Bier im Urlaub, finde ich dann doch leicht unverzichtbar hihi.
Tag drei begann wie auch der vorherige Tag, mit einem leckeren Frühstück und dann hatten wir einen Bootsausflug vor uns, der uns zu den ganzen kleinen Mini-Inseln führen sollte, die vor Koh Yao Noi liegen. Gemeinsam mit dem Rostocker Philipp und seiner Freundin (unsere Bungalow-Nachbarn) hatten wir ein Longtail-Boot mit Führer gemietet, der uns dort herum schipperte. Dafür zahlten wir 12,50 EUR pro Person.
Das Wetter war herrlich, die Inseln traumhaft und das Wasser war auch glasklar und wir genossen die 4 Stunden total. Wir steuerten diverse Inseln an, gingen schnorcheln, lagen an einsamen Traumstränden, gegen die Maya Bay ein Witz ist und genossen es, dass dort noch ein wenig Ruhe herrscht, im Gegensatz zu den anderen überlaufenen Touristenorten Thailands. Ein Highlight war die Insel Monkey Island, wo eine Horde von Affen lebt. Wir hielten kurz vor dem Strand an und unser Kapitän warf ein paar Ananasreste ins Wasser und tatsächlich, die Affen schwammen sogar ins Meer raus, um sich die Stücke zu holen, einer tauchte sogar zurück, genial!
Das Schnorcheln machte auch total Spaß, auch wenn es nicht so viel zu sehen gab, wie anderswo, aber auch hier gab es viele bunte Fische und einiges zu entdecken. Es war also ein wirklich toller Ausflug und die Kosten haben sich total gelohnt.


Gegen 14 Uhr kamen wir dann wieder am Pier an und genau in dem Moment, als wir wieder auf unserer Terrasse saßen, fing es an zu regnen, perfektes Timing!
Der Schauer hielt nicht lange an und als wir uns genug ausgeruht hatten, starteten wir unseren Spaziergang in Richtung Hauptort und Markt, was ca. 8 KM Fußweg entfernt von uns lag. Es war zum Glück nicht mehr so heiß und wir liefen ganz entspannt durch den Regenwald, vorbei an einer Schule mit vielen lachenden Kindern in Uniform, (manche davon fuhren sogar schon Moped), einer Schlangenhaut, diversen Bäumen wo anscheinend Kautschuk oder sowas ähnliches abgebaut wird und vielen kleinen und größeren Häusern der Einheimischen. Ein kleines Hündchen begleitete uns übrigens einen großen Teil der Strecke, so goldig! Nach gut einer Stunde kamen wir dann in dem Ort an, wo wir gleich Abendessen wollten. Fanden ein kleines Lokal, bestellten Yogurt-Shakes und Pad Thai/ Reisgericht und bezahlten gerade mal 3,50 EUR für alles.
Dann schlenderten wir über den Markt, fanden einen Obststand wo wir Mango und Dragonfruit erstanden und ich eine komisch aussehende Frucht in Augenschein nahm. Die freundliche Verkäuferin sah wohl mein fragendes Gesicht und schenkte uns kurzerhand zwei von diesen Dingern. Von außen sah es aus wie eine kleine Ingwerwurzel, nur dunkler. Man konnte die Schale allerdings knacken und innendrin befand sich dann die Frucht, die wie ein Dattel-Plaumen-Mix schmeckte, hmmm! Dann statteten wir noch dem einzigen 7-11 auf der Insel einen Besuch ab und deckten uns mit allerhand Snacks ein und wollten auch Bier kaufen, doch Fehlanzeige, selbst hier wurde keiner verkauft. Doch zum Glück hab ich ja Adler-, bzw. Bieraugen und sah schon auf dem Hinweg, dass bei einigen Marktständen Bierkisten aufgebaut waren. Also klapperten wir ein paar Marktstände ab und hielten schließlich ein Sixpack des flüssigen Goldes in den Händen hehe. Da es langsam dämmerte und wir auch keine Lust hatten nochmal 8 km weit zu laufen, gönnten wir uns wieder ein Sammeltaxi (so eine Art TukTuk-Bus) und fuhren für 100 Baht pro Person zurück zum Bungalow. Dort ging es sofort in die Hängematte und da verbrachten wir dann noch den restlichen Abend mit Bier und Quatschen.
Gestern startete dann wieder mit einem leckeren Müsli-Yogurt-Obstfrühstück und dann ging Marco erstmal allein an den einsamen Strand von gestern, weil ich noch ein paar Sachen am Laptop erledigen wollte, wie Bilder abspeichern etc. Ich kam dann nachmittags hinzu, nachdem ich es über die 1000 Stufen geschafft hatte und dort verbrachten wir nochmal einen sehr schönen entspannten Tag im und am Wasser, mit vielen kleinen Sandkrabben, denen wir die Reste unserer Dragonfruits schenkten hihi.
Zurück im Bungalow wollte ich mir wieder den Sand und das Meer vom Körper spülen und fand mich in meinem zweit schlimmsten Albtraum wieder. Mein schlimmster Albtraum (abgesehen von irgendwelchen Gefahren für meine Familie/Freunde) ist es ja, in einem Raum mit tausenden Spinnen gefangen zu sein, mich traf es nun fast so schlimm!
Der folgende Beitrag ist nichts für schwache Nerven, oder Menschen die Krabbelviecher hassen!
Ich ging also nichtsahnend ins Bad, da es dämmerte, schaltete ich das Licht ein und freute mich auf eine erfrischende Dusche. Ich drehte das Wasser an und sah schon aus den Augenwinkeln eine surrende Wand um die Glühbirne herum. Dachte mir aber noch nichts weiter dabei, bis ich mich auf einmal IN der surrenden Wand befand! Ich war umringt von TAUSENDEN fliegenden Ameinsen/Fliegen/Krabbelviechern und dank nassem Körper KLEBTEN diese Teile überall an mir!!!
Meinen Kreischalarm könnt ihr euch wahrscheinlich denken. Marco kam also heran geeilt und fand mich halb hysterisch mit dem Duschkopf wedelnd im Bad vor, bzw. sah wahrscheinlich auch nur diese Insektenwand, die sich auf, vor, über, neben und unter mir befand. Ich versuchte die Teile so gut es ging vom Körper zu waschen und flüchtete nach draussen. Zum Glück hatte ich noch meinen Bikini an, aber ich wäre auch nackt kreischend da raus gerannt hahaha. Das war so abartig. Wir schalteten erstmal das Licht im Bad aus und im Zimmer an, FEHLER! Die Viecher folgten uns weiter und dann machten wir draußen auf der Terrasse das Licht an und drinnen überall aus, somit waren diese Teile wenigestens schon mal aus dem Haus raus, also die, die meinen Duschangriff überlebt hatten.
Nachdem die Millionen Fliegenviecher also draußen waren, ging ich wieder rein und duschte im Dunkeln, umgeben von einer schwarzen Insektenkadaver-Lache am Boden. BÄH!!!
Flüchteten dann so schnell es ging aus der Hütte und gingen dann erstmal in ein Lokal zum Abendessen, wo es sogar Bier zu kaufen gab. Dort verbrachten wir dann einen Insektenfreien letzten Abend und hofften, dass der Spuk bei unserer Rückkehr vorbei ist.
Zurück am Bungalow sahen wir von weiten schon, dass sich nichts mehr ums Licht kreiste und beruhigt schalteten wir auch innen die Lichter an. Im Bad fanden wir diverse Geckos vor, deren Traum von einem Insektenbuffet endlich in Erfüllung ging! Mit der Dusche versuchte ich den Boden wieder betretbar zu machen und dann war es zum Glück überstanden, ein Horrorfilm auf Tele 5 ist nichts dagegen!!!


Verbrachten dann noch ein wenig Zeit auf der Terrasse und dann stand auch schon die letzte Nacht im Paradies an. In den Schlaf gesungen von etlichen Zikaden, Vogelgesängen und Geckorufen, mit einer sanften Brise in der Nase, konnten wir die letzte Nacht nochmal sehr gut schlafen, abgesehen von der morgendlichen Moschee-Beschallung um 5:30 Uhr.Gegen 9 Uhr gingen wir dann wieder frühstücken, zahlten unsere Rechnung und dann packten wir unseren Kram wieder mal zusammen. 11 Uhr checkten wir schließlich aus und liefen die paar Minuten zum Pier, wo wir für 150 Baht Tickets für ein Longtail-Boot Richtung Krabi kauften, welches 11.30 Uhr abfuhr. Die Fahrt war super entspannt, wenn man von einer Thai-Frau absieht, die ca. 20 Minuten damit verbrachte in ihr Handy zu schreien, in einer Stimme die an Donald Duck erinnerte. Marco und ich machten es uns draußen gemütlich, während die anderen Passagiere im überdachten Bereich platz nahmen und wir genossen die halbstündige Fahrt, vorbei an den vielen kleinen Inseln sehr.
Koh Yao Noi war echt die beste Entscheidung die ich treffen konnte, als ich damals nach Orten rund um Phuket gesucht hatte. Es ist total entspannt dort, überhaupt nicht überlaufen wie andere Inseln oder Orte in Thailand und einfacht noch total ursprünglich, genau das war wir gerne haben. Ich hoffe es wird noch ganz lange so dort bleiben und , dass dieses kleine Juwel nicht so überrannt wird wie anderswo und irgendwann kommen wir hoffentlich nochmal dahin.